Biberdamm in Flieden. - Fotos: NABU-Flieden

FLIEDEN Schadenssuche durch NABU und Fachbehörde

Störungen im Biberrevier: Damm lässt Wasser durch - "Schwachstelle gefunden"

14.01.21 - Die NABU-Aktiven aus Flieden (Landkreis Fulda) zeigten Einsatz: Nachdem sie wiederholte Störungen an verschiedenen Dämmen in einem Biberrevier im Südkreis bemerkten, suchten sie sofort nach Bekanntwerden der aktuellen Situation am 4. Januar 2021 nach der Ursache des Schadens. "Zunächst konnten wir erstmal nicht erkennen, warum der sehr stabile und äußerlich unbeschädigt wirkende Damm ganz plötzlich massiv Wasser durchließ", so Wolfgang Lauer gegenüber O|N.

Nach dem Ablaufen des Wassers stellten die Mitglieder ein Loch - fast auf Höhe des Dammfußes innenseitig - unklarer Ursache fest. Lediglich im Gewässer selbst, im sogenannten Eselswasser, sei aufgrund des groß angelegten Dammes  noch aufgestautes Wasser zu finden.

Ein Loch wurde im Biberdamm entdeckt.

Die NABU-Mitglieder informierten die Fachbehörde im Landkreis Fulda - diese habe sich das ganze Ausmaß daraufhin mit weiteren Fachleuten angesehen. Die Experten gingen jedoch davon aus, dass die Ursache wohl diesmal ursächlich nicht durch Manipulation, sondern durch eine Schwachstelle im unteren Bereich der Dammabdichtung verursacht wurde (gegebenenfalls durch Materialermüdung). Von da aus konnte sich das Wasser dann in Kürze einen Weg durch den Damm bahnen - mit den sichtbaren Auswirkungen. Der Bestand der Biberburg, der "überlebenswichtige Wohnsitz der Biberfamilie", sei aufgrund ihrer Lage erfreulicherweise durch das abgeflossene Wasser nicht gefährdet, so die Fachbehörde weiter.

Erhalt des Bibersees wichtig

"Wir gehen nun davon aus, dass die Fachleute recht haben mit ihrer Ursachenfeststellung. Wir hoffen, dass die Biberfamilie das Leck dort schnellstens abdichten kann und der Bibersee sich in Kürze wieder füllt. Wir vom NABU-Flieden und viele Bürger aus der Gemeinde, die ebenfalls an dem Erhalt des Bibersees und dem Schutz der Biberfamilie großes Interesse haben, werden die Situation vor Ort weiterhin im Auge behalten", erklärt der Tierfreund.

Ein wahrer Besuchermagnet

Somit bestehe die Hoffnung, dass sich letztlich alles zum Guten wende: "Denn dieses Biberrevier hatte sich, aufgrund der Größe und guten Einsehbarkeit vom Weg aus, inzwischen zu einem Besuchermagnet entwickelt. Besonders in Corona-Zeiten wurde diese Route gerne mal in einen Spaziergang eingebunden. Dort konnte man mit eigenen Augen gut erkennen, was eine Biberfamilie zur Verbesserung Lebensraumsituation für Flora und Fauna zu leisten imstande ist." Voraussetzung sei, wie in diesem Fall, dass das Nahrungsangebot und der Lebensraum stimmen. "So soll es auch in Zukunft bleiben, sodass wir uns weiterhin an der Artenvielfalt dort erfreuen können, die durch dieses Biberrevier geschaffen wurde", heißt es abschließend von Lauer. 

Wer sich weiter für den Biber, seinen Lebensraum und seinen Nutzen für die Artenvielfalt, aber auch für die ehrenamtliche Arbeit der NABU-Gruppe Flieden interessiert, kann sich gerne unter [email protected] melden. (mkr) +++


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