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Der Lift auf der Wasserkuppe steht vorerst still. - Archivfoto: O|N

GERSFELD (RHÖN) Betreiber hadern mit Beschränkungen

Der Lift als Knackpunkt: Warum Langlauf erlaubt und Ski-Alpin verboten ist

08.12.20 - Es hätte für Skifahrer so schön sein können. Knackige Minustemperaturen und der erste Schnee sorgten in den letzten Tagen in Osthessen für ideale Wintersportbedingungen. Doch die Skier müssen vorerst im Keller bleiben, denn der Liftbetrieb bleibt aufgrund der Corona-Beschränkungen verboten. Die Liftbetreiber sehen dies kritisch.
 
"Ich kann es auf der einen Seite verstehen, weil die Gesundheit der Menschen Vorrang hat, aber wir hatten Corona ja schon im Sommer und haben seitdem Hygienekonzepte ausgearbeitet, die auch jetzt gegriffen hätten", sagt Florian Heitmann, Betriebsleiter der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe.

Viele Liftbetreiber haben ausgearbeitete Hygienekonzepte 

Susanne Büttner und Florian Heitmann leiten die Ski- und Rodelarena Wasserkuppe ...Foto: Philipp Maethner

Viele Liftbetreiber wissen daher, was auf sie zukommt. Ein pauschales Liftverbot ist für Heitmann deshalb unverständlich. "Im Lift hat man genug Abstand, dort können maximal zwei Leute zusammenfahren und das an der frischen Luft, lediglich im Wartebereich kann es zu Gruppenbildungen kommen, aber mit unserem Hygienekonzept hätten wir das auch ohne Probleme in den Griff bekommen."
 
Doch das wird den Betreibern nicht gestattet. Zwar können die Pisten theoretisch genutzt werden, doch ohne Liftbetrieb fehlt es an Einnahmen und eine Präparierung der Piste lohnt sich nicht. Viele Skifahrer weichen daher in den letzten Tagen auf die Langlaufloipe aus. Dort ist Wintersport nämlich ohne große Einschränkungen gestattet. Die Taufsteinloipe in Schotten musste aufgrund des hohen Andrangs am Sonntag Interessierte darauf hinweisen, auf dem Parkplatz und rund um das Loipenhaus auf die Abstandsregeln zu achten.

Warum das eine erlaubt ist und das andere nicht, scheint auf den ersten Blick nur schwer nachvollziehbar. "Es geht einzig und alleine um die kurze Fahrt mit dem Lift", sagt Heitmann. Er hat die Hoffnung auf einen alpinen Skiwinter in dieser Saison auf der Wasserkuppe noch nicht aufgegeben. "Ich hoffe, dass wir im Januar starten können. Sollte irgendwann das Go kommen, sind wir schnell startklar", sagt Heitmann. Möglicherweise kommen die Skifans in der Region ja doch noch auf ihre Kosten. (fh) +++


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