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Der Hünfelder SV will eine bessere Saison spielen. - Grafik: ON

HÜNFELD Hünfelder SV vor dem Saisonstart

"Als würde eine ganze Mannschaft aus einem Kreuzbandriss kommen"

10.08.21 - Der Hünfelder SV war mit ambitionierten Zielen in die vergangene Saison gestartet. Man wollte sich nach dem Aufstieg in der Hessenliga etablieren und eine möglichst sorgenfreie Saison spielen. Die Realität sah jedoch anders aus. Bis zum Abbruch nach dem 12. Spieltag stand der HSV tief im Tabellenkeller, hatte nur neun Punkte auf dem Konto. Ähnliches soll sich in diesem Jahr nicht wiederholen. Dafür hat man zwei wichtige Bausteine neu hinzugeholt.
 
Diese Bausteine tragen den Namen Benedikt Kaiser und Benjamin Fuß. Die beiden, die von der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz an die Rhönkampfbahn kamen, sollen auf und abseits des Platzes eine Führungsrolle einnehmen. "Die zwei haben sich jetzt schon sehr gut integriert, gehen immer voran, so wie wir uns das auch gewünscht haben. Die Vorbereitung hat gezeigt, dass wir da an den richtigen Stellschrauben gedreht haben", sagt Mario Rohde, sportlicher Leiter beim HSV.
 

ON|Sport-Redakteur Felix Hagemann im Gespräch mit Hünfelds sportlichem Leiter, ...Fotos: Bernd Vogt

HSV-Trainer Johannes Helmke freut sich über die Neuzugänge.

Mario Rohde spricht von einer „guten Mischung“.

Fuß hat bereits Junioren-Bundesliga, Dritte Liga und Regionalliga gespielt, ehe er zu Borussia Fulda wechselte und später auch bei der SG Barockstadt Stammspieler wurde, und auch Torwart Benedikt Kaiser kennt die Hessenliga durch seine acht Jahre in Fulda aus dem Effeff. "Sie haben natürlich enorme Qualitäten, die sich auch sofort gezeigt haben. Ich bin sehr froh, dass sie sich für uns entschieden haben", sagt HSV-Trainer Johannes Helmke.
 
Neben den Erfahrenen Kaiser und Fuß kamen mit Leon Zöll von Rot-Weiß Erfurt und David Brähler von Carl-Zeiss Jena auch noch zwei Youngster nach Hünfeld. "Ich denke, damit haben wir eine sehr gute Mischung gefunden", so Rohde.
 

Das Ziel ist klar: Klassenerhalt!

Der Kader steht also, jetzt heißt es volle Konzentration auf den Saisonstart. Wenn am 14. August das erste Spiel in Erlensee angepfiffen wird, liegen sechs intensive Vorbereitungswochen hinter Helmke und seinem Team. Eine lange Zeit, und dennoch zu wenig, um die Rückstände von acht Monaten Pause aufholen zu können. "Man merkt den Jungs die Pause in allen Bereichen an. Egal, ob technisch individual- oder Mannschafts-taktisch", sagt Helmke und Rohde ergänzt: "Das ist, als würde die ganze Mannschaft aus einem Kreuzbandriss kommen."
 
Hinzu kamen auch noch diverse muskuläre Verletzungen und der ein oder andere Urlauber, an manchen Tagen waren nur 13 Mann des über 20 Mann starken Kaders im Training, "Es läuft nicht alles rund, aber das war abzusehen und ist bei allen Vereinen gleich. Wir sind trotzdem froh, dass es bald losgeht", so Helmke. Auch, wenn die Fans am ersten Spieltag sicherlich noch nicht die beste HSV-Mannschaft zu Gesicht bekommen werden. "Das wird sicherlich noch dauern." Das Ziel bleibt jedoch das gleiche wie in der vergangenen Saison: der Klassenerhalt. (Felix Hagemann) +++


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