Anne Schmauch heißt die Hessische Milchkönigin für die Amtszeit 2020 bis 2022, die in Rotenburg an der Fulda in ihr Amt eingeführt wurde. Sie kommt aus dem Bebraer Stadtteil Breitenbach. - Fotos: Stefanie Harth

ROTENBURG/F. Bebraerin ist Botschafterin fürs weiße Gold

Zwölfte Hessische Milchkönigin gekrönt: Anne I. heißt die neue Hoheit

HINTERGRUNDDas Amt der Hessischen Milchkönigin wurde 2000 von der Landesvereinigung Milch Hessen ins Leben gerufen, um die hessische Milchwirtschaft bei verschiedensten Veranstaltungen zu repräsentieren und den Stellenwert von Milch und Milchprodukten in unserer täglichen Ernährung zu vermitteln. +++

10.09.20 - Anne Schmauch (Anne I.) heißt die zwölfte Hessische Milchkönigin für die Amtszeit 2020 bis 2022, die jetzt auf der Rodenberg-Alm in Rotenburg an der Fulda in ihr Amt eingeführt wurde. Die 21-jährige Landwirtin kommt aus dem Bebraer Stadtteil Breitenbach (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und tritt fortan in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin, Laura Burger alias Laura I.

Freilich flossen bei der Inthronisierung, die Corona-bedingt im kleinen Kreis zelebriert wurde, bei beiden Hoheiten reichlich Tränen der Rührung. Die Krönung übernahm Annes Bruder Toni. Anne I., die bis vor kurzem im Kuhstall auf dem Landwirtschaftszentrum Eichhof in Bad Hersfeld gearbeitet hat und nun die Landwirtschaftliche Technikerschule in Fritzlar besucht, tritt ihr Amt fast genau auf den Tag 20 Jahre nach der Krönung von Hessens erster Milchkönigin an.

"Landwirtschaft ist meine große Leidenschaft"

Die scheidende und die neue Hoheit ...

Toni Schmauch obliegt es, seiner Schwester ...

Auch wenn die neue Milchkönigin nicht auf einem Milchviehbetrieb aufgewachsen ist, ist die Landwirtschaft ihre große Leidenschaft. "Seitdem ich in meiner Ausbildung mit Kühen arbeiten durfte, kann ich mir nichts Anderes und Schöneres mehr vorstellen. Meine Arbeit mit Kühen und ihren Kälbern bereitet mir jedes Mal aufs Neue sehr viel Freude", sagte die neu gekrönte Milchkönigin.

Und so ist es auch für Anne I. ein Anliegen, Verbrauchern zu zeigen, wo die Milch herkommt und welche Bedeutung sie für uns hat. Sie freue sich auf ihre zweijährige Amtszeit, in deren Verlauf sie den Kontakt zu Verbrauchern suchen wolle: "Ich freue mich sehr darauf, in intensiven Gesprächen offene Fragen zu klären und meinen Beruf dem Verbraucher gegenüber repräsentieren zu können."

Ein letztes Mal die Krone aufgesetzt

Auch der scheidenden Milchkönigin Laura I., die aus Trebur (Kreis Groß-Gerau) stammt, war das Gespräch mit den Menschen wichtig. Karsten Schmal, der Vorsitzende der Landesvereinigung Milch Hessen, dankte der 25-Jährigen für ihren Einsatz als Hessische Milchkönigin: Sie habe es verstanden, beim Publikum Aufmerksamkeit für das Thema Milch zu wecken. Ob in Interviews mit Fernsehen, Hörfunk und Zeitungen oder auch im persönlichen Gespräch habe sie dazu beigetragen, das Verständnis für die Arbeit der Milchbauern zu verbessern. Durch ihre kompetente und freundliche Art sei es ihr gelungen, den Menschen die Milch als hochwertiges Lebensmittel näher zu bringen.

In ihrer Amtszeit absolvierte Laura I. 113 Einsätze. Ohne die Corona-Pandemie wären es noch mehr gewesen, da die letzten Termine alle abgesagt werden mussten. Dennoch zieht Laura eine positive Bilanz: "Als Milchkönigin durfte ich zwei unvergessliche Jahre erleben." Jeder Termin sei aufs Neue spannend und auch eine Herausforderung gewesen. Ihrer Nachfolgerin wünschte Laura I. – trotz der besonderen Rahmenbedingungen – eine erfolgreiche Amtszeit. (pm / sh) +++


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