Einige der Aktivisten müssen jetzt mit Kostenbescheiden rechnen - Archivfotos: O|N

HOMBERG (OHM) Dannenröder Forst: Kostenbescheide versandt

Einsatz kostete 31 Mio. Euro - Selbsternannte Umweltaktivisten müssen zahlen

14.06.21 - Die Besetzung des Dannenröder Forstes könnte für einige Umweltchaoten ein teures Nachspiel haben. Wie die Bild-Zeitung zuerst berichtete, will sich das Land Hessen einen Teil der Kosten, die durch die Aktivisten entstanden sind, nun zurückholen.

31 Millionen Euro hat der Einsatz im Wald gekostet, mehr als 2.000 Polizisten waren täglich im Einsatz. Ihre Aufgaben: Die Sicherheit der Waldarbeiter gewährleisten, Autobahnausbau-Gegner von den Bäumen holen, Barrikaden durchbrechen.

Alleine die Personalkosten beliefen sich in der Zeit von Oktober bis Dezember auf rund 19 Millionen Euro. Weitere Kosten entstanden beispielsweise bei der Mietung von Hubsteigern. Diese wurden benötigt, um Waldbesetzer von Barrikaden zu bergen.

Das Land Hessen hat jetzt 15 Kostenbescheide an selbsternannte Umweltschützer verschickt, weitere 123 befinden sich im Anhörungsverfahren. Wird von den Betroffenen nicht innerhalb eines Monats Widerspruch oder Klage dagegen eingereicht, werden die Bescheide rechtskräftig. Von der Polizei Mittelhessen werden 71 zusätzliche Vorgänge bearbeitet, die nach Abschluss der Ermittlung ebenfalls Kostenbescheide nach sich ziehen dürften.

Viele Chaoten müssen nicht zahlen

Wie ein Ministeriumssprecher der Bild gegenüber erklärte, hätte ein Großteil der Ausbaugegner versucht, ihre Identität zu verschleiern. Einige mit Erfolg: Fingerkuppen wurden mit Rasierklingen eingeritzt oder mit Sekundenkleber oder Teer verklebt, Personalausweisdokumente hätten die wenigsten mitgeführt. Auf den von diesem Personenkreis verursachten Kosten bleibe so der Steuerzahler sitzen.

Noch immer nicht ganz ruhig im Dannenröder Forst

Nach wie vor befinden sich rund 100 Menschen im Wald, die mit verschiedenen Aktionen gegen den Weiterbau der Autobahn 49 demonstrieren. Wie die Polizei Mittelhessen im Mai auf OSTHESSEN|NEWS-Nachfrage mitteilte, seien täglich Beamte "im unteren zweistelligen Bereich" im Einsatz. Erst im Februar mussten die Beamten wieder mit schwerem Gerät anrücken, um errichtete Strukturen, Barrikaden und Gefahrenquellen zu identifizieren und zu beseitigen. Nach Begutachtung wurden Aktivisten, die sich in der Höhe aufhielten, durch speziell ausgebildete Einsatzkräfte der Polizei zu Boden gebracht. (mr) +++


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