Der sogenannte „IbeA-Workshop“ zur beruflichen Orientierung wurde an der Konrad-Zuse-Schule durchgeführt. - Fotos: Regina Wenzel

HÜNFELD IbeA-Workshop in der Konrad-Zuse-Schule

Intensive Auseinandersetzung: Schüler erweitern ihr berufliches Aspirationsfeld

20.09.20 - Vier junge Wissenschaftlicher/ Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität Darmstadt, Institut für allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik, führten mit über fünfzig Schülern der Berufsfachschule zum Übergang in die Ausbildung (BÜA) der Konrad-Zuse-Schule, Stufe 1 (Jahrgangsstufe 10) einen sogenannten "IbeA-Workshop" zur beruflichen Orientierung durch.

IbeA steht in diesem Zusammenhang für "Instrument zur Erfassung des beruflichen Aspirationsfeldes". Während des ersten Workshopteils konnte jeder Schüler mit einem Online-Test den persönlichen Berufstypus ermitteln und adäquate Ausbildungsberufe zuordnen. Danach stuften die Jugendlichen ein, inwieweit sie dem persönlichen Berufstypus entsprechende Ausbildungsberufe tatsächlich als relevant und passend erachten.

Die Wissenschaftler diskutierten nachfolgend mit den Schülern Motive für eine empfundene berufliche Passung sowie mögliche Ausschlusskriterien und Ausschlussgründe. Dadurch wurde den Jugendlichen deutlich, dass ihr Berufsorientierungsprozess unbewusst schon im Kindesalter begann. Zum Beispiel nahmen sie schon früh wahr und verinnerlichten, welche Berufe Männer und Frauen in ihrem persönlichen Umfeld ausübten. Wie die Bewertung der Berufe durch Gesellschaft, Familie und Freunde die berufliche Orientierung beeinflusst, erschloss sich den Jugendlichen während des Workshops ebenfalls. Den BÜA-Schülern wurde so transparent, wie persönliche Prägung und Sozialisation den Blick auf weitere geeignete Berufe nicht zulassen. Das Berufsspektrum, das der eigenen Interessenlage entspricht, ist für jeden weitaus größer als gedacht. Dies war für die meisten BÜA-Schüler die wichtigste Erkenntnis am Ende der Veranstaltung.
 
Mit der Workshop-Erfahrung und dem erweiterten beruflichen Aspirationsfeld im Gepäck beschreiten die Jugendlichen nun ihren Berufswahlprozess weiter, der am Ende des aktuellen Schuljahres bestenfalls in eine duale Ausbildung mündet. Das BÜA-Lehrerteam begleitet und fördert die Schüler auf ihrem Weg dabei intensiv und individuell. (pm) +++


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