Dem Hünfelder SV (hier mit Nils Wenzel) blieb gegen die SG Barockstadt und Leon Pomnitz häufig die Rückansicht. - Fotos: Jonas Wenzel (Yowe)

HÜNFELD HSV-Ärger über verschenktes Derby

Ein Windstoß in rot und weiß fegte über Hünfeld hinweg

19.10.20 - Selten waren Fußballspiele einseitiger als das Derby in der Hessenliga zwischen dem Hünfelder SV und der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Das 5:0 (2:0) für die Mannschaft von Sedat Gören war aufgrund der Anzahl an hochkarätigen Chancen nicht nur in der Höhe völlig verdient - der HSV war damit sogar noch gut bedient.

Nicht nur ein Hauch von alten Fußball-Tagen wehte ob der 750 Zuschauer in Hünfeld durch die Rhönkampfbahn, sondern auch von Dominanz. Wobei das kein Hauch war, sondern schon ein fester Windstoß, der in rot und weiß über den Platz fegte. Zu keiner Sekunde des Spiels bekamen die Besucher den Eindruck, als würde die SG Barockstadt dieses Spiel irgendwie aus der Hand geben.

Während die SGB mit Tolga Duran und Sebastian Sonnenberger häufig jubeln durfte... ...

Das 1:0 durch Marcel Trägler in der elften Minute, es war überfällig. Schon in den wenigen Minuten zuvor vergaben die Gäste Chancen, die durchaus zur Kategorie "hochkarätig" zählten. Zwar nahm die Gören-Elf nach knapp 20 Minuten etwas den Fuß vom Gas und ermöglichten Alexander Reith durch das Wegrutschen von Sebastian Sonnenberger eine gute Ausgleichschance, jedoch blieb das die einzige Möglichkeit, die die SGB zuließ.

Auch wenn Hessen Dreieich der Barockstadt noch im Nacken sitzt, zum aktuellen Zeitpunkt vermittelt der Tabellenführer der Hessenliga nicht den Eindruck, in eine Schwächephase zu trudeln. "Wir arbeiten immer weiter dran, dass unser Spiel immer besser wird. Heute haben wir da wieder einen Schritt nach vorne gemacht", sagte Gören nach dem Spiel und war vor allem von der Gier seiner Mannschaft begeistert, weitere Tore nachlegen zu wollen.

"Haben das Derby völlig verschenkt"

...ärgerte sich HSV-Trainer Johannes Helmke über das Ergeben seiner Mannschaft. ...

Hünfelds Johannes Helmke hingegen ärgerte sich, dass Derby völlig verschenkt zu haben, sprach gar von einem Ergeben seiner Mannschaft in Durchgang zwei. Sicherlich wird man den verlorenen drei Punkten gegen einen Gegner wie die SG Barockstadt am Ende der Spielzeit nicht nachtrauern, sollte es um jeden Zähler gehen. Jedoch ließen sich die Hünfelder besonders in der Anfangsphase und nach dem 0:3 regelrecht herspielen, ohne in die Zweikämpfe zu kommen.

Zeit zum Durchatmen und verdauen nach jetzt neun Spielen in vier Wochen bleibt nicht, denn schon am Dienstag gastiert der KSV Baunatal in Hünfeld. Den Moment für Überlegungen, die mit zwölf Gegentoren in den letzten drei Spielen löchrig gewordene Defensive wieder sattelfest zu machen, sah Helmke nach Schlusspfiff nicht gekommen. Der Moment für die Trendwende ist gegen die hinter den Erwartungen gebliebenen Baunataler am Dienstag aber gekommen. (Tino Weingarten) +++


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