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Fulda unterlag wegen eines verpatzten Siebenmeters mit einem Tor Unterschied - endet Fuldas Erfolgsspur nun?

Der Abpfiff verhinderte wohl gestern undenkbare Szenen - Alle Fotos: Jörg Moritz

29.03.09 - SPORT

Erste Heimpleite - WF Fulda verlieren 9:10 gegen SV Ludwigsburg - BILDER

Die Wasserball-Mannschaft der Wasserfreunde Fulda (2. Bundesliga-Süd) hat heute Abend die erste Heimspielpleite hinnehmen müssen. Gegen den SV Ludwigsburg unterlagen die Osthessen im "Sportbad Ziehers" mit 9:10 ( 3:2, 2:3; 1:2; 3:3) vor rund 200 Zuschauern. Es gab "strittige Schiedsrichterentscheidungen, eine hitzige Stimmung sowie viele Spielausschlüsse und Sperren". Und das Hallenbad verwandelte sich zum zweiten Mal in diesem Jahr in einen Hexenkessel. 13 Spieler und ein Trainer waren aus Ludwigsburg angereist, um gegen die Osthessen anzutreten. Ludwigsburg befand sich vor dem Spiel auf dem vierten Tabellenplatz. Fulda belegte zu diesem Zeitpunkt den fünften Platz. Alleine die Tabellennachbarschaft versprach ein spannendes und knappes Spiel - und so kam es dann auch.

Die Fuldaer erzielten das erste Tor nach nur knapp 30 Sekunden. Darauf folgte, wie auch oft zu späteren Zeitpunkten, eine Serie an Herausstellungen gegen Fulda. Allerdings konnten die Gegner nur wenige dieser Überzahlsituationen für sich nutzen und gingen somit vorerst nicht in Führung. Nach dem ersten Viertel führte Fulda mit 3:2.

Im zweiten Viertel wurde das Blatt gewendet. Ludwigsburg war nun die stärkere Mannschaft, die durch Konter und bessere "Schiedrichterpfiff- Ausbeute" in Vorsprung gehen konnte. Gleichstand von 5:5 hieß es in der Pause, nach dem, durch viele Unterbrechungen der Schiedsrichter, wohl längstem Viertel der Vereinsgeschichte. Grund für die Unterbrechungen waren unter anderem zwei so genannte "Rollen", zu vergleichen mit der roten Karte im Fussball, gegen Marc Herber und Philip Müller wegen groben Verhaltens im Wasser. Diese Entscheidungen heizte die circa 250 Zuschauer im Sportbad Ziehers auf. Allerdings konnten die Pfiffe gegen die Schiedsrichter und die lautstarke Unterstützung der Heimmannschaft am Ergebnis auch nichts ändern.

Auf die fünf-minütigen Halbzeitpause folgte ein sehr torarmes Viertel. Offensichtlich beinhalteten die Pausenansprachen beider Mannschaften das "Sauberhalten" des eigenen Tores als wichtigstes Ziel. Ludwigsburg gelang hier ein Tor mehr (1:2), sodass sie mit einem Tor Vorsprung in das all entscheidende Viertel einzogen.

Das letzte Viertel war ähnlich Energiegeladen wie das zweite. Sehr zum Ärger der Zuschauer musste auch, der neu für die Wasserfreunde spielende, Asley Maury-Roman aus Kuba das Wasser frühzeitig verlassen. Er ist wie Marc Herber und Philip Müller für das nächste Spiel gesperrt. Den Osthessen gelang es dennoch eine Führung von zwei Toren herauszuspielen. Besonders Jugendnationalspieler Marvin Hohmann konnte hier mit zwei Toren glänzen. Die Heimmannschaft hielt dem Druck aber nicht stand. Ludwigsburg kam noch einmal und führte auf einmal mit 9:10. Die Möglichkeit, 17 Sekunden vor Schluss, durch einen fünf Meter Strafwurf auszugleichen, verpasste Joszef Katona mit einem Schuss an die Latte. Das Spiel endete 9:10 (3:2, 2:3, 1:2, 3:3).

Fulda spielte mit: Darius Kutscha (TOR), Leopold Schollmeier, Marc Herber, Alexander Glania (1 Tor), Dominik de Beisac (1 Tor), Tarek Bary (2 Tore), Alexander Hörl (1 Tor), Asley Maury-Roman, Lukas Geiger, Marvin Hohmann (2 Tore), Steffen Hoffmann (1 Tor), Joszef Katona (1 Tor), Philip Müller

Das nächste Heimspiel der Wasserfreunde findet am Samstag, den 18. April 2009 gegen den SV Cannstatt im Sportbad Ziehers statt. (Johannes Gebhardt) +++


Dabei war Fulda´s Taktik wohl bedacht, doch eine Vielzahl von Aluminiumtreffern verhinderte den Führungsausbau

Heimische Fans heizten die Stimmung auf, zeitweise flogen Gegenstände


Ein resignierender Volker Schunke - im Hintergrund seine Foulausfälle der WFF


Vor Anpfiff ahnte wohl kaum jemand, welch unsportlichen Verlauf das Spiel nehmen würde



Fulda (weiße Kappen) kämpften und verhinderten Gegentreffer im jungen Spiel


Dominik de Beisac

Tarek Bary




Torwart Kutscha musste diesen 5-Meter in den Winkel fliegen sehen











Erste Anzeichen von Unzufriedenheit? -Bis hierhin verlief alles fair



Diplomatie am Spielfeldrand - kritische Szenen führen zu Foul-7-Metern auf beiden seiten


Fulda konnte jedoch nicht verwandeln

Alexander Hörl (weiß)


Halbzeit - und fragende Gesichter






Rein in die letzten zwei Viertel








Der Beginn des Grauens - eine Szene, die vermutlich für die restliche Spielzeit prägend war…

Naury.Roman Asley verpatzt den Torwurf…wird behindert und holt aus…


und schlägt seinen Kontrahenten aus Ludwigsburg.

Ende vom Lied: Fulda´s Nummer 8 wird des Platzes verwiesen.






Trainergespann Hohmann (verdeckt) und Schunke



Schlechte Zeiten: Im Hintergrund Fulda´s Ausfälle und Zeitstrafen





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