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17.03.09 - Gelnhausen

CDU will Hallenbad "erhalten & sanieren" - Neubau für 22 Mio. Euro abgelehnt

Die CDU Gelnhausen hat sich für die Sanierung des bestehenden Hallenbades und gegen einen geplanten Neubau für über 22 Millionen Euro ausgesprochen. „Auf Basis der jetzigen Informationen können wir einem Neubau nicht zustimmen und entscheiden uns deswegen für die Sanierung des Bades. Ein Neubau birgt zu viele finanzielle Risiken für die Stadt“, konstatiert der CDU Fraktionsvorsitzende Rüdiger Rein. Für das Hallenbad sprächen außerdem noch zahlreiche andere Fakten. Seine gegenwärtige Lage in der Nähe der Schulen und Sportanlagen der Stadt sei beinahe ideal. Zudem biete das Bad hervorragende Bedingungen für die Sportler und Vereine der Stadt, die hier auch ihre Wettkämpfe und das Training abhalten.

Die Verkehrsanbindung für Besucher des Bades von außerhalb Gelnhausens sei zudem ebenfalls sehr gut. Außerdem seien die Preise günstig. Ein neues Bad würde zwangsläufig eine massive Preiserhöhung nach sich ziehen. „Wir wollen, dass Familien mit Kindern - und auch sozial schwächer gestellte Personen - das Bad häufig nutzen können. Dies garantiert eine Sanierung des Hallenbades, die natürlich auch die Attraktivität des Bades steigert“, unterstreicht Rüdiger Rein.

Das Gelnhäuser Hallenbad wird von einem Zweckverband getragen. Dieser Verband wird von den Kommunen Gelnhausen, Gründau und Linsengericht finanziert. Sollte ein neues Bad gebaut werden, so besteht die Gefahr, das Gründau und Linsengericht den Zweckverband verlassen. Gelnhausen müsste dann die Finanzierung eines Hallenbades alleine stemmen. Die anderen Zweckverbandskommunen haben nämlich bereits ihren Austritt aus dem Zweckverband angedroht, wenn ein neues Bad gebaut werden sollte. Dies gelte es aus Sicht der Gelnhäuser Christdemokraten zu verhindern. Zudem könne niemand in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation glaubhaft versichern, dass allein der Investor das immense finanzielle Risiko eines Neubaus trage. Die Stadt sei in welcher Form auch immer auf jeden Fall mit im Boot, befürchten die Christdemokraten.

Entscheidend für den Meinungsbildungsprozess der CDU sei aber letztlich ein wesentlicher Punkt: „Bis jetzt haben uns von Seiten der Bevölkerung und der betroffenen Vereine nur kritische und ablehnende Stimmen erreicht“, erklärt CDU-Vorsitzender Dr. Peter Tauber. „Wenn man einerseits die zunehmende Verschuldung der öffentlichen Hand beklagt, dann sollte man sich nicht auf ein solches Projekt mit unsicherem Ausgang einlassen. Letztlich drohe ein Bürgerbegehren gegen den Neubau, befürchten die Christdemokraten. „Wir wollen ein attraktives Hallenbad für die Barbarossastadt und die umliegenden Kommunen. Dies kann nur gelingen, wenn alle Kommunen des Zweckverbandes, alle betroffenen Vereine und letztlich die Menschen in Gelnhausen und Umgebung sich zu dem Bad bekennen. Darum unterstützen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Sanierung des bestehenden Bades“, erklären Rüdiger Rein und Dr. Peter Tauber abschließend. +++

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