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16.03.09 - FULDA

Vertragsverstöße im Esperanto? SPD-Kritik: Warum kein Eislaufen in Waideshalle?

"Die verzweifelten Versuche der städtischen Verantwortlichen, in diesem Winter das Eislaufen in Fulda möglich zu machen, haben schon leicht kabarettistische Züge angenommen" schreibt die Fuldaer SPD-Stadtverordnetenfraktion. Dabei hätten diese vergeblichen Anstrengung gar nicht sein müssen. Die Sozialdemokraten verwiesen darauf, dass mit der vertraglichen Gestaltung zum Bau des Kongresszentrums "Esperanto" seinerzeit festgelegt wurde, dass die Multifunktionalhalle (Waideshalle) als Eislauffläche für die Bevölkerung Fuldas in der Winterzeit zur Verfügung stehen sollte. Damit hatten im Kommunalwahlkampf 2001 die CDU und ihr damaliger Oberbürgermeister sogar intensiv Wahlkampf betrieben.

Nur ein einziges Mal (FOTO) sei dies der Fall gewesen und damit auch das letzte Mal (siehe Bericht "osthessen-news" am 18.12.2006 "Sprünge, Schritte & Pirouetten - Dippel eröffnete neue Esperanto-Eisbahn" mit dem folgenden Link: http://www.osthessennews.de/beitrag_C.php?id=1130750 ). „Es ist nicht nachvollziehbar, warum das so ist“, kritisiert Fraktionssprecher Tritschler. Schließlich sei das Projekt mit 23,5 Millionen Euro seitens der Stadt gefördert worden. Unter anderem wurde diese immense Summe – neben der Errichtung des Hallenbades - mit der Bereitstellung einer Eisfläche in den Wintermonaten begründet.

Die sei auch in der recht komplizierten Vertragsgestaltung eindeutig durch entsprechende Mietverträge belegt. Der Investor könne sich jetzt nicht herausreden, dass die Bereitstellung einer Eisfläche in der Waideshalle unrentabel wäre. Die geschlossenen Verträge hier seien nach Einschätzung Tritschlers eindeutig. Die entsprechenden Vorrichtungen müssten noch vorhanden sein, um jederzeit den Betrieb einer Eislaufbahn zu gewährleisten. Deshalb ist es für die SPD-Fraktion unverständlich und nicht nachvollziehbar, warum die Stadt nicht auf die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarung bestehe.

Für die außergewöhnlich hohe Investitionssumme durch die Stadt, die seinerzeit auf massive Kritik der SPD gestoßen sei, wäre der Investor Verpflichtungen hinsichtlich des Hallenbades und der Waideshalle eingegangen. Ein möglicher Betrieb der Eisbahn ohne entsprechende betriebswirtschaftliche Ergebnisse dürfte über Jahre hinaus durch die eingesparte Investitionssumme plus Verzinsung durch den Investor gedeckt sein. Die SPD erwarte eindeutige Aussagen seitens des Magistrat, wie man in Zukunft auch in Fulda Eislaufen erleben kann, heißt es zum Schluss der Pressemitteilung. +++

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