Streunende Katzen kommen in der Region häufig vor. - Fotos: privat

FULDA / HÜNFELD Tiere verwahrlosen ohne Hilfe

Tierschutzverein bittet inständig: "Streunende Katzen melden"

18.10.20 - Weiches Fell, zwei kleine Ohren und niedliche runde Pfötchen. Es gibt sie in allen möglichen Größen und Farben: Die Rede ist von Katzen. Sie sind ein beliebtes Haustier, leider gibt es viel zu viele herrenlose Katzen- da sie entweder ausgesetzt werden oder streunende Muttertiere mehrere Jungen bekommen. OSTHESSEN|NEWS hat sich beim Tierschutzverein Hünfeld (Landkreis Fulda) umgehört.

Der Tierschutzverein Hünfeld ist Partner des Tierheims Fulda/Hünfeld und hilft zum Beispiel bei gefundenen Katzen, um das Tierheim zu entlasten. Es werden viele Katzen aufgefunden oder abgegeben, demnach haben das Tierheim und der Tierschutzverein einiges zu tun. Der Tierschutzverein hat bisher 25 Katzen aufgenommen und bekommt ständig Anrufe von Menschen, die Streuner entdeckt haben.

Tierschutzverein finanziert sich durch Spenden und Mitgliederbeiträge

"Anders als das Tierheim bekommt der Tierschutzverein Hünfeld keine Hilfe durch öffentliche Mittel, somit kann er sich nur das zumuten, was auch finanziell zu stemmen ist. Die Mitgliedergebühr beträgt mindestens 20 Euro. Bis zum 18. Lebensjahr ist die Mitgliedschaft kostenlos", erklärt Renate Beutler, die Vorsitzende vom Tierschutzverein Hünfeld im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Dies ist ein Beispiel wie sich der Tierschutzverein finanziert. Zusätzlich finanziert er sich durch Spenden. "Der Tierschutzverein hat auf seine Kosten bereits 44 Katzen kastriert", berichtet Renate Beutler.

gefundene Katzen, teils mit Verletzungen

Wenn Katzen gefunden werden, scannt man zunächst mit einem Chiplesegerät den Chip, um zu schauen, ob es einen Besitzer gibt. Informationen über den Gesundheitszustand erhält man von einem Tierarzt. Die meisten Katzen, die ausgesetzt werden, sind krank: Die Besitzer wollen die Tierarztkosten sparen, die der Tierschutzverein meistens übernimmt.

Wie Bürger mithelfen können

"Das Hauptproblem ist, dass viele Besitzer ihre Katzen nicht kastrieren lassen. Diese bekommen dann Junge und der Besitzer setzt sie aus, weil er nicht weiß, was er mit ihnen machen soll", erwähnt Renate Beutler. Viele streunende Katzen sind schon groß, bis sie überhaupt entdeckt werden. Das Muttertier, falls es eins gibt, taucht erst mit den Jungen irgendwo auf, wenn sie älter sind. Oft sind diese Katzen aggressiv, da sie unter Schmerzen leiden.

"Bürger können Zivilcourage leisten, indem sie zum Beispiel dem Veterinäramt mitteilen, dass sie streunende Katzen gesehen haben und dem Besitzer, falls es einen gibt, darüber in Kenntnis setzen, dass er sich um seine Katze kümmern muss. Dieser sollte das Tier zu einem Arzt bringen, wenn es Krankheitsanzeichen aufzeigt", so die Tierexpertin.

Der Tierschutzverein appelliert an die Bürger, dass sich Katzenbesitzer gut überlegen sollten, ob sie ihr Haustier nicht doch kastrieren lassen. Somit kann der Problematik der streunenden Katzen entgegengewirkt werden. Nehmen Sie sich ein Herz und helfen Sie mit! (Lea Burkhardt)+++


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