#beigottbrenntlicht (von links): Pfarrerin Anke Mölleken (Lutherkirche), Pfarrerin Imke Leipold (Kirchenkreis Bad Hersfeld), Claudia Pfannenmüller (evangelische Kirche Fulda) und Bernadette Wahl (Citypastoral Fulda) - Fotos: Henrik Schmitt

FULDA Heute hätte der Hessentag begonnen

"#beigottbrenntlicht": Schöne Mitmach-Graffiti-Kunstaktion als Trostpflaster

21.05.21 - Eigentlich hätte heute in Fulda der Hessentag beginnen sollen. Hunderte Events waren dafür geplant. Auch zahlreiche ökumenische, etwa eine Installation in der Michaelskirche unter dem Motto "Unterm Sternenhimmel". Alles wegen der Pandemie abgesagt. Alles? Nein! Pünktlich zum Pfingstfest haben die katholische und die evangelische Kirche eine Graffiti-Kunstaktion mit dem Titel "#beigottbrenntlicht" gestartet, bei der sich alle Bürgerinnen und Bürger aktiv miteinbringen können.

"Wir haben so viel Arbeit in die Vorbereitungen des Hessentags gesteckt", sagt Bernadette Wahl, Referentin des Citypastorals in Fulda, gegenüber OSTHESSEN|NEWS. "Da wäre es schade gewesen, überhaupt nichts zu machen." Und Pfarrerin Imke Leipold vom Kirchenkreis Bad Hersfeld ergänzt: "Also ist uns die Idee mit der Kunstaktion gekommen. Schon um ein Zeichen der Hoffnung in schweren Zeiten zu setzen."

"#beigottbrenntlicht" – was steckt dahinter? An vier markanten Standorten in der Innenstadt sind bis Anfang Juni vier Graffiti-Flächen aufgestellt, auf denen Menschen gezeigt werden, die den Sternenhimmel aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Der Clou: In den umliegenden Kirchen und Läden liegen kostenlose Sterne aus, die die Passanten selbst auf die Graffitis kleben können. Am Ende ergibt sich daraus ein leuchtender Sternenhimmel.

Inspiration für die Arbeit war ein Zitat des französischen Schriftstellers Jules Renard: "Sterne: Bei Gott brennt Licht!" "Die Corona-Pandemie bringt so viel Dunkelheit mit sich, dass wir in Familie, Gesellschaft und Kirche helle Momente brauchen", sagt der Streetart-Künstler Mika Springwald aus Osnabrück, der am 30. Mai um 15 Uhr seine Künste am Bonifatius-Denkmal öffentlich präsentieren wird.

Dort befindet sich der erste Standort für die Graffiti-Wände. Weitere sind im Schlossgarten zwischen dem Teich und dem chinesischen Pavillon, am Bahnhof und im Bermuda-Dreieck in der Karlstraße, wo Bernadette Wahl und Imke Leipold am frühen Donnerstagabend das Projekt den Medien vorstellte. Dieses wurde vom Bistum Fulda, der Diakonie Hessen sowie den Evangelischen Kirchen von Kurhessen-Waldeck sowie Hessen und Nassau initiiert und wird von der Stadt unterstützt.

Fulda führt seit 2019 als einzige deutsche Stadt den Titel "Sternenstadt". Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sagt dazu: "Ich freue mich, dass mit dieser ökumenischen Aktion das Gemeinschaftsgefühl eines Hessentages zumindest ein Stück weit erzeugt wird." Die Botschaft "Du bist nicht allein" sei in diesen Zeiten für alle besonders wertvoll. (mw) +++


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