So gesund, sorglos und fröhlich wünschen wir uns unsere Kinder - Symbolbild: pixabay

REGION Reaktionen auf den Hilferuf einer Mutter

Eltern sind gespalten: "Kinder glücklich im Unterricht" vs. "Angst vor Ansteckung"

30.03.21 - Der Hilferuf einer Mutter, den wir am Sonntag veröffentlicht haben, hat viele andere Eltern aus der Region offensichtlich sehr beschäftigt - wir haben jede Menge Zuschriften zum Thema "Schulunterricht jetzt - ja oder nein?" bekommen. Und die Meinungen sind sehr kontrovers: es gibt sowohl Zustimmung für die besorgte Mutter als auch Kritik und den Hinweis, für die Kinder sei der Präsenzunterricht wichtig und eine große Erleichterung nach so vielen Wochen und Monaten Homeschooling. Wir veröffentlichen hier die diversen Denkanstöße.

1) Liebes ON-Team,

ich habe den Artikel von der Mutter gelesen. Vielleicht sollte sie mal ihre Kinder fragen, wie die das sehen. Denn ich bin selber Mutter von zwei Kindern und beide besuchen eine Grundschule in Künzell-Pilgerzell und was soll ich sagen. Die Kinder haben sich nach fast drei Monaten Homeschooling (Anfang Dezember 2020 bis Ende Februar 2021) sooo auf die Schule gefreut und sind wieder richtig aufgeblüht. Sie waren schon teilweise depressiv und erschöpft nur Tag und Nacht  in den eigenen vier Wänden zu sein. Keine Hobbys, keine Freunde treffen oder Familienbesuche. Kontakte so gut wie auf Null. Ich finde, auch trotz der Zahlenbemühen sich die Schulen aktuell so sehr: Indem Wechselunterricht stattfindet, geteilte Klassen, jeden zweiten Tag Schule. Mund Nasenschutz die ganze Zeit auf. Das klappt super in den kleinen Gruppen und die Kids freuen sich, mal Lehrer und andere Kinder usw. zu sehen. Das ist wirklich ein Highlight, dass das so ist, ist schon traurig genug. Ich könnte noch viele Beispiele nennen. Aber falls Risikopatienten im Haushalt leben, kann ich die Sorge auch verstehen, deshalb finde ich, sollte jeder selber entscheiden, ob er sein Kind in die Schule zum Wechselunterricht gibt oder auf Homeschooling zurückgreift. Die Wochenpläne sind eh identisch.

2) Liebes Osthessen-News Team,

gerade habe ich den Artikel der besorgten Mutter gelesen und kann dem überhaupt nicht zustimmen. Ich bin froh, dass meine Tochter wenigstens momentan im Wechselunterricht zur Schule gehen kann. Es gab keine Ausbruchsgeschehen an Schulen, sondern nur Einzelfälle. Das Hygienekonzept an den Schulen funktioniert gut. Die Kinder haben schon so viel Unterrichtsstoff verpasst und es ist eine extreme Belastung, den Lernstoff zu Hause einigermaßen zu übermitteln. Ich hoffe, die Schulen haben weiterhin geöffnet für die Kinder, die gehen möchten. Wenn Eltern hier ein zu hohes Risiko sehen, können Sie ihre Kinder gern zu Hause lassen!!!

3) Vielen Dank für den heutigen Bericht. Unser Sohn geht in die dritte Klasse einer Grundschule in der Gemeinde Eichenzell. Nachdem er in dieser Woche zu Hause beschult wurde, hat er nächste Woche wieder Präsenzunterricht. Wir spielen auch mit dem Gedanken, unseren Sohn in der nächsten Woche nicht in die Schule zu schicken. Eigentlich hatten wir gehofft, dass der Präsenzunterricht bei der sich zuspitzenden Pandemielage im Kreis Fulda ausgesetzt wird. Ich verstehe nicht, auf was die handelnden Personen noch warten. Wir fühlen uns von der Politik immer mehr im Stich gelassen. Bitte bleiben Sie an diesem Thema dran, damit der Präsenzunterricht in der nächsten Woche nicht stattfindet.

4) Sehr geehrte O|N-Redaktion,

die Besorgnis dieser Mutter teile ich voll. Allerdings wundere ich mich nicht, dass der im Amt bestätigte Herr Dr. Wingenfeld noch vor den Wahlen sehr besorgt um die Fuldaer Bürger war, überall war es zu lesen, wie er sich für die Öffnungen der Testzentren engagiert, aber jetzt nicht mehr, weil das war vor den Wahlen, jetzt, danach, kann es erst mal weiter rollen, und die Inzidenz von zurzeit 194? Kein Problem, die Kinder und deren Familien, die Erzieher und die Lehrer sind doch sicher, wir haben doch die Testzentren und die Apotheken wo man sich lassen testen kann. Und?Werden sich dort wirklich alle Kinder und die Eltern testen lassen? Ich, als Ehemann einer KiTa Erzieherin finde das aktuelle Handeln des Fuldaer Bürgermeisters und allen anderen Verantwortlichen in dieser bedrohlichen Situation einfach furchtbar, unverantwortlich und rücksichtslos. Es ist so als ob man uns unbewaffnet direkt an den Front schicken würde und ich glaube nicht, dass man so was einfach hinnehmen muss!

5) Liebes O|N-Team,

ich bin geschockt über die Aussage dieser Mutter. Seit fast einem Jahr gehen die Kinder keinem normalen Alltag mehr entgegen. Der Alltag ist geprägt vom ständigem Improvisieren. In meinem Job und im Berufsalltag meines Mannes geht es ganz normal weiter - weitestgehend ohne Homeoffice (für mich das Unwort des Jahres)!!!! Jede Woche müssen wir neu planen und organisieren. Wir haben ein Häuschen - unsere Wohlfühloase, den Treffpunkt unserer Familie - abzubezahlen.

Von der Corona-Pandemie bleiben Kinder nachgewiesenermaßen - zumindest bei einem normalen Krankheitsverlauf - weitestgehend verschont. Es gibt so viele Krankheiten, von denen man getroffen werden kann! Da ist Corona für uns nicht schlimmer als jede andere Krankheit auch. Aber momentan scheint es keine Krebserkrankungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle, etc. zu geben. Im Gegenteil, Eltern machen ihren Kindern Angst vor der Schule! Etwas ganz normalem ... wenigstens etwas, was uns ein bisschen Normalität gibt. Ich bin schockiert.

Sorry, aber ich werde meine Kinder trotz grade überstandener Quarantäne in Schule und Kindergarten- weiterhin dorthin gehen lassen, um ihnen etwas Normalität zu vermitteln! Ich hoffe, dass sie als gestärkte Kinder aus der Pandemie gehen und sich ohne Ängste ihrer Zukunft stellen! Für die Angstverbreitung der Mutter aus dem Artikel habe ich 0 Verständnis! Sie scheint selbst unter großen Angstzuständen zu leiden. Was soll da aus den Kindern werden???


6) Liebes Redaktionsteam,
 
ich kann dem Beitrag der besorgten Mutter nicht zustimmen. Haben Sie aktuell keine anderen Themen, die sie auf Ihrer Website bringen können? Wenn sie sich schon an Sie wendet, muss sie ganz schön verzweifelt sein. Vielleicht hätte sie sich vorab an den Elternbeirat oder die Schulleitung ihrer Schule wenden sollen, um dort nachzufragen, ob sie ihre Kinder von der Schule befreien lassen kann, anstatt es bei Ihnen zu versuchen.
 
Ich kann nur hoffen, das Sie jetzt genug Gegenwind von Eltern bekommen, die das anders sehen. Es sind noch ganze vier Tage Schule. Wenn, dann sowieso nur im Wechselunterricht. Die Kinder haben bereits ein ganzes Schuljahr mehr oder weniger versäumt. Was soll dieser Bericht jetzt hier? Wollen Sie die Bevölkerung weiter verängstigen und verunsichern? Es reicht doch schon, dass man nichts anderes mehr hört und liest außer Corona. Dann verschonen Sie doch Ihre Leser mit so einem Bericht. 
 
Wie wir alle hier im Landkreis Fulda mitbekommen haben, sind die Schulen keine "Infektionsherde". Es handelt sich wenn um Einzelfälle. Die Hygienekonzepte der Schulen sind doch praktikabel. Diese jetzt noch in der letzten Woche zu schließen wäre schlichtweg unsinnig. Die Familien sind hier die Leidgeplagten. Es ist kein Zuckerschlecken mit Grundschulkindern ein Jahr zu Hause zu lernen. Schlimm genug, dass diese Gruppe keine Lobby hat und immer hinten runterfällt. Aber Hauptsache, wir lassen die Frisöre, Buchläden, Gartencenter und Baumärkte offen.

7) Liebe Redaktion,

viele Menschen viele Meinungen. Über den Bericht, "Warum wird der Unterricht nicht ausgesetzt" habe ich viel nachgedacht. Meine 13 und 15 Jahre alten Kinder haben seit vier Monaten keinen Präsenz-Unterricht mehr gehabt. Sie würden liebend gerne in die Schule gehen!!!! Die weiterführenden Schulen des Landkreises Fulda sind keine Infektionsherde. Alle mir bekannten Ansteckungen sind im privaten Bereich oder im Arbeitsumfeld der Eltern entstanden. Positiv getestete Kinder im Präsenzunterricht (Klassen 5, 6 und Abschlussklassen) haben keine Mitschüler angesteckt. Warum? Weil die Hygienekonzepte in den weiterführenden Schulen stimmen! Es wäre jetzt an der Zeit, dass auch mal die Klassen 7 bis 9 in die Schule zu holen, zumindest für einen Tag pro Woche als Anfang. Wie gesagt, so unterschiedlich die Meinungen.

8) Hallo liebes Osthessen-News-Team,

was soll ich dazu sagen.? 💁🏽 Ich arbeite als Erzieherin im Landkreis Fulda. Die letzten Monate mit 25!! Kindergartenkinder 'face to face', also ganz normal wie immer als wäre nichts. In Schulen werden die Klassen verkleinert und die Kitas, ach, die können ruhig ganz normal alles handhaben. Sie merken, ich kann das alles nicht wirklich ernst nehmen. Natürlich brauchen besonders die Kinder ihre sozialen Kontakte, dennoch -  so!? In der jetzigen Situation? Schnelltests in Schulen schön und gut - in Kitas sollte es ja auch so sein. Die Realität sieht anders aus. Ja, wir haben die Möglichkeit, uns in einer Arztpraxis testen zu lassen, sogar während der Arbeitszeit, was wiederum in der Praxis schwer umzusetzen ist, denn dann fehlt wieder das nötige Personal ( auch wenn es sich um eine relativ kurze Zeit handelt, aber es fehlt!) Wir arbeiten als Erzieherinnen schon ohne "Corona" am Limit. Aber daran wird kaum gedacht, Hauptsache die Kitas haben offen und da ist nichts von "Notbetreuung" zu sehen, wie es in der Öffentlichkeit immer so schön heißt!
Mit freundlichen Grüßen ein kurzes Statement einer Erzieherin in der Realität (ci)+++


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