Einführung von Bürgermeister Dieter Hornung (Bildmitte). Links der bisherige Bürgermeister Simon Sauerbier und rechts der Vorsitzende der Gemeindevertretung Mathias Rauschenberg - Fotos: privat

BURGHAUN Simon Sauerbier verabschiedet

Künftiger Bürgermeister Dieter Hornung (CDU): "Das Schiff auf Kurs steuern"

30.03.21 - Ab Gründonnerstag übernimmt Dieter Hornung (CDU) den Bürgermeisterposten in Burghaun. Er folgt damit dem bisherigen Amtsinhaber Simon Sauerbier, der nach einer Amtszeit zur Wahl Anfang November vergangenen Jahres nicht mehr angetreten war. Sauerbier wechselt zum kommunalen IT-Dienstleister eKom 21. Für Hornung ist es der Wechsel vom ehrenamtlichen Gemeindevertreter in die hauptamtliche Position im Rathaus.

"Der Wechsel aus dem Parlament ins Rathaus wird besonders für mich eine Umgewöhnung bedeuten. Nicht mehr in den Gremien an vorderster Front leidenschaftlich für den meiner oder unserer Ansicht nach besten Kurs für unsere Kommune zu streiten und zu kämpfen, sondern tagtäglich das Schiff zusammen mit meiner Mannschaft auf eben diesen Kurs zu steuern, werde ich im Kopf erst umsetzen müssen", sagte der Christdemokrat aus dem Ortsteil Langenschwarz am Freitagabend bei der Amtseinführung.

Zuvor wurde Sauerbier während der Gemeindevertretersitzung offiziell verabschiedet. In mehreren Redebeiträgen dankten die kommunalen Verantwortlichen dem Bürgermeister für sein Engagement. "Ich habe das Bürgermeisteramt sehr bewusst angestrebt und bin gerne für meine Heimatgemeinde tätig", sagte Sauerbier im vergangenen Jahr zu seiner Entscheidung, keine weitere Amtszeit anstreben zu wollen. Dennoch sei nach der im Jahr 2021 endenden Wahlperiode ein guter Zeitpunkt erreicht, um einen beruflichen Wechsel einzuleiten. Denn in den zurückliegenden Jahren sei es in Burghaun nicht nur gelungen, die seinerzeit äußerst angespannte Lage der Gemeindefinanzen durch eine konsequente Konsolidierung auf einen guten Weg zu bringen, sondern zugleich bedeutende Investitionen in wichtige Infrastrukturen zu koordinieren und umzusetzen.

Sein Nachfolger Dieter Hornung war einziger Kandidat. Der gelernte Betriebswirt und Betriebsleiter einer Gebäudereinigungsfirma erhielt 80,66 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 43,20 Prozent.

"Dank und Anerkennung für Deine geleistete Arbeit"


"Lieber Simon, als Erstes möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, Dir für Deine geleistete Arbeit in den letzten sechs Jahren, insbesondere immer unter hohem persönlichem Einsatz, Dank und Anerkennung auszusprechen. Als wir zusammen letzte Woche im Landratsamt in Fulda waren, bekam ich gesagt: Sie haben einen Vorgänger mit großen Visionen, was durchweg positiv gemeint war. Vielleicht waren die Visionen manchmal etwas zu groß für das kleine Burghaun, vielleicht haben wir die Visionen auch manchmal nicht verstanden, so ehrlich darf man auch sein. Vielleicht war es auch manchmal einfach die falsche Zeit. Ich bin mir jedoch sicher, dass wir von einigen Deiner Projekte in Zukunft profitieren und das eine oder andere Projekt wieder aus der Schublade holen werden, wenn die Zeit reif dafür ist. Einig sind wir uns auf jeden Fall, dass Du manche verkrustete Struktur aufgebrochen und viel in Gang gesetzt hast, was ich jetzt allerdings auch erstmal abarbeiten darf. Vielen Dank auch an dieser Stelle an Deine Frau Carolin, die Dir in den vergangenen sechs Jahren den Rücken freigehalten hat. Herzlichen Dank für Euren Einsatz für unsere Gemeinde", sagte Hornung.

"Infrastrukturmaßnahmen in Grenzen halten"


Was die kommenden politischen Aufgaben angeht, hat Hornung klare Vorstellungen: "Die Überbündelung von Infrastrukturmaßnahmen auf unserem Gemeindegebiet muss in Grenzen gehalten werden. Wir sind gerne bereit, unseren Teil beizutragen. Aber nur, weil die Menschen in Frankfurt aus dem vierten Stock nur Beton sehen, sich dann mehr Natur wünschen und den Planeten mit erneuerbaren Energien vor unserer Haustür retten wollen, wo doch mit Wasser aus dem Vogelsberg die städtischen Bäume gegossen werden, dann, finde ich, läuft etwas falsch. Wenn man mit dem Zug von Fulda nach Erfurt in 62 Minuten kommen soll, was ungefähr der Busanbindung von Langenschwarz nach Hünfeld entspricht, und nur wir hier die Belastungen tragen, dann, finde ich, läuft etwas falsch. Wenn wir die ganzen Belastungen tragen, das alles aber auch noch im gleichen Maße mitfinanzieren sollen, der Wohnraum in den Städten subventioniert wird, wir aber zur Attraktivitätssteigerung unserer Orte nicht mal einen Norma-Markt in Rothenkirchen genehmigt bekommen, dann, sehr geehrte Damen und Herren, läuft etwas richtig, richtig falsch. Auch hier werde ich mich dafür einsetzen, dass wir mehr Gehör bekommen", sagt der Christdemokrat.

Besonders wichtig sei es Hornung jedoch, "dass wir es nach Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und so weiter schaffen, die Menschen wieder zusammenzuführen. Das Miteinander der Bürgerinnen und Bürger, die ehrenamtlichen Tätigkeiten, wie zum Beispiel in der Feuerwehr, und das Engagement, in welchen Vereinen auch immer, ist es, dass unser Leben auf dem Land so besonders macht." Dieter Hornung, der selbst in einigen Vereinen aktiv ist, sagte in seiner Rede: "Ich möchte und werde meinen Beitrag dazu leisten, alle unsere neun Ortsteile lebens- und liebenswert zu erhalten." (Hans-Hubertus Braune) +++


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