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29.03.09 - Region

HABEN SIE SCHON ..... Ihre Uhren auf SOMMERZEIT umgestellt? Hintergründiges!

In der vergangenen Nacht wurden wieder einmal die Uhren umgestellt - diesmal von der Winterzeit auf die Sommerzeit. Also um 02:00 Uhr um eine Stunde voraus. Sollten Sie es nicht getan haben - dann haben Sie jetzt leider eine Stunde weniger Zeit! Übrigens: Laut Studien gibt es am Montagmorgen nach der Zeitumstellung von der Winter- / Normalzeit auf die Sommerzeit mehr Verkehrsunfälle als an einem gewöhnlichen Montagmorgen.

Der offizielle Ausdruck für die umgangssprachliche Winterzeit ist „Normalzeit“ (auch „Echtzeit“). Denn nur die Sommerzeit stellt mit ihrer Verschiebung zur normalen Zeit eine Besonderheit dar und wird deshalb als solche bezeichnet. Die Umstellung von der "Normalzeit" (Winterzeit) auf eine "Sommerzeit" wurde 1980 in Deutschland durch das so genannte "Zeitgesetz" eingeführt.

In einigen Ländern Europas wurden die Uhren sowohl während des I. Weltkrieges als auch während des II. Weltkrieges ganzjährig eine Stunde vorgestellt. [2] Von 1945 bis 1966 gab es in den USA kein die Sommerzeit betreffendes Bundesgesetz, und es herrschten lokal unterschiedliche Regelungen. In den meisten Ländern der Europäischen Gemeinschaft wurde die Wiedereinführung der Zeitumstellung von der Normalzeit auf die Sommerzeit im Jahr 1975 beschlossen und 1977 umgesetzt. Als wichtiger Grund galt die Überzeugung, durch eine bessere Nutzung des Tageslichts Energie sparen zu können. Diese Überlegung war insbesondere noch eine Nachwirkung aus der Zeit der Ölkrise.

Umsetzung der Sommerzeitregelung in Deutschland

In Deutschland wird die Zeitumstellung durch das Zeitgesetz geregelt. Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März um 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Zum Zeitpunkt des Beginns der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Die Sommerzeit endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Zum Zeitpunkt des Endes der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.

Für die technische Umsetzung der Zeitumstellungen ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig zuständig. Die PTB programmiert die impulsgebenden Atomuhren in Braunschweig. Diese gleicht die Atomuhrzeit mit der Uhr am Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main ab, der von dort Zeitsignale ausstrahlt. Sie gehen an alle öffentlichen und privaten Funkuhren, an die Steuertechnik von Kraft- und Umspannwerken, Anlagen der Flugsicherung und rund 50.000 Verkehrsampeln.

Die Zeitdifferenz zur Weltzeit UTC (früher Greenwich Mean Time GMT) beträgt während der Sommerzeit +2 Stunden, während der Normalzeit +1 Stunde.

Die Sommerzeit wurde in Europa nach Ablauf der „Probezeit“ beibehalten. Ein Teil der Bevölkerung befürwortet die (scheinbar) längere Helligkeit der Sommerabende. Der Anteil der Befürworter der Sommerzeit in der Bevölkerung ist aber nach Umfragen und Schätzungen seit mehreren Jahren eher rückläufig.

Während Befürworter der Sommerzeit argumentieren, es sei für Menschen natürlich, eher abends das Leben zu genießen, wodurch ihre Produktivität erhöht werde, argumentieren die Gegner, die Anpassung an den neuen Tagesrhythmus dauere mindestens mehrere Tage, sei gesundheitsschädlich und verringere während der Umstellungsphase die Produktivität. Es lägen physiologische Studien vor, nach denen einige zirkadian schwankende Hormonspiegel, ähnlich dem des Stresshormons Kortisol, bis zu viereinhalb Monate bräuchten, um sich vollständig den neuen Gegebenheiten anzupassen (bei einstündiger Zeitumstellung gegen die natürliche Rhythmik, also nach Art der gängigen Sommerzeit) – in umgekehrter, „natürlicher“ Richtung (also bei Eintritt der „Winterzeit“) dauere diese Anpassung nur ca. zwei Wochen. Ob allein diese Hormonspiegelschwankungen bereits krankheitsbefördernd wirken, sei jedoch nicht belegt.

Durch die optimale Ausnutzung des Tageslichts sollte weniger Strom verbraucht werden. Doch heutzutage ist man sich nicht mehr sicher, ob wirklich weniger Energie durch die Zeitumstellung verbraucht wird. So hat das Bundesumweltamt herausgefunden, dass zwar abends tatsächlich weniger häufig der Lichtschalter angeknipst wird, allerdings wird in den Morgenstunden dafür viel mehr geheizt - dadurch wird sogar noch mehr Energie verbraucht. Trotzdem wird weiter an der Sommerzeit festgehalten.

Wird die Uhr dagegen im Herbst von der Sommerzeit (MESZ) auf die normale Zeit (MEZ) umgestellt, so glauben Mediziner durchaus an negative Folgen für die Menschen. Viele wachen morgens eher auf und werden abends früher müde. Auch hier gerät der Rhythmus durcheinander. Beim Einen mehr, beim Anderen weniger. Aber kaum jemand bleibt völlig unbeeinflusst. Häufig stärker betroffen sind ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, deren Organismus sich mit der Anpassung an Zeitumstellungen schwerer tut.

Die Behandlung wird erschwert. Besonders schwierig ist die zweimal im Jahr notwendige Anpassung für Menschen, die bereits unter Schlafstörungen leiden. Die Behandlung wird häufig stark beeinträchtigt. Auch Menschen, die unter organischen Erkrankungen leiden, haben unter der Zeitumstellung besonders zu leiden. Art und Schwere der Symptome sind individuell unterschiedlich. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Zeitumstellung ähneln einem Mini-Jetlag.

Bis sich die innere Uhr und der Tagesablauf wieder aufeinander eingestellt haben, können folgende Symptome auftreten: Schlafstörungen, Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Schwankungen der Herzfrequenz, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit, Appetitlosigkeit und Verdauungsprobleme.

Statistiken weisen die gesundheitliche Problematik nach

Durch die Zeitumstellung werden zwischen 8 1/2 und 12 Prozent mehr Menschen einen Arzt aufsuchen, wobei die Anpassung an die Sommerzeit besonders schwierig ist. Die Einnahme von Schlafmitteln und Antidepressiva steigt ebenfalls an. Aufgrund von Müdigkeit steigt in der Woche nach der Zeitumstellung die Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz. Die Notarzteinsätze nehmen zu. Landwirte klagen darüber, dass auch ihre Tiere unter der Zeitumstellung leiden. Die Fütterungszeiten müssen dem natürlichen Rhythmus angepasst werden. Sie können nicht einfach um eine Stunde verschoben werden, wie das bei Fahrplänen und Arbeitszeiten in der Fall ist. +++

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