27.07.21 - Das Schreckensbild einer rot-rot-grünen Bundesregierung, das die liberal-konservative Wirtschaftsjournalistin und Bestseller-Autorin Nena Schink am Montagabend vor geladenen Gästen im Fuldaer Innenstadt-Hotel Platzhirsch in düsteren Farben zeichnete, fand in ihrem osthessischen Auditorium überwiegend begeisterte Zustimmung. OSTHESSEN|NEWS hatte einen exklusiven Kreis aus Lesern und Kunden zur Buchvorstellung "Ich bin nicht Grün - ein Plädoyer für Freiheit" (hier bestellen) eingeladen.

Freute sich über überwiegende Zustimmung aus dem Publikum im Platzhirsch: Autorin ...Alle Fotos: Martin Engel

O|N-Chefredakteur Christian P. Stadtfeld moderierte Nena Schinks Lesung an ...

Jürgen Diener lobte als Vertreter des Mittelstands die politische Stoßrichtung ...

O|N-Redaktionsleiterin Nina Bastian und Medienkontor-Geschäftsführer Hendrik ...
"Endlich mal eine junge Frau, die gegen den grünen Mainstream argumentiert", war die vorherrschende Meinung. Mit ihrem Credo für möglichst unbeschränkte unternehmerische Freiheit und gegen bedrohliche "grüne Planwirtschaft" traf sie wohl den Nerv der konservativen Klientel. Vor allem den Vertretern des heimischen Mittelstands sprach die 28-Jährige aus der Seele, wenn sie vor allzu viel Regulierungswut und der angeblich so ungebremsten Lust der Grünen am Verbieten warnte.
Jung, hip, urban, ergo pro Grüne?

Dr. Jörg Simon und Dr. Svenja Beres

Wolfgang Wehner war sichtlich angetan
Als junge hippe Großstadtfrau und Journalistin müsste sie dem Klischee nach statistisch doch unbedingt grün wählen, hatte OSTHESSEN|NEWS-Chefredakteur Christian P. Stadtfeld die exklusive Vorab-Lesung anmoderiert. Doch Nena Schink hatte bereits mit ihrem spektakulären Statement bei Sandra Maischberger klargestellt, dass sie politisch anders tickt als wohl die meisten ihres Jahrgangs. Ihre explizite Warnung "vor dem roten Wolf im grünen Schafspelz und Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin" polarisierte enorm und fand ebenso begeisterte Zustimmung wie heftige Kritiker. So ist ihr Buchtitel "Ich bin nicht Grün" durchaus programmatisch zu verstehen und liefert konservativen und liberalen Wählern entsprechende Munition. Dabei ist die 28-Jährige nicht zimperlich in der Wahl ihrer Mittel, um die Vision einer Regierungschefin Annalena Baerbock als "Vollkatastrophe für Deutschland" zu brandmarken. Ihre These: "Ich will als Kanzlerin keinen Lehrling". "Das wird man wohl noch verbieten dürfen", "Grüne Planwirtschaft - der Fahrradweg in die Armut" oder "Warum wir die soziale Schere brauchen" sprechen als Kapitelüberschriften für sich. Dass die Grüne Kanzlerkandidatin "viele Geschichten erzählt, aber nix macht" und für "Lug und Trug" stehe, ist Schinks dezidierte Überzeugung, daraus macht sie keinen Hehl.
Provokanter XXL-Meinungsbeitrag

Dirk Bodes, Rebo-Consult

Signierte viele Exemplare ihres Buches
Dass sie mit solchen Rundumschlägen nicht nur Jubel und Begeisterung auslöst, sondern durchaus auch auf massive Kritik und Ablehnung stößt, ist von der jungen Autorin beabsichtigt. Meinungsfreiheit ist ihr ein hohes Gut. "Es gibt gerade in meiner Altersgruppe viel zu viele Angepasste, die die politische Auseinandersetzung scheuen". Und: "Ich freue mich schon auf den Shitstorm, den mein Buch provozieren wird. Um Aufmerksamkeit zu erzeugen, muss man Linien überschreiten", sagt Schink. Ihr Text sei ja keine neutrale Berichterstattung eines um Objektivität bemühten Journalisten, sondern ein "XXL-Meinungsbeitrag", der bewusst überspitzt.
Auf die fast verzweifelte Frage aus dem Publikum, wie man denn den grünen Trend stoppen und Jugendliche davon überzeugen könne, dass das Votum für die Grünen die falsche Entscheidung sei, mahnt Schink: "Die Konservativen bemühen sich zu wenig um die Jugend und haben keine überzeugenden jungen Aushängeschilder." Wenn Philipp Amthor als jüngster Kandidat der CDU herhalten müsse, könne sie nur sagen 'Der ist nicht hip!'.

Hans-Dieter Alt lobte Schinks Beitrag zum politischen Dialog
Die meisten Zuhörer, die sich nach der Lesung ein Exemplar von Nena Schinks Buch signieren ließen, lobten ihre Initiative, sich politisch so deutlich als konservativ zu positionieren. Dem Erfolg ihres "Plädoyers für die Freiheit" - so der Untertitel, hat der Auftritt in Osthessen bestimmt nicht geschadet. Von der Domstadt ging es per ICE direkt weiter nach Berlin. Am Dienstagmorgen ab 5:30 Uhr wird Nena Schink im Sat 1-Frühstücksfernsehen zu sehen sein. (Carla Ihle-Becker) +++ 
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