REGION Der Stadtpfarrer bei O|N

Impulse von Stadtpfarrer Buß: Bonbon und Bibel

20.02.21 - Was verbindet eigentlich ein Bonbon mit der Bibel? Quatsch, werden Sie sagen. Wie kann man nur auf so einen Vergleich kommen? Aber bei beidem können wir ganz schön auf den Geschmack kommen. Im Psalm 19 heißt es: "Gottes Wort ist süßer als Honig." Das kann heißen Gottes Wort will mir schmecken. Ich darf's gerne mögen. Ich komm davon nicht los. Es tut mir gut.

Aber wenn wir die Bibel anschauen, dieses dicke Buch, dann stellen wir fest, dass es ganz unterschiedliche Texte enthält. Es begegnen uns also verschiedene Bonbons. Zum Beispiel hier der Schokoladebonbon. Süßer als Honig, damit muss eigentlich Schokolade gemeint sein. Schokoladenbonbons sind einsame Klasse. Ich will mehr. Ich greife immer und immer wieder in die Tüte und kann gar nicht aufhören. Solche Verse in der Bibel, die mir schmecken. Zum Beispiel, wenn ich höre, "Gott ist die Liebe!" (1. Jo. 4,16). Oder: "Ich habe dich immer geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte, habe dich beim Namen rufen!" (Jer. 31,3). Oder: "Fürchte dich nicht! Ich habe dich erlöst, du gehörst zu mir!" (Jes. 43,1). Das gefällt mir schon sehr gut, das schmeckt.

Aber immer nur Schokoladebonbons? Wie wäre es einmal mit einem Vitaminbonbon? Ich will gesund bleiben und fit. Multivitamine sind gut gegen Grippe und Erkältung. Schmeckt zwar nicht immer, aber Vitamine sind dafür umso wichtiger. Wo finde ich diese Bonbons der Bibel? Zum Beispiel: "Kehrt um und ihr werdet leben!" (Ez. 18,32). Nachdenken, was ich tue und lasse. Merken, dass ich schuldig werde und zu wissen, Gott vergibt mir. Ich kann immer wieder neu anfangen. Das ist ein Vitaminstoß für mein Leben. Vitamintexte, in ihnen spricht Gott zu mir, damit er die Chance hat mich neu anzusprechen, mit dem was in meinem Leben nicht in Ordnung ist. Sonst bekommen wir Mangelkrankheiten, wie z. B. fehlende Liebe, wenig Geduld, andere Menschen, denn wir zum Miesmacher werden.

Manchmal braucht es einen Hustenbonbon. Neben den süßen und vitaminhaltigen, gibt es noch die extra starken Hustenbonbons. Die kratzen im Hals, aber sie helfen doch. Viele Verse in der Bibel sind extra stark, aber sie soll mich nicht umhauen, sondern starken machen. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. "In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost" (Jo. 16,33). Gott hilft, stärkt, hält und lässt mich als Mensch nicht allein. Aber ich muss den Bonbon erst einmal schlucken, auch wenn er extra stark ist. Und vielleicht noch zum Schluss: der Gummibonbon. Die sind lecker, sind oft ganz süß, aber sie kleben manchmal an den Zähnen.

Ich kaue darauf herum, versuche mit der Zunge die Reste los zu werden und dahin ist die süße Freude. "Das Wort vom Kreuz", so heißt es im Korintherbrief des Apostel Paulus, "ist eine Torheit, denen verloren gehen. Uns aber, die wir selig werden, ist es eine Kraft Gottes!" (1. Kor.1,18). Oh, das schmeckt mir. Ich werde selig, schön, aber das Wort vom Kreuz, Torheit, verloren gehen, Gottes Kraft. Das klingt alles sehr kompliziert, da muss ich viel pulen und nachdenken, um es zu verstehen. Vielleicht habe ich dann sogar eine Weile keine Lust mehr auf den nächsten Bonbon. Also, es gibt durchaus eine Verbindung zwischen Bonbon und der Bibel. Mit beidem können wir ganz schön auf den Geschmack kommen. Probieren Sie es doch auch einmal! (Stefan Buß) +++

Stadtpfarrer Stefan Buß. Archivfoto: O|N / Hendrik Urbin


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