Beste Stimmung am Montagabend im Bermuda-Dreieck - Fotos: Carina Jirsch

FULDA Ein Bierchen auf die Öffnung!

"Mir kamen direkt Tränchen": Außengastronomie auch abends gut besucht

01.06.21 - Aufbruchstimmung! War die Außengastronomie in der Fuldaer Innenstadt bereits am Montagmittag gut besucht (OSTHESSEN|NEWS berichtete), so lockte das schöne Frühlingswetter auch am Abend viele vor die Kneipen, Restaurants und in die Biergärten, um nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder ein frischgezapftes Bierchen oder einen Vino zu genießen.

Stammtisch in den "Drei Linden"

"Wir hatten für abends etwa 50 Reservierungen", sagt Anton Henning, Chef des Gasthauses "Drei Linden" im Stadtteil Neuenberg. "Das Öffnen nach sieben Monaten Lockdown hat mir direkt ein paar Tränchen in die Augen getrieben, schließlich hat man gegenüber seinen Angestellten ja auch eine Verantwortung." Es sei ein komisches Gefühl: "Ich komme mir momentan mehr wie eine Gastropolizei als ein Gastronom vor", gesteht der 38-Jährige, der seine Sache sehr ernst nimmt, jeden Gast am Eingang des Biergartens persönlich begrüßt und die Vorgaben, ob jemand negativ getestet, doppelt geimpft oder genesen ist, penibel kontrolliert.

Anton Henning von den "Drei Linden" im Gespräch mit O|N-Redakteur Matthias Witzel ...

Was die Gäste locker nehmen, wie etwa Paul Klüber, Rolf Knips und Karl-Heinz Liese. Das muntere Senioren-Trio hat sich vor der Pandemie mit weiteren Freunden jeden Montag zum Stammtisch getroffen. Zwei von ihnen sind mittlerweile durchgeimpft – also alles save. Und so schmeckt ihnen das kühle Blonde an diesem Abend besonders gut. "Das ist schon toll. Die ganze Zeit war Fulda das Schlusslicht in Sachen Corona, und jetzt sind wir hessenweit ganz vorn. Die Politiker hier in der Region haben das gut hingekriegt", loben sie.

Lida Karad leitet "Breuers Restaurant"

Auch Lida Karad von "Breuers Restaurant" in der Pfandhausstraße freut sich natürlich über die Öffnung, traut dem Frieden aber nicht so recht. "Wir haben im Lockdown sämtliche Aushilfen verloren und wissen gar nicht, wie wir für die nächsten Monate planen sollen", sagt die 31-Jährige. Erstens falle durch abgesagte kulturelle Großveranstaltungen potenzielle Kundschaft weg. Zweitens wisse man gar nicht, wie sich die Situation entwickeln wird. "Die Ärzte sagen, im Sommer wird es immer besser. Aber ob wir dann auch im nächsten Winter weiter durchgängig öffnen können …? Das war ja im letzten Jahr genauso. Und ich höre immer wieder, dass sich viele nicht impfen oder gar nur testen lassen wollen."

Diese – vielleicht nicht ganz so abwegige – Skepsis teilten die vornehmlich jungen Leute im Bermuda-Dreieck am Montagabend größtenteils nicht. Da war’s schon ziemlich überfüllt, und man kann’s ja auch verstehen. "Die Leute freuen sich eben, mal wieder draußen zu sitzen", meint Eddi, der im "Altstadt" kellnert. "Aber wir haben versucht, möglichst viel Abstand zwischen den Tischen zu halten. Und für unsere vorgeschriebenen Kontrollen haben auch alle Verständnis." – Alle von O|N Befragten waren sich am Montagabend übrigens in einem Punkt einig: "Wenn jetzt auch noch bald die Innengastronomie öffnen darf, das wär’s." (mw) +++ 

Eddi vom "Altstadt"

Impressionen vom Landgasthof "Zur Linde" in Bimbach Fotos: Henrik Schmitt


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