Übernehmen als Hauptgesellschafter und Geschäftsführer drei Kliniken vom Capio-Konzern: André Eydt (li.) und Sigurd Gawinski (re.). - Fotomontage: Hendrik Urbin

FULDA Ex-Klinikum-Chef zurück in der Heimat!

Eydt und Gawinski übernehmen drei Capio-Kliniken - auch in Bad Brückenau

21.07.20 - Der Fuldaer Krankenhaus-Manager André Eydt (50) kehrt von München zurück in die Heimat. Er übernimmt ab 1. Oktober 2020 als Hauptgesellschafter und Geschäftsführer, zusammen mit Sigurd Gawinski (54) aus Eichenzell-Lütter, drei Kliniken vom privaten Gesundheits-Konzern Capio. Zu den Häusern der Grund- und Regelversorgung gehören die Krankenhäuser in Bad Brückenau, Dannenberg und Otterndorf. "Ich freue mich auf diese extrem spannende Herausforderung und ganz persönlich auch, wieder von Fulda aus agieren zu können", sagt Eydt am Dienstag zu OSTHESSEN|NEWS und spricht auch von einer "großen Verantwortung, erstmals in meinem Berufsleben in der Selbstständigkeit".

Im Zuge der länderspezifischen Neuausrichtung der Capio Deutschland GmbH wurde die Entscheidung getroffen, dass die Franz von Prümmer Klinik in Bad Brückenau – neben den Capio-Kliniken in Dannenberg und Otterndorf - aus dem internationalen Konzern Ramsay Sante ausgegliedert werden. Ziel sei eine langfristige Sicherung dieser Einrichtungen in neuer Trägerschaft.

Diplom-Kaufmann Eydt wohnt in Fulda und ...

Mit Eydt, der Diplom-Kaufmann ist und in der Domstadt wohnt, übernimmt ein Branchenkenner die Leitung. Er startete seine Karriere bei der Rhön-Klinikum AG und war seit April 2019 Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fachpflegegruppe (DFG) in München. Zuvor hatte der 50-jährige Familienvater mehr als drei Jahre des Amt des kaufmännischen Vorstands am Klinikum Fulda inne. Bereits zwischen 2007 und 2009 war er bei Capio Deutschland als Regionalgeschäftsführer für die Kliniken in Bad Brückenau, Dannenberg und Otterndorf verantwortlich.

Der Diplom-Betriebswirt Sigurd Gawinski ist in ...

Der Kontakt zu seinem langjährigen Freund und neuen Geschäftspartner, Sigurd Gawinski, der ebenfalls Diplom-Betriebswirt ist, besteht schon seit über 20 Jahren. Gawinski betreibt die Tertia Med GmbH, ein Beratungsunternehmen im Gesundheitssektor mit Sitz in Fulda, und führt über Managementverträge insgesamt acht öffentliche und private Akut- und Rehabilitationskliniken sowie eine Pflegeeinrichtung.

Stellen die Krankenhäuser regionalspezifisch auf


Eine langfristige Sicherstellung der Klinikstandorte sei nur möglich, wenn Mitarbeiter, Kostenträger, Kommunen und Ministerien bereit sind, neue Wege mitzugehen. Dazu erklärt André Eydt im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS: "Wir werden die Versorgungsangebote in jeder Klinik genau bewerten und die Angebote dann neu ausrichten. Jede Region hat andere medizinische Anforderungen. Die gilt es jetzt zu erarbeiten und dann eine sinnvolle Struktur zu konzipieren." Für Details sei es "jetzt noch zu früh".

Gehört zum neuen Konstrukt: die Franz-von-Prümmer-Klinik ...

Die drei Krankenhäuser sind den erfahrenen Geschäftsführern sehr gut bekannt und sie haben bereits bewiesen, dass auch kleinere Häuser wirtschaftlich zu führen sind. Darüber hinaus verfügen Eydt und Gawinski über umfangreiche Erfahrung im Management von stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationskliniken und Medizinischen Versorgungszentren.

Neben den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern übernehmen fünf weitere Branchenexperten als Gesellschafter Mitverantwortung für die Klinikgesellschaften. Dazu gehören Geschäftsführer von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Rehabilitationseinrichtungen, Fachanwälte im Medizin- und Arbeitsrecht sowie Finanzierungsexperten.

Die Zahlen der drei Kliniken: 700 Mitarbeiter - 60 Mio. Euro Umsatz


Die drei Kliniken sind Einzelgesellschaften und werden am jeweiligen Standort künftig unter der Marke "Unsere Stadtklinik" agieren. Eydt macht in diesem Zusammenhang deutlich: "Wir sind zwar eine Unternehmensgruppe, aber kein Konzern. Jedes Haus ist regionalspezifisch." Insgesamt beschäftigen die neuen Eigentümer rund 700 Mitarbeiter. Die drei Krankenhäuser erwirtschaften einen Umsatz von knapp 60 Mio. Euro.

Erklärtes Ziel sei eine "vertrauensvolle Zusammenarbeit" der einzelnen Stadtkliniken mit den niedergelassenen Ärzten, die enge Abstimmung mit den ansässigen Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen sowie eine Verzahnung mit den Rehabilitationskliniken. "So wollen wir eine lebendige und dynamische Netzwerkversorgung zum Wohle der Bevölkerung sicherstellen." (Christian P. Stadtfeld) +++


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