Fachschulabsolventen/innen der Fachrichtung »Automatisierungstechnik« sind mit ihren praktischen Erfahrungen aus ihrer Erstausbildung und dem Wissen ihrer Aufstiegsfortbildung prädestiniert Theorie und Praxis effizient zu verknüpfen. - Fotos: Ferdinand-Braun-Schule

FULDA Ferdinand-Braun-Schule

Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker für Automatisierungstechnik

25.03.21 - Mit dem Einzug in das neue Automatisierungszentrum bietet die Ferdinand-Braun-Schule ab dem kommenden Schuljahr 2021/22 für Fachkräfte der Metall-, Elektro- und Informationstechnik eine zweijährige Ausbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Automatisierungstechnik an.

Die Digitalisierung übt eine beschleunigende Wirkung auf die Automatisierung von Produktionsprozessen aus. Die Fertigung von Produkten wird zunehmend von vernetzten Automaten und Robotern übernommen. Mit wachsendem Automatisierungsgrad steigt die Flexibilität und Effizienz der Produktion. Die Rüstzeiten der sogenannten »Smart-Factories« verkürzen sich stetig, womit kleine Stückzahlen und individuelle Kundenwünsche möglich werden. Die Automatisierung, wie wir sie schon lange aus der Automobilindustrie kennen, hält nun auch in alle anderen Branchen der Industrie, aber auch in handwerkliche Werkstätten Einzug.

Das Schlagwort hierfür lautet »Industrie 4.0«. Industrie 4.0 ruft neue Berufsbilder hervor, die das Knowhow der industriellen und handwerklichen Fertigung mit digitalen Kompetenzen vereint. Staatlich geprüfte Techniker für Automatisierungstechnik stehen für dieses neue Berufsbild. Sie verfügen über das handwerkliche Knowhow, das sie sich während ihrer Erstausbildung zur Fachkraft in einem Metall-, Elektro- oder Informatikberuf angeeignet haben, und sie besitzen die digitalen Kenntnisse zur Steuerung von Smart-Factories, die sie sich in einer zweijährigen Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker erworben haben.

Die Ferdinand-Braun-Schule verfügt nun für diese Weiterbildung mit dem 1400 m2 großen Automatisierungszentrum über die optimalen Voraussetzungen. In vier modern ausgestatten Laborräumen stehen jeweils 14 Laborplätze für das praktische Studium der pneumatischen und hydraulischen Steuerung, der Sensorik, der Mess- und Regelungstechnik, der Netzwerktechnik, der Robotik sowie für die Programmierung von mechatronischen Produktionsautomaten zur Verfügung. Im fünften Laborraum befindet sich eine Smart-Factory mit 14 vernetzten Produktionseinheiten. Neben den Laborplätzen stehen in jedem Raum zusätzlich 28 PC-Schülerarbeitsplätze für die Vorbereitung und Simulation von Praxisübungen zur Verfügung, denn jede praktische Automatisierungsübung hat einen digitalen Anteil, der einen automatisierten Prozess anstößt, steuert und überwacht.

Die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Automatisierungstechnik ist eine interdisziplinäre Ausbildung, d.h., sie ist eine Aufstiegsfortbildung für beruflich Qualifizierte der Berufsfelder Metall-, Elektro- und Informationstechnik. Zu Beginn des Studiums werden alle für die Automatisierungstechnik benötigten Grundkenntnisse vermittelt. Dies betrifft die Metall-, Elektro- und Informationstechnik gleichermaßen. Es findet in der Fachrichtung Automatisierungstechnik nur die Vertiefung der Metall-, Elektro und Informationstechnik statt, die für die Konfiguration, Installation, Programmierung, Inbetriebnahme und Wartung einer automatisierten Produktion relevant ist.

Neben dem beruflichen Fachwissen werden in der Technikerausbildung auch Lerninhalte der Bereiche Projektmanagement, Betriebswirtschaft und Personalführung vermittelt. Denn Ziel der Aufstiegsfortbildung ist auch, Fachkräfte mit einschlägiger Berufsausbildung und Berufserfahrung für Führungsaufgaben im mittleren Management sowie für die unternehmerische Selbstständigkeit zu qualifizieren. Mit einer Fachschulausbildung erreicht man die höchste Qualifizierungsebene in der beruflichen Bildung. Daneben berechtigt der Abschluss »Staatlich geprüfte Techniker/in« zur Aufnahme eines Studiums an einer Hochschule oder Universität.

Der Staat unterstützt die Fachschulausbildung finanziell mit dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), dem sogenannten »Meister-BAföG«. Es wird Vollzeitstudierenden unabhängig von ihrem Alter und vom Einkommen und Vermögen ihrer Eltern gewährt. Die monatliche Unterhaltsleistung wird zu 100% als Zuschuss ohne Kreditanteil vom Staat gezahlt. Das Meister-BAföG erlaubt die Führung eines eigenen studentischen Haushaltes.

Weitere Informationen über den neuen Ausbildungsgang, die Bewerbungsmodalitäten, die Finanzierung des Studiums sowie Anmeldeformulare finden Sie auf der Homepage der Ferdinand-Braun-Schule. www.ferdinand-braun-schule.de (pm) +++


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