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Dicht an dicht am Sportplatz stehen - wie bisher gewohnt - wird erstmal nicht möglich sein. - Archivfoto: Carina Jirsch

REGION Zonen, Abstände, Personal

Ist das DFB-Hygienekonzept für die Vereine so einfach umsetzbar?

23.07.20 - Nachdem es die Profis vorgemacht haben, dürfen ab dem 17. August wohl auch die Amateurfußballer wieder Spiele austragen. Dafür hat der Deutsche Fußball-Verband (DFB) ein Hygienekonzept vorgestellt. Aber wie sieht es mit den Sportplätzen in der Region aus? Können die Vorgaben des DFB umgesetzt werden oder müssen Alternativpläne her?

Untergliedert hat der DFB die Sportplätze in drei Zonen. In Zone eins, dem Spielfeld, dürfen sich nur für den Trainings- und Spielbetrieb notwendigen Personengruppen aufhalten. Dazu zählt der DFB Spieler, Trainer, Funktionsteams, Schiedsrichter, Sanitäts- und Ordnungsdienst, den Ansprechpartner für das Hygienekonzept sowie Medienvertreter. Ausgenommen von den Medienvertretern und dem Sanitäts- und Ordnungsdienst haben dieselben Personengruppen Zutritt zu Zone zwei, dem Umkleidebereich.

So empfiehlt der DFB die Einteilung der Sportplätze. Grafik: DFB

Als Zone drei wird der Publikumsbereich markiert. Hierzu empfiehlt der DFB: "Es ist dafür Sorge zu tragen, dass alle Personen in Zone 3 die Sportstätte über einen/mehrere offizielle Eingänge betreten, sodass im Rahmen des Spielbetriebs die anwesende Gesamtpersonenanzahl stets bekannt ist." Zudem solle eine Trennung von Zu- und Ausgangsbereichen erfolgen, sofern die Sportstätten dies zulassen. Doch ist das möglich?

Vereine sehen Schwierigkeiten in der Umsetzung

Beim Gruppenligisten FV Horas möchte man sich am Mittwochabend umfassend mit dem Thema auseinandersetzen. "Für die Vereine wird das anspruchsvoll. In unserer Sitzung müssen wir uns überlegen, wie wir das mit Ein- und Ausgängen regeln", sagt Vorstandssprecher Winfried Mehler. Er sieht neben einer Alternativplanung noch ein weiteres Problem auf den Verein zukommen: "Wir haben genug Platz bei uns, aber wer soll bei jedem Zuschauer ständig den Abstand kontrollieren?" Einfach mehrere Ordnungsdienste anstellen - bei Amateurvereinen nicht so einfach möglich.

Das Sportgelände des ESV Hönebach. Foto: Kevin Kunze

Auch beim Gruppenliga-Aufsteiger ESV Hönebach sieht man sich auf Grenzen zustoßen: "Für uns ist das DFB-Hygienekonzept schwer umsetzbar, da unser Sportgelände nicht solche Möglichkeiten bietet, wie es höherklassige Mannschaften bieten können. In der nächsten Woche wollen wir uns mit allen wichtigen Beteiligten zusammensetzen und die Machbarkeit des Konzeptes prüfen und auf unser Gelände übertragen. Zudem gibt es verschiedene Konzepte vom DFB, Landkreisen und Gemeinden, was ein weiteres Problem darstellt", sagt Gerd Engelhardt, Vorstand Organisation und Verwaltung beim ESV.

Was die separaten Eingänge angeht, sieht Hessenligist SV Steinbach keine Probleme. "Das können wir machen, weil unser Sportplatz von allen Seiten zugänglich ist", sagt Jürgen Wiegand aus dem Funktionsteam des SVS. Problematisch sieht Wiegand ebenfalls die Abstandsfrage: "Wir können Ordnungsdienste schon stellen, aber das sind alles Freiwillige. Die Frage ist, ob die Zuschauer dann Folge leisten." Möglicherweise würden weitere Lockerungen den Vereinen bei der Umsetzung helfen, ansonsten stehen vielen bis zum 5. September noch Überlegungen zu Alternativkonzepten bevor. (tw) +++


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