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Der SV Großenlüder konnte über den Derby-Sieg jubeln - Fotos: Jonas Wenzel - Yowegraphy

GROßENLÜDER SV Müs - SV Großenlüder 0:4 (0:0)

Auth eröffnet das Derby traumhaft

23.08.21 - Das Endergebnis fiel vielleicht etwas zu hoch aus, unterstreicht aber die Formen beider Vereine. Der SV Großenlüder gewann im Derby gegen den SV Müs deutlich mit 4:0 (0:0), feiert den dritten Sieg im dritten Spiel und untermauert damit die Tabellenführung in der Gruppenliga Süd. Für Müs hingegen war es die dritte Niederlage in Serie.

So ganz reichte es für Francisco Martinez, Trainer des SV Großenlüder, nicht, zum Wahrsager aufzusteigen. Im Vorfeld der Partie sagte der Teutonen-Trainer, dass er ein 1:0 in der 89. Minute gerne mitnehmen wird, er das Spektakel nicht braucht. Zumindest mit dem Spektakel hatte er recht, denn das bekamen die rund 200 Zuschauer in Müs trotz des deutlichen Erfolgs der Gäste nicht zu sehen. Dafür aber ein lange umkämpftes Derby, das bis zur 66. Minute eng blieb und das Gefühl aufkam, dass für die Germanen jederzeit einer durchrutschen könnte.

Hendrik Auth hatte den Zeitpunkt des 1:0 für Großenlüder um 35 Minuten nach vorne verlegt - und hätte es schöner nicht machen können. Aus etwas mehr als 20 Meter recht zentraler Position trat Auth zum Freistoß an und zirkelte den Ball mit links in den Winkel (54.). Überhaupt war der Sechser der Gäste gut aufgelegt, eroberte Bälle und zeigte, dass tief in ihm ein abgezockter Knipser steckt. Mit einem Dribbling ließ er die Germanen-Abwehr hinter sich und überlupfte schlussendlich noch Mahsuni Algac (66.). "Der Freistoß von Hendrik war der Dosenöffner, danach haben wir mehr Mut gezeigt", sagte Martinez.

Dem eingewechselten Johannes Böse gelang gar noch das 3:0 (77.) und das 4:0 (89.). Das Ergebnis wird dem Spiel des SV Müs nicht ganz gerecht. Zwar waren die Hausherren die passivere Mannschaft, in der Offensive hatten sie jedoch häufig Pech, dass vielversprechend Abschlüsse geblockt wurden oder die Latte einem Treffer von Dzejlan Salkovic im Weg stand (35.). "Da hatten wir brutales Glück", wusste Martinez, während Müs-Coach Denis Erovic mit dieser Szene haderte: "Dann gehen wir mit einer Führung in die Pause. Die ersten 45 Minuten waren wir mindestens ebenbürtig, sind aber nicht giftig genug aus der Pause gekommen." Das Ergebnis täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass Großenlüder die bestimmende Mannschaft war, allerdings spielten sich die Gäste keine Torchancen en masse heraus. (Tino Weingarten) 

Die Statistik
 
SV Müs: Algac; Otterbein, Möller Jäpel, Gärtner - Keller (65. Jahic), Claus, Sipf - Emrulla, Salkovic - Ilgar.
SV Großenlüder: Mohr; Schlitzer, Ripka, Ebert, Hendler - Auth, Schneider - Wese (72. Böse), Strehl (40. Reith) - Hasenauer (82. Paszkiewicz), Lehmann.
Schiedsrichter: Sebastian Betz (TSV Oberzell).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Hendrik Auth (54.), 0:2 Hendrik Auth (66.), 0:3 Johannes Böse (77.), 0:4 Johannes Böse (89.). +++

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Dieser Artikel ist zuerst auf torgranate.de erschienen.


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