Nun startet die Konzepterstellung, damit in wenigen Jahren 1.000 Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge in Osthessen, einem der wichtigsten Logistikknotenpunkte in Deutschland, auf die Straße gebracht werden. - Fotos: Hyundai Hydrogen Mobility AG

FULDA / WIESBADEN Bahn frei für den Wasserstoff

Projekt "HyWheels": 1.000 Brennstoffzellen-Fahrzeuge für Osthessen als Ziel

17.11.20 - Bahn frei für den Wasserstoff: Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Fulda mit ihrer Bewerbung den Zuschlag für das Förderprogramm "HyLand" des Bundesverkehrsministeriums erhalten, das den Wasserstoff-/Brennstoffzellenantrieb (BZ) in Deutschland voranbringen will. Nun startet die Konzepterstellung, damit in wenigen Jahren 1.000 Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge in Osthessen, einem der wichtigsten Logistikknotenpunkte in Deutschland, auf die Straße gebracht werden.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Grüne Verkehrsdienstleistungen als Alleinstellungsmerkmale für regionale Verkehrsunternehmen, Stärkung des Wirtschaftsstandortes durch die Errichtung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft und gleichzeitig ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung. Kurz gesagt: Durch "HyWheels" soll der Wirtschaftsstandort Osthessen gestärkt und ein Beitrag zur Abkehr von fossilen Kraftstoffen im Verkehrssektor geleistet werden.

Bei der Projektanbahnung wurden die Stadt Fulda und der Landkreis Fulda durch die langjährige Expertise der H2BZ-Initiative Hessen und der LEA Landes-Energie-Agentur Hessen unterstützt. Durch das große Netzwerk der beiden Akteure konnten viele Logistikunternehmen für ein "LOI" im Rahmen der Antragstellung gewonnen werden.

Feinkonzept wird erarbeitet


Ein Schwerpunkt des Feinkonzepts liegt auf dem Einsatz von BZ-Lkw. Hier sehen alle beteiligten Akteure das Potenzial zur Anschaffung von mindestens 1.000 mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen. Durch die gemeinschaftliche Beschaffung werden die Mehrkosten für den Betrieb der Fahrzeuge minimiert. Zum anderen sollen für die regionalen Verkehrsunternehmen Wettbewerbsvorteile geschaffen werden, da sie in einem umkämpften Logistikmarkt gefragte grüne Verkehrsdienstleistungen anbieten können. Neben dem Einsatz von BZ-Lkw werden auch Möglichkeiten für den Betrieb von BZ-Bussen, Müllsammelfahrzeugen und Flurförderzeugen für die Intralogistik analysiert. BZ-Pkw könnten beispielsweise in Carsharing-Flotten zum Einsatz kommen. Nun geht es in die nächste Phase, und ein Feinkonzept wird erarbeitet.

"Durch 'HyWheels' möchten wir den Logistikstandort Osthessen stärken und grüne Verkehrsdienstleistungen anbieten. Damit können sich die Unternehmen in einem internationalen Wettbewerb behaupten. Gleichzeitig profitiert die Be-völkerung durch den Aufbau von neuen regionalen Wertschöpfungsketten und der Einsparung von Emissionen wie CO2-, NOX und Lärmemissionen", erläutert Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld.

Digitaler Workshop am 26. November


Bereits mehr als 40 Projektpartner unterstützen das Projekt. Dazu zählen unter anderem Logistikunternehmen, Tankstellenbetreiber, Energieversorger und Endkunden wie Supermarktketten, die grüne Logistikdienstleistungen in Anspruch nehmen möchten. Weitere interessierte Akteure werden gesucht. Ein digitaler Auftaktworkshop ist für den 26. November 2020 geplant. Kontakt: [email protected]. (pm) +++


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