Bei diesem Crash auf der A3 ist mindestens ein Mensch schwerverletzt worden. - Fotos: Wiesbaden 112

IDSTEIN Aktion der A49-Gegner!

Schwerer Unfall nach A3-Blockade - Fahrer kracht ins Stauende - Beuth entsetzt

14.10.20 - Autobahn-Blockade mit schlimmen Folgen! Die Aktivisten, die gegen den geplanten Weiterbau der A49 kämpfen, haben mit ihrer Abseilaktion am Dienstag auf der Autobahnbrücke der A3 nahe Idstein einen schweren Unfall verursacht. Mindestens ein Mensch wurde dabei schwerverletzt und in eine Klinik geflogen.

Hessens Innenminister Peter Beuth zu O|N: ...Archivfoto: Martin Engel

"Protest, der Menschenleben gefährdet, hat keinerlei Legitimation. Der schwere Unfall auf der A3 hat gezeigt, dass solche Aktionen lebensgefährliche Konsequenzen für Aktivisten und Unbeteiligte haben können", sagt Hessens Innenminister Peter Beuth zu OSTHESSEN|NEWS und wird noch deutlicher: "Wer seine Mitmenschen gefährdet, muss hart bestraft werden. Illegale Aktionen, Angriffe gegen unsere Einsatzkräfte oder die Gefährdung der Allgemeinheit müssen sofort eingestellt werden."

Die Bilder kennen wir bereits zu gut: Aktivisten seilen sich von einer Autobahnbrücke ab, hängen Banner auf, das SEK muss ausrücken. "Dritte Woche der Rodungen, dritte Woche der Brückenblockierung", schreiben die Gegner auf Twitter. Dieses Mal besetzten die Aktivisten eine Autobahnbrücke auf der A3 bei Wörsdorf nahe Idstein (Rheingau-Taunus). Dafür musste die Autobahn in beide Richtung voll gesperrt werden - es kam zu einem Rückstau von mehr als zehn Kilometern.

Doch dieses Mal ging die Protestaktion nicht so glimpflich aus, wie die beiden vorherigen: Ein Pkw krachte im Stauende auf einen Lkw, laut Polizeiangaben wurde der 29-jährige Fahrer des Skodas dabei schwer verletzt. Ein Beamter erklärt in BILD: "Ein Pkw-Fahrer konnte das Stauende nicht absehen und ist auf einen vor ihm fahrenden Lkw aufgefahren. Der Verletzte wurde mit dem Helikopter sofort in eine Klinik geflogen." Auf Grund der Vollsperrung bildete sich ein mehr als 15 Kilometer langer Stau. 

Der Rettungshubschrauber "Christoph 2" aus Frankfurt ...


"Ohne den Eingriff wäre es nie zum Stau gekommen"

Screenshot: O|N

Auf Facebook meldet sich Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak zu Wort: "Was soll man dazu noch sagen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Aber Fakt ist doch: ohne den gefährlichen und rechtswidrigen Eingriff in den Straßenverkehr durch die Aktivisten wäre es nie zum Stau an dieser Stelle gekommen. Das müssen sich diejenigen zurechnen lassen. Diese Verantwortung wird man niemandem abnehmen können. Staus sind gefährlich und Unfallpunkte. Das hat sich ein weiteres Mal gezeigt. Ich hoffe, dass dies die letzte Abseilaktion war. Protest geht auch anders!"

Auch Landrat Manfred Görig fordert, dass diese Protestform an Autobahnbrücken endlich aufgegeben werden muss: "Solche Eingriffe in den Straßenverkehr sind immer hochgefährlich und können, wie nun der Auffahrunfall auf der A3 bei Idstein zeigt, unabsehbare Folgen haben", sagt Görig zu O|N.

Aktivisten: "Wir finden es geschmacklos!"

Am Dienstagnachmittag meldeten sich auch die Aktivisten über Twitter zu dem Unfall zu Wort. "Es ist schrecklich, dass es zu dieser Tragödie gekommen ist. Wir fühlen mit den Angehörigen und hoffen, dass die verunfallte Person sich gut erholt. Jeder Verkehrsunfall ist ein Schicksalsschlag, der gerade durch seine unerwartete Plötzlichkeit die Betroffenen tief erschüttern kann. Unsere Gedanken sind bei allen, die durch dieses Unglück in Mitleidenschaft gezogen werden", schreiben sie. 

Kritik äußern sie gegenüber der Polizei: "Wir finden es geschmacklos, dass die Polizei schon innerhalb einer Viertelstunde nach dem Unfall über Twitter Anschuldigungen geäußert hat, während Auffahrunfälle bei Autobahnstaus ansonsten als trauriger Alltag akzeptiert werden. Auf diese Anschuldigungen heute schon einzugehen, würde diesem schrecklichen Ereignis nicht gerecht werden. Heute wollen wir den Angehörigen die Ruhe lassen, mit diesem Schock umzugehen." (Luisa Diegel / Christian P. Stadtfeld) ++ +


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