Einen Tag nach dem Vorfall suchte die Polizei die Autobahn nach dem Projektil ab - Archivbilder: O|N

FULDA War es gar keine Absicht?

Nach Schuss auf Lkw-Fahrer: Augenzeuge meldet sich bei Polizei

11.11.20 - Es ist kurz vor 16:30 Uhr, ein Schuss kracht: Ein 37- jähriger Lkw-Fahrer wird auf der A7, kurz hinter dem Fuldaer Dreieck, von einem Projektil am Kopf getroffen. Der Mann kann noch bis zu einem nahegelegenen Parkplatz steuern und den Notruf absetzen. Die alarmierten Einsatzkräfte bringen den Schwerverletzten in ein Krankenhaus, hier wird er notoperiert.

Staatsanwältin Dr. Christine Seban

Der Vorfall vom vergangenen Donnerstag beschäftigt nach wie vor die ermittelnden Beamten. Wie Dr. Christine Seban von der Fuldaer Staatsanwaltschaft auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS mitteilt, geht es dem Opfer mittlerweile besser. "In Lebensgefahr schwebte der Mann zum Glück zu keiner Zeit."

Vorfall soll nachgestellt werden

Um den Täter zu fassen, der das bisher unbekannte Geschoss abfeuerte, wird nun ein Dekra-Sachverständigengutachten erstellt. "Dabei soll uns der 37-jähriger Lkw-Fahrer maßgeblich unterstützen." Man plane den genauen Ablauf zu rekonstruieren – auch, um festzustellen, von wo der Schuss exakt kam. "Bisher wissen wir das leider noch nicht." Möglich sei, dass das Geschoss von der Brücke aus abgefeuert wurde, aber auch aus dem nahegelegenen Wald sei denkbar.

Keine Absicht, sondern ein Querschläger?

Links und rechts Wald: Woher kam der Schuss? ...

Aber nicht nur die Identität des Täters und die Art der Kugel ist bisher nicht bekannt. Ungeklärt ist nämlich auch, ob das Projektil den 37-Jährigen überhaupt treffen sollte. Auf die Nachfrage hin, ob es sich beispielsweise um einen Querschläger eines Jägers, der die notwendigen Sicherheitsbestimmungen missachtete, handeln könnte, antwortet Dr. Seban: "Auch daran haben wir bereits gedacht und überprüfen diese Möglichkeit aktuell."

Augenzeuge meldet sich!

Mittlerweile, so bestätigt die Pressesprecherin der Fuldaer Staatsanwaltschaft, habe sich ein Augenzeuge gemeldet, der eine Aussage gemacht habe. "Ob uns diese nun zum Täter führt, bleibt abzuwarten." Einen dringenden Tatverdacht gebe es aktuell jedoch noch nicht. Die Staatsanwaltschaft Fulda und die Kriminalpolizei haben die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen. (mr) +++


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