Die Polizei bereitet sich auf die Räumung im Dannenröder Forst vor. - Archivfoto: O|N

HOMBERG (OHM) Aktivisten campen auf Bundesstraße!

Der Tag X rückt näher: Polizei bereitet sich auf Baumhaus-Räumung vor

15.09.20 - Der Countdown läuft: In genau 17 Tagen beginnen im Dannenröder Forst bei Homberg (Ohm) im Vogelsbergkreis die Rodungsarbeiten für den geplanten Weiterbau der Autobahn 49. Hunderte Aktivisten harren immer noch im Forst aus, um genau das zu verhindern. Deshalb bereitet sich die Polizei auf eine Räumung des Waldes vor - und bewertet tagesaktuell mögliche Gefährdungslagen. 

"Dabei setzen wir auf offene Maßnahmen und stehen über unseren Kontaktbeamten auch fortlaufend mit den Waldbewohnern im Dialog, welcher auch immer für diese erreichbar und ansprechbar ist", erklärt Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen, Jörg Reinemer, im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Auch während der Versammlungen oder Mahnwachen, die mittlerweile fast täglich im Dannenröder Wald stattfinden, zeigt die Polizei Präsenz. "Dort setzen wir auf ein flexibles und abgestuftes Einsatzkonzept. Wir haben in diesem Zusammenhang für den Einsatz eine entsprechende Anzahl an Polizeibeamten mit dem Auftrag der kommunikativen Begleitung vorgesehen."

Schon jetzt zeigt die Polizei im Gebiet des Dannenröder Forstes eine enorme Präsenz. "Dazu gehört, auch aufgrund des Geländes, der Einsatz unserer Reiterstaffel sowie der Präsenzstreifen mit geländegängigen Fahrzeugen." Dennoch stellt sich die Polizei immer wieder die Frage: "Passen unsere Maßnahmen?" Auch dafür stehen die Beamten immer im stetigen Kontakt mit den Veranstaltern sowie anderen beteiligten Organisationen und Behörden. 

Auf die Nachfrage, ab wann die Polizei mit einer Räumung im Wald beginnt, konnte die Polizei keine Angaben dazu machen. "Wir bitten um Verständnis. Der Zeitpunkt einer eventuell erforderlich werdenden Räumung steht derzeit noch nicht fest." 

Aktivisten verlegen Camp auf die B62

Die Aktivisten protestieren in den vergangenen ...Screenshot: Twitter "Dannenröder Wald"

Während sich die Polizei intensiv auf eine Räumung vorbereitet, werden die Aktivsten im Camp immer mehr. Das Regierungspräsidium Gießen erlaubte den Umweltaktivisten, nun täglich bis zum 20. Oktober von acht bis 23 Uhr unter Auflagen gegen den Lückenschluss der A49 am Dannenröder Sportplatz zu demonstrieren. Einen Antrag, auch ganze Protestcamps zu errichten und dort zu übernachten, lehnte das RP hingegen ab. 

Um 23 Uhr sollte also Schluss sein - doch davon lassen sich die Aktivisten anscheinend nicht beirren. Denn in den letzten beiden Nächten besetzten diese trotz Verbot, welches auch vom Vogelsbergkreis ausgesprochen wurde, die B62 bei Kirtorf - mit Zelten, Isomatten und Schlafsäcken. "Auch eine interessante Schlafmöglichkeit. Hier ist es uns aber etwas zu viel Licht und Lärm. Gebt uns doch einfach unsere eigenen Campflächen", schreiben sie auf Twitter.

Der Polizei ist es zwar gelungen, die Protestcamper wegzuschicken, diese ließen es sich jedoch auf einer nahe gelegten Wiese neben der Bundesstraße nieder. (Luisa Diegel) +++


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