Bischöfin Dr. Beate Hofmann erklärt in ihrer Osterbotschaft: "Wer auf die Botschaft vertraut, kann Sorgen leichter aushalten." - Archivfoto: O|N/Jonas Wenzel (Yowe)

REGION "Anfang von etwas Neuem"

Bischöfin Hofmann: Wer auf Botschaft vertraut, kann Sorgen leichter aushalten

02.04.21 - Zum zweiten Mal findet Ostern, das höchste christliche Fest, unter Pandemiebedingungen statt. "Die Corona-Pandemie erleben wir als einen Einbruch, eine tiefe Irritation und Infragestellung unseres bisherigen Lebens", sagt die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, in ihrer Osterbotschaft. Nach einem Jahr in verschiedenen Stufen des Lockdowns seien viele Zukunftsfragen offen. Auch die Ostererfahrung sei mit vielen Fragen und Infragestellungen verbunden gewesen, schildert die Bischöfin mit Verweis auf das leere Grab: "Er ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden – was hat diese Botschaft zu bedeuten? Was sollen wir tun? Wie geht es weiter?"

Auferstehung bezeichnet Hofmann als einen "Wandlungsprozess in etwas radikal Neues, das so anders ist, dass wir es schwer erfassen können". Und doch stecke darin eine große Kraft. "Es gibt da etwas, das über das Vorfindliche, über Frustration, Absagen, Todeszahlen und R-Wert hinausreicht: eine Geschichte, eine Erfahrung, eine Perspektive. Sie erzählt von einem leeren Grab, von Erschrecken und Nichtverstehen, aber auch von Verwandlung, von neuer Orientierung, die das Herz leicht macht und die Hoffnung stärkt", so die Bischöfin. Die Jüngerinnen und Jünger Jesu hätten 50 Tage gebraucht, bis sie diese Botschaft verstanden und als frohe Botschaft in die Welt trugen: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

"Wer auf diese Botschaft vertraut, kann die Ungewissheit, auch die Angst und die Sorgen, die das Leben in Pandemiezeiten mit sich bringt, leichter aushalten und in Unvertrautes, Neues gehen", betont die Bischöfin: "Ostern erzählt von einem Ende, das einen Anfang macht."

Und das lässt mich hoffen, dass auch wir in einem Ende stecken, das der Anfang von etwas Neuem ist. Es lässt mich hoffen, dass da, wo nur noch lähmendes Schweigen ist, weil man sich nicht mehr über Coronaregeln streiten oder Argumente pro und contra Impfen austauschen mag, dass da wieder Worte wachsen und Wege zueinander entstehen, dass die, die jetzt noch wie vergraben zuhause leben, in Angst vor Ansteckung, wieder herauskommen, sich wieder beteiligen am Leben, am Miteinander, am Zusammenleben. Dass all die, die in Sorge um ihre Zukunft leben oder vor leeren Kassen stehen, neue Perspektiven finden und dass die, die immer noch fassungslos an einem Grab stehen und einen suchen, der nicht mehr da ist, ergriffen und getröstet werden von der Botschaft: Er ist nicht hier, er ist auferstanden."

Ostern 2021 – ein Fest in Vielfalt


Ostern verspricht in diesem Jahr ein Fest in Vielfalt zu werden. Wo es die Inzidenzwerte zulassen, finden Gottesdienste in den Gemeinden der EKKW unter den geltenden Abstands- und Hygieneregeln in den Kirchen und im Freien satt. Alternativ oder zusätzlich gibt es zahlreiche weitere Angebote, etwa Stationenwege, Gottesdienste und Texte zum Mitnehmen, Telefon- und Videoandachten. Auf der Internetseite der Landeskirche unter www.ekkw.de gibt es viele Anregungen. Ein feierlicher Video-Gottesdienst mit Bischöfin Dr. Beate Hofmann kann dort ab Ostersonntag, 4. April, abgerufen werden. Auch das "blick in die kirche magazin", das den großen Tageszeitungen beiliegt und unter www.blickindiekirche.de ab 2. April, 10:00 Uhr aufgerufen werden kann, stimmt unter dem Titel "Warten auf Wunder" auf Ostern ein.

Glockengeläut als Zeichen der Hoffnung


Angesichts der weiter andauernden Corona-Pandemie wollen die Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck auch ein akustisches Zeichen der Hoffnung setzen: Am Ostersonntag sollen von 12 bis 12.10 Uhr die Kirchenglocken läuten. "Die von Ostern ausgehende Botschaft brauchen wir gerade auch angesichts der zunehmenden Sorge über die Entwicklung des Infektionsgeschehens", sagt Prälat Bernd Böttner. Mit dem hörbaren Zeichen – in einigen Kirchengemeinden der EKKW wird dies bereits um 10 Uhr erklingen – wolle man ermöglichen, sich von der Osterbotschaft berühren zu lassen. (pm)+++


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