75 Jahre AWO Kreisverband Fulda (von links): Ilona Götz, Sina Ilchmann und Bernhard Lindner - Fotos: Carina Jirsch

FULDA Info-Stand und Geocaching-Rätsel

"Sozial. Kompetent. Dynamisch": 75 Jahre AWO-Kreisverband

11.06.21 - "Sozial. Kompetent. Dynamisch": Mit diesen drei Schlagworten feiert der Fuldaer Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in diesen Tagen sein 75-jähriges Bestehen. Im riesigen Garten der AWO-Begegnungsstätte Südend in der Frankfurter Straße 59 stellten der Kreisverbandsvorsitzende Bernhard Lindner, Südend-Leiterin Sina Ilchmann und Ilona Götz vom AWO-"Büro Aktiv" am Donnerstagmittag den Verband und seine Arbeit der Presse vor.

Historische Fotos aus der 75-jährigen Geschichte der AWO in Fulda Fotos: AWO-Archiv

Bernhard Lindner

"Gegründet wurde der Kreisverband 1946 in der harten Nachkriegszeit von Erna Hosemann, nach der ein Seniorenheim in Ziehers-Nord benannt ist", erklärt Bernhard Lindner. "Damals entstanden zum Beispiel Nähstuben oder Suppenküchen." 75 Jahre später habe sich inhaltlich zwar viel verändert, eines aber ist geblieben: "Wir greifen nach wie vor die Nöte der Menschen auf."

Ilona Götz

Sina Ilchmann

Und diese sind vielfältig: So bietet die AWO diverse Sprechstunden wie Migrations- und Schuldnerberatungen an, sie betreibt ein "Kaufhaus mit Herz", eine Fahrrad- und eine Holzwerkstatt und setzt auf offene Jugendarbeit, um nur einige der vielen Aktivitäten zu nennen. 14 Standorte gibt es in der Stadt, sechs weitere im Landkreis Fulda. Hinter allem steckt eine Idee: "Wir kämpfen für eine sozial gerechte Gesellschaft und nehmen politisch Einfluss. Dieses Ziel verfolgen wir mit Engagement und professionellen Dienstleistungen." Die Werte der AWO seien Toleranz, Solidarität, Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit.

"Unser Angebot wird auch deshalb so gut angenommen, weil es so niedrigschwellig ist", sagt Sina Ilchmann, die die Begegnungsstätte Südend seit drei Jahren leitet. Und Lindner ergänzt: "Wir haben jährlich etwa 60.000 Nutzer. Auch in der Pandemie haben wir gemacht, was nur eben möglich war." So zum Beispiel eine Masken-Nähaktion im März 2020, für die es prompt den Fuldaer Integrationspreis gab. Etwa 30 Frauen und Männer allen Alters und aus verschiedenen Nationen hatten damals in kürzester Zeit 1.000 Masken hergestellt.

Etwa 500 Mitglieder hat der AWO-Kreisverband, 116 davon sind hauptamtlich tätig, ca. 250 ehrenamtlich, dazu kommen etwa 150 Übungsleiter, die zum Beispiel Hip-Hop-Kurse anbieten, Schach für Kinder oder russische Konversationsrunden. "Wir sind ein eben ein ganz bunter Haufen", meint Ilona Götz.

Dabei wissen viele gar nicht, wie sich die AWO in Fulda entwickelt hat. Um dies zu ändern, ist der Kreisverband am 3. Juli am Uniplatz mit einem Info-Stand und Mitmachaktionen vertreten. Darüber hinaus veranstaltet er eine Jubiläumstour durch die Innenstadt in Form eines Geocaching-Rätsels, das an verschiedenen Stationen die Geschichte der AWO erzählt. "Und wenn wir die Pandemie hinter uns haben, werden wir mit Sicherheit auch in kleinerem Rahmen ein Fest veranstalten", freut sich Bernhard Lindner schon jetzt.

Weitere Informationen rund um die AWO und ihr Jubiläum finden Sie unter www.awo-fulda.de. (mw) +++



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