FULDA Der Stadtpfarrer bei O|N

Impulse von Stadtpfarrer Buß: "Optimismus"

28.04.21 - Dietrich Bonhoeffer (*4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg) der lutherischer Theologe war Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt. Etwa ab 1938 schloss er sich dem Widerstand an. 1940 erhielt er Redeverbot und 1941 Schreibverbot. Am 5. April 1943 wurde er verhaftet und zwei Jahre später auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers als einer der letzten NS-Gegner, die mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht wurden, hingerichtet.

Der Stadtpfarrer Stefan Buß. Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin

Er prägte das Wort: "Optimismus ist in seinem Wesen keine Ansicht über die gegenwärtige Situation, sondern er ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignieren, eine Kraft, den Kopf hochzuhalten, wenn alles fehlzuschlagen scheint, eine Kraft, Rückschläge zu ertragen, eine Kraft, die die Zukunft niemals dem Gegner lässt, sondern sie für sich in Anspruch nimmt." Ein solches Wort, als sei es hineingesprochen in die derzeitige Situation. Dietrich Bonhoeffer spricht es in der Situation der Bedrohung seines Lebens und strahlt dabei Optimismus, Zuversicht und Gottvertrauen aus. Es ist das Kennzeichen des Christen oder wie es Paulus sagt "Wider alle Hoffnung hoffen" (vgl. Röm. 4,18). Und wie oft kommt man in Lebenssituationen, da könnte man lieber aufgeben, da verliert man eher die Hoffnung.

Gut ist es dann, wenn es einen Menschen in der Nähe gibt, der die Zuversicht behält, sich nicht von Ängsten mitreißen lässt, sondern sie aushält und "überlebt". Dann können sie auch für einen Ängstlichen verdaulich, erträglich werden. Noch besser: Wenn man mit einer hilfreichen Macht rechnen kann, die einen schützt und trägt. Auf wen setze ich also meine Hoffnung? Gerade dann, wenn es schwierig ist im Leben, da brauche ich etwas, auf das ich hoffen kann. Die Aussicht zum Beispiel, dass die schwierige Situation irgendwann und irgendwie besser werden wird. Ich brauche jemanden, bei dem ich davon ausgehen kann, dass meine Hoffnung nicht enttäuscht wird. Hoffnung ist erst dann tragfähig, wenn sie sich in den Krisen des Lebens nicht einfach in Wohlgefallen auflöst. Ja – wenn sie selbst im Angesicht des Todes noch verlässlich ist und nicht kaputt gemacht werden kann. Diese Hoffnung, so verspricht es die Bibel, haben Christen in Jesus Christus. Sie bekommt ihre Kraft durch das, was er am Kreuz getan hat: Jesus starb für uns. Er nahm unsere Schuld auf sich. Aber er blieb nicht im Grab. Er ist auferstanden und besiegte den Tod.

Das bedeutet: Nicht der Tod, nicht das Leid und nicht unsere Schuld haben das letzte Wort, sondern Jesus Christus. So sagt es zumindest die Bibel. Was ich und viele andere Christen in der Beziehung zu Jesus erfahren und erlebt haben zeigt, dass wir in Jesus Christus eine lebendige Hoffnung haben. Auf diesem Hintergrund lässt sich das Wort von Dietrich Bonhoeffer nachvollziehen: "Optimismus ist eine Lebenskraft!" (Stefan Buß) +++


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