Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Monat in Ost- und Waldhessen nur sehr gering angestiegen. - Symbolbild: O|N / Kevin Kunze

REGION Der Arbeitsmarkt im März 2021

Arbeitslosigkeit sinkt deutlich, jedoch Anstieg bei Langzeitarbeitslosen

31.03.21 - Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Monat in Ost- und Waldhessen deutlich gesunken. Aktuell sind 6.957 Personen arbeitslos gemeldet. Dies sind 388 weniger als im Februar. Der Abstand zum Vorjahr hat sich weiter verringert, dennoch liegt die Arbeitslosigkeit noch um 18,4 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist auf 3,6 Prozent gefallen (Vormonat: 3,9 Prozent; Vorjahr: 3,1 Prozent) und liegt weit unter dem Hessendurchschnitt von 5,5 Prozent.

"Trotz des Lockdowns ist die Arbeitslosigkeit im März gegenüber dem Vormonat stärker zurückgegangen als in den vergangenen drei Jahren. Das halte ich für sehr bemerkenswert", kommentiert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, der erste Anzeichen einer Frühjahrsbelebung sieht. Von der positiven Entwicklung gegenüber dem Vormonat haben nahezu alle Personengruppen in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg profitiert. Erfreulicherweise ging die Arbeitslosigkeit auch bei den jüngeren Menschen unter 25 Jahren zurück. Die begrenzte Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes macht sich jedoch beim Anstieg der langzeitarbeitslosen Menschen bemerkbar. Hier erhöhte sich die Zahl innerhalb eines Monats um 50 (+2,6 Prozent). Zum März 2020 beträgt der Anstieg sogar 577 (+41,9 Prozent).

Kurzarbeit

Die Unternehmen und Betriebe in der Region nutzen zur Sicherung von Beschäftigung weiterhin stark das Instrument der Kurzarbeit. Seit Mitte März 2020 haben insgesamt 4.979 Betriebe für 72.403 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, können erst mit einigen Monaten Verzögerung Aussagen zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit getroffen werden. Demnach haben im Oktober vergangenen Jahres 11.367 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen. Das waren 7,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk. Erste Hochrechnungen weisen auf einen Anstieg für den November hin.

Im Landkreis Fulda

Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Monat in der Region Fulda deutlich gesunken. Aktuell sind 4.404 Personen arbeitslos gemeldet. Dies sind 236 weniger als im Februar. Der Abstand zum Vorjahr hat sich weiter verringert, dennoch liegt die Arbeitslosigkeit noch um 24,8 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist auf 3,5 Prozent gefallen (Vormonat: 3,7 Prozent; Vorjahr: 2,8 Prozent) und ist bei weitem die niedrigste in Hessen, wo der Durchschnitt bei 5,5 Prozent lag.

Auch in der Pandemiekrise stellt sich die Situation im Altkreis Hünfeld etwas günstiger dar als im gesamten Landkreis. Hier liegt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent. 

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Monat in Waldhessen deutlich gesunken. Aktuell sind 2.553 Personen arbeitslos gemeldet. Dies sind 152 weniger als im Februar. Der Abstand zum Vorjahr hat sich weiter verringert, dennoch liegt die Arbeitslosigkeit noch um 8,8 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist auf 4,0 Prozent gefallen (Vormonat: 4,2 Prozent; Vorjahr: 3,6 Prozent) und liegt weit unter dem Hessendurchschnitt von 5,5 Prozent.

Besonders positiv fällt der Arbeitslosigkeit im Altkreis Rotenburg auf (-6 Prozent zum Vormonat). Damit liegt die Arbeitslosigkeit nur noch um 5,3 Prozent über der des Vorjahres. (pm) +++


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