Archiv

25.03.09 - HÜNFELD

SPD: Millionenschwere Sanierung des Hallenbades läuft "völlig aus dem Ruder"

„Wann greift denn endlich mal einer der verantwortlichen Herren energisch durch und macht der Posse um die Hallenbadsanierung in Hünfeld ein Ende“, fragt der Vor-sitzende der SPD Kreistagsfraktion, Günter Strelitz in seiner Presseerklärung. Hier sind die Herren Dr. Fennel und Landrat Woide, als Vorsitzender des Zweckver-bandes, bzw. Vorstandsmitglied besonders gefordert und zum Handeln verpflichtet.

Vor einem Jahr wurden die Mitglieder des Zweckverbandes Hallenbad Hünfeld über den Zustand des Hünfelder Hallenbaddaches, das komplett erneuert werden musste, informiert. Als geschätzte Kosten für die Reparatur wurden damals 1,078 Millionen Euro genannt. Jetzt, ein Jahr später muss zum wiederholten Mal nachgelegt werden, und weil auch die Lampen marode sind und ersetzt werden müssen, kostet die Instandsetzung des Bades noch einmal 168.000 Euro mehr. Damit beläuft sich der gesamte Sanierungsaufwand inzwischen auf 2,4 Millionen Euro, womit sich die Kosten verdoppelt haben. Erst waren es Feuchtigkeitsschäden am Dach des Gebäudes, dann traten neue Schäden an der Glasfassade auf, es wurden die alten Fenster schon mal ausgebaut, drei Monate, bevor die neuen geliefert und eingebaut werden konnten. Und jetzt wird festgestellt, dass die Lampen marode sind und ausgetauscht werden müssen.

Neben den explodierenden Kosten kamen Verzögerungen dazu, und es stellt sich für die SPD die Frage, wer für die Schäden verantwortlich ist. Dafür in Frage kommen Architekten, die Firmen, die vor acht Jahren das Dach des damals 22 Jahre alten Gebäudes wärmegedämmt haben, und was ist mit der Bauaufsicht?

Ein wenig erinnert die Sache schon an die Schlampereien beim Loipenhaus, dem Segelflugmuseum und dem Informationszentrum auf der Wasserkuppe, stellt Strelitz fest. Ärgerlich ist insbesondere auch die wiederholte zeitliche Verzögerung neben den davonlaufenden Kosten, denn darunter leidet der Schulsport ganz erheblich und dem Konrad-Zuse-Hotel entsteht ebenfalls ein Schaden.

Mahnende Worte seien schon häufiger gekommen vom Vorsitzenden der Verbandsversammlung Hermann Dücker (CDU), und zuletzt von Helmut Schmidt (SPD) und Winfried Möller (SPD), als Mitte Dezember 2008 Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft, Planung und Verkehr des Fuldaer Kreistags sich ein Bild von den umfangreichen Arbeiten gemacht hatten. Damals sei von den maroden Lampen noch keine Rede gewesen.

„Jetzt muss Schluss sein mit den Hiobsbotschaften bei der millionenschweren Sanierung des Hallenbades und sowohl die Stadt Hünfeld, die über ihre Stadtwerke neben dem Landkreis Fulda dem Zweckverband Hallenbad angehört, wie auch der Landkreis Fulda und die Bürgerinnen und Bürger brauchen Verlässlichkeit über die Kosten sowie den Zeitpunkt der Fertigstellung“, betont der Fraktionschef und stellt abschließend fest, „dass auch eine höhere Kostenbeteiligung des Landes nicht beruhigend wirkt, da es schließlich auch hier um Steuergelder geht, die sparsam zu verwenden sind.“ +++

Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön