Diskussionsrunde in der Werkhalle am Montagetisch: Katrin Schmidt-Wagner, Norbert Wagner, Dr. Stefan Winter (im Vordergrund) und Dr. Berndt Ott. - Foto: Daniel Schmidt

LAUTERBACH Branche kämpft mit Problemen

Diskussionsrunde in der Werkhalle: Grüne zur Versorgungssituation mit Bauholz

11.06.21 - Zu den aktuellen Problemen bei der Versorgung mit Holzprodukten und anderen Baustoffen hat sich der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen vor kurzem bei einem Ortstermin in der Abbundhalle des Holzbauunternehmens Schmidt in Maar informiert. Die beiden Geschäftsführer Katrin Schmidt-Wagner und Norbert Wagner berichteten den Vertretern der Grünen, Dr. Berndt Ott, Dr. Stefan Winter und Daniel Schmidt über die teilweise erheblichen Probleme in der Baubranche.

Gemeinsam wurden Lösungsansätze diskutiert, woraus ein Positionspapier entsteht, welches die Grünen in die Lan-despolitik einbringen werden. Trotz der in großen Mengen verfügbaren Rohware und voll ausgelasteter Sägewerke besteht eine Verknappung der für den Holzbau so wichtigen Produkte wie Konstruktionsvollholz, Brettschichtholz und Holzfaserdämmstoffe, die zu einer erheblichen Preiserhöhung führen. Teilweise wird das Mehrfache des üblichen Handelspreises aufgerufen. Auch andere Baustoffe sind von diesem Trend betroffen. Dies führt nicht nur bei Unternehmen trotz voller Auftragsbücher zu Lieferengpässen bis hin zu Kurzarbeit, sondern sorgt auch bei Bauherren aufgrund gestiegener Preise für erhebliche Probleme.

"Verkettung ungünstiger Bedingungen"


Bei den Ursachen handelt es sich nach Einschätzung von Prof. Dr. Winter, verantwortlich für den Bereich Holzbau und Baukonstruktion an der Technischen Universität München um eine "Verkettung ungünstiger Bedingungen". Dazu zählen die anhaltend boomende (Holz-)Baubranche, Exportüberschüsse nach China und Amerika und Schnellverkäufe von schädlingsbefallener Rohware nach Übersee. "Darunter leidet die gesamte Branche einschließlich der Endverbraucher", so sein Fazit.

Den Grünen ist es wichtig, Ansätze für eine kurz- und mittelfristige Entspannung der Situation zu finden. "Der Holzbau, der in den letzten Jahren kontinuierlich Marktanteile gewonnen hat, darf jetzt nicht ausgebremst werden!", so Daniel Schmidt. Die Branche leiste aufgrund der C02-Senkenwirkung des verbauten Holzes einen besonders wichtigen Beitrag zum Klimaschutz unseres Landes. "Holz der kurzen Wege, sei es bei der Produktion oder bei der Verarbeitung, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz", so Berndt Ott von den Lauterbacher Grünen. Nach intensiver Diskussion wurden fünf Thesen in ein Positionspapier aufgenommen.
 
Die Lauterbacher Grünen und seine Holzbauspezialisten Stefan Winter und Daniel Schmidt sind sich sicher: "Der Holzbau erfährt gerade die Akzeptanz, die er seit langem verdient und die in anderen Ländern selbstverständlich ist. Dies muss auch das Land Hessen als Bauherr, Gebäudenutzer und Waldeigentümer erkennen. Für die gegebene, sicherlich vorübergehende Versorgungsknappheit gibt es politische Lösungswege, die jetzt angegangen werden müssen, damit das Potential dieses tollen Baustoffs für die Zukunft voll genutzt werden kann." (pm) +++


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