"Es ist wahrscheinlich, dass die giftigen Stoffe, die momentan freigesetzt werden, über Versickerung ins Grundwasser gelangen." - Symbolbild: Pixabay

HOMBERG (OHM) "Krebserregende Sprengstoffe dokumentiert"

Gift auf dem Weg ins Grundwasser? Umweltschützer fordern A49-Baustopp

28.04.21 - Erneut schlagen Umweltschützer im Rahmen der A49 Alarm: Sie fordern den sofortigen Entzug der wasserrechtlichen Genehmigung für den Ausbau der Autobahn. Grund: Jüngste Recherchen haben laut der Autobahngegner "gravierende Versäumnisse" bei der Sanierung des Geländes des ehemaligen Sprengstoffwerkes der WASAG in Stadtallendorf zutage gebracht.

"Wir fordern hiermit, die wasserrechtliche Genehmigung für den Bauabschnitt VKE 40 der A49 umgehend zurückzuziehen, bis sichergestellt ist, dass von den Altlasten im Bereich des Sprengstoffwerkes der WASAG in Stadtallendorf keine Gefahr ausgeht", so die Umweltschützer.

Gutachten weist Sprengstoffverbindungen auf

Denn im vom Ausbau der A49 betroffenen Gelände seien erbgutschädigende, krebserregende Sprengstoffe dokumentiert, die im Planfeststellungsbeschluss nicht aufgelistet sind und auch der Bundesregierung bislang nicht vorliegen würden. "Wurzelstöcke, die laut einem Leitfaden zu Sprengstoffaltlasten über Auswaschungen Sprengstoffreste aufnehmen, wurden geschreddert und über die Trasse verteilt." Außerdem habe ein Gutachten im betroffenen Gelände auch in Ton und Buntsandstein Sprengstoffverbindungen nachgewiesen. 

Archivfotos: O|N / Carina Jirsch

"Es ist wahrscheinlich, dass die giftigen Stoffe, die momentan freigesetzt werden, über Versickerung ins Grundwasser gelangen. Wegen der Fließrichtung gelangen sie von dort ins nahegelegene Wasserschutzgebiet, aus dem sich die Trinkwasserversorgung von 500.000 Menschen speist", warnen die Autobahngegner.

"Bauarbeiten einstellen!"

Für Barbara Schlemmer und die Umweltaktivisten sind dies "schwerwiegende Versäumnisse", die umgehend aufzuarbeiten seien - bis dahin sollen alle weiteren Bauarbeiten in diesem Bereich eingestellt werden. Voraussetzung für weitere Arbeiten auf dem Gelände sei eine vorherige komplette Sanierung des Geländes. "Wir fordern Sie dazu auf, eine solche Sanierung unter Berücksichtigung der dokumentierten Erkenntnisse umgehend zu veranlassen, um Gefahren für die Gesundheit der Anwohner:innen abzuwenden." (Luisa Diegel) +++


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