Kirill Kalacov gibt den Kampf gegen MS nicht auf! - Fotos: privat

FULDA "Möchte Krankheit stoppen"

Kirill Kalacov kämpft gegen MS: 50.000 Euro für Stammzellentransplantation

21.11.20 - Kirill Kalacov ist 29 Jahre alt. Der Fuldaer leidet seit inzwischen neun Jahren an der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS). Schübe schränken seinen Alltag zunehmend ein. "Ich bekomme Taubheitsgefühle oder sehe schlecht. Auch das Laufen und Sprechen fällt schwer", erklärt er gegenüber O|N. Grund genug dem ein Riegel vorzuschieben: Er schöpft Mut, Kraft und Hoffnung in eine Stammzellentransplantation. Sein Ziel: Die voranschreitende Krankheit zu stoppen. Doch dafür benötigt er dringend Unterstützung und Spenden. "Die Therapie kostet mit allem zusammen 50.000 Euro - bitte helft mir, damit mein Zustand stabilisiert werden kann." 

Er benötigt dringend Unterstützung für eine Stammzellentherapie. ...

Im Alter von 19 Jahren hat das Taubheitsgefühl von der Fußsohle bis zum Bauch angefangen. Im Klinikum erhielt er nach zwei Wochen die Diagnose MS - und das an seinem 20. Geburtstag. Die aggressive Krankheit zerstört langsam das Gehirn und das Rückenmark - dies führt wiederum zu funktionellen Beeinträchtigungen am ganzen Körper. "Ich habe seitdem schon einiges durchgemacht, verschiedene Medikamente eingenommen. Auch eine Spritzentherapie habe ich ausprobiert - das hat leider nicht viel gebracht." 

Wettlauf gegen die Zeit!

Schübe verschlechtern zunehmend seine gesundheitliche Verfassung. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit - jeder Schaden kann irreparabel enden. Ein Schub wirkte sich auf seinen Sehnerv aus, bis seine Sehkraft auf dem rechten Auge auf fünf Prozent gesunken war. "Mein Auge erholt sich zwar wieder, aber die Krankheit schreitet voran." Ein MRT zeigte daraufhin Schäden im Gehirn und weitere Störungen mit dem Gleichgewicht und der Bewegungskoordination (Ataxie). 


Stammzellentherapie kann Krankheit aufhalten 

Neue Alternativen müssen her. "Ich habe mich nun länger mit der Stammzellentherapie beschäftigt. In Deutschland ist es sehr schwer einen Therapieplatz zu bekommen - deshalb versuche ich es in Moskau." In der russischen Hauptstadt befindet sich eine Spezialklinik für aHSCT mit über 20 Jahren Erfahrung. "Da ich russische Wurzeln habe, bietet es sich an", so Kalacov. "Natürlich musste ich erstmal schwer schlucken, was das Ganze kosten soll. 50.000 Euro ist wirklich eine Hausnummer." Trotzdem ergreift er die Chance und hofft auf eine Therapie.

Neues Immunsystem aufbauen

Die sogenannte aHSCT - autologe hämatopoetische Stammzellentherapie - könne nachweislich das Fortschreiten der Multiplen Sklerose stoppen. In der russischen Einrichtung habe dies in 80 bis 90 Prozent der Fälle zugetroffen. "Dabei versucht die aHSCT das Immunsystem 'neu zu starten'. Das alte, 'kranke' Immunsystem wird durch eine Chemotherapie zerstört und reinjizierte Stammzellen bauen ein neues, von MS freies Immunsystem auf", erklärt der junge Mann weiter. Die gesamte Therapie dauert stationär einen Monat. Danach beträgt der Heilungsprozess zu Hause circa ein Jahr mit einer kurzzeitigen Isolationsphase. "Ich müsste natürlich weiter an mir arbeiten mithilfe einer Physio- und Ergotherapie." 

Spendenaufruf: "1.000 Mal Danke für die bisherige Hilfe"

Die aHCT werde nicht von seiner Krankenkasse übernommen. "Es wird eher auf die Einnahme von Medikamenten gesetzt." Eine Freundin seiner Mutter kämpfte ebenfalls gegen MS. Sie ließ sich erfolgreich unter dieser Therapieform behandeln. Zuvor startete sie einen Spendenaufruf über die Online-Plattform "GoFundMe", um die enorme Summe zu stemmen. So sei er auf die Variante gestoßen. In die 50.000 Euro fließen allgemein die Kosten für die Behandlung, den Krankenhausaufenthalt, das Visum und die Flüge mit ein. Die Nachbehandlungen zählen ebenfalls dazu. 

Vor einigen Tagen wagte auch Kalacov diesen Schritt. "Es ist das Einzige, das weiterhelfen kann, um den Verlauf von MS aufzuhalten." Über den bisherigen Zuspruch ist er unendlich dankbar. "Neben Freunden und Bekannten spendeten ehemalige Mitschüler aus der Realschule oder aus meiner Ausbildungszeit. Ich kann es gar nicht richtig glauben, dass es so tolle Menschen da draußen gibt. Vielen Dank!" Wer dem 29-Jährigen unter die Arme greifen möchte, findet weitere Infos unter https://gf.me/u/y8u5gr. (Maria Franco) +++


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