Der Widerstand der Belegschaft hat sich gelohnt. Bis mindestens 2025 bleibt die Conti-Tochter Vitesco in der Biberstadt. - Archivfotos: O|N/Gerhard Manns

BEBRA Nach langem Kampf

Conti-Tochter Vitesco bleibt der Biberstadt bis mindestens 2025 erhalten

27.07.21 - Gute Nachrichten für die Biberstadt: die Zukunft des Automobilzulieferers Vitesco liegt weiterhin in Bebra (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) - zumindest bis 2025. Damit sind die rund 800 Arbeitsplätze für die nächsten vier Jahre gesichert. Nach langem Kampf Continental-Tochter Vitesco Technologies und der IG Metall konnte am Montag endlich eine Einigung erzielt werden.

Der Produktions- und Entwicklungsstandort in Bebra mit seinen gut 800 Beschäftigten bleibt bis mindestens Ende 2025 erhalten. Das teilte die IG Metall am Montag mit. Im Gegensatz dazu wird der Standort im thüringischen Mühlhausen Ende 2024 geschlossen, rund zwei Jahre nach dem eigentlich geplanten Ende.

"Mit dem Ziel, den Standort Bebra dauerhaft wettbewerbsfähig zu machen, müssen wir Synergien schaffen und Redundanzen vermeiden", erklärte Vitesco: "Dazu werden sämtliche operativen Aktivitäten auslaufen beziehungsweise sukzessive bis zum 31. Dezember 2024 von Mühlhausen nach Bebra transferiert", so die Continental-Tochter weiter.

Neuer Schwerpunkt liegt auf der Elektromobilität


Ein neues Hauptaugenmerk soll dabei auf die Elektromobilität gelegt werden. Dabei sollen Bauteile für den europäischen Standort zur Antriebstechnik entwickelt werden. Bereits seit einiger Zeit werden Bauteile für E-Autos hergestellt. Zur Zukunft über 2025 äußerte sich das Unternehmen ebenfalls: Es sei nicht beabsichtigt, den Standort Bebra zu schließen, allerdings seien bis in vier Jahren einige Anpassungen gerade für die Belegschaft notwendig. Dazu zähle unter anderem, dass die Umsatzerwartungen im Bereich der Verbrenner-Technologien an die Größe der Belegschaft angepasst werden müsse.

Konkret bedeutet das für die Arbeitnehmer, dass rund 200 Arbeitsplätze in Bebra in den kommenden Jahren gestrichen werden sollen. Allerdings soll der Abbau möglichst sozialverträglich, unter anderem über Altersteilzeit oder andere Modelle erfolgen, teilten sowohl die IG Metall, als auch Vitesco mit.

Jörg Köhlinger, Leiter der IG Metall Mitte erklärte: "Ohne das Ergebnis beschönigen zu wollen, halte ich das erzielte Tarifpaket aber für einen vertretbaren Kompromiss, der den Abbau von Arbeitsplätzen sozialverträglich flankiert und Chancen auch für die Beschäftigten in Mühlhausen bietet." Die Vereinbarung wird nun unter anderem den Beschäftigten zur Beratung vorgelegt. (kku)+++

Schon im vergangenen Jahr hatten die Mitarbeiter ihren Unmut kundgetan.


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