Das Königsgemüse: Spargel - Foto: O|N-Archiv

REGION Sooo lecker war’s wieder!

Ende der Spargelsaison: Gemischte Bilanz bei Bauern und Gastronomen

25.06.21 - Erst zu kalt, dann zu heiß und auch noch viel Ärger mit der Corona-Pandemie: Die hessischen Spargelbauern ziehen zum Ende der Saison eine durchwachsene Bilanz. "Es war eine schwierige Saison", sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen, Rolf Meinhardt, nun der Deutschen Presse-Agentur. Er rechnet mit rund 20 Prozent weniger Erträgen als in normalen Jahren. Die Saison des Edelgemüses startet offiziell am 8. April und endet traditionell am 24. Juni, dem Johannistag.

Bei der Vermarktung ist in diesem Jahr rund die Hälfte über Genossenschaften und die andere Hälfte über den Direktverkauf gelaufen. Anders als im vergangenen Jahr konnte Meinhardt zufolge zumindest zum Ende der Saison hin auch wieder die Gastronomie mehr Spargel abnehmen. "Das waren aber höchstens 20 Prozent von dem Absatz in normalen Jahren."

Marc Zuspann von der Waldgaststätte "Praforst" in Hünfeld Foto: O|N-Archiv

Wenig Grund zur Klage hat dagegen Marc Zuspann, Küchenchef der Waldgaststätte "Praforst" in Hünfeld (Kreis Fulda). "Auch als wir wegen des Lockdowns geschlossen haben mussten, lief der Abholservice bei den Spargelgerichten gut. Da sind wir echt stolz drauf, dass die Gäste unserer Küche weiterhin vertraut haben." Diese bietet neben den klassischen Spargelvarianten auch moderne Interpretationen an, wie etwa Spargel mit Falafel und Sesamsoße.

Grundsätzlich sei die Qualität des Spargels in diesem Jahr sehr gut gewesen, sagt Zuspann. "Wegen der Kälte im April war er aber am Anfang ziemlich teuer." Die Zuspanns beziehen den "König des Gemüses" nicht aus dem heimischen Raum, sondern aus dem Breisgau, aus Weiterstadt, Darmstadt und Franken. Leider war Bauer Würfl, der seinen Sitz in Gründau (Main-Kinzig-Kreis) hat und etliche Verkaufsstände in Osthessen betreibt, am Donnerstag für eine Stellungnahme zur Spargelsaison 2021 nicht erreichbar. Der hätte sicherlich noch einiges erzählen können.

Corona-Pandemie macht auch den Erntehelfern zu schaffen

Die Corona-Pandemie hat sich in diesem Jahr auch wieder bei den Erntehelfern negativ bemerkbar gemacht. "Es gab sehr hohe Kosten wegen Hygienemaßnahmen und für die Bereitstellung des Wohnraums", so AG-Spargel-Chef Rolf Meinhardt. Einige Bauern hätten Fälle von Corona-Infektionen unter ihren Arbeitern gehabt und große Teile der Belegschaft in Quarantäne schicken müssen. Einige Mitarbeiter seien auch wieder gegangen, weil sie die Corona-Maßnahmen als zu streng empfunden hätten.

Nun werden wohl einige der Spargelbauern noch bis in die erste Juliwoche ernten. "Die Pflanzen sind noch nicht erschöpft", sagt Meinhardt. Für den "Praforst" in Hünfeld ist das Thema Spargel jetzt aber definitiv erst einmal beendet. Marc Zuspann: "Da halten wir ganz an der Saisonalität fest. Nun stehen zum Beispiel Pfifferlinge auf dem Programm." (mw) +++


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