Zeno Diegelmann (links) und Michael Schwarz vor der Fulda-Kulisse - Fotos: Suria Reiche

FULDA O|N-Interview mit den Machern

Reale Kriminalfälle: Podcast "Mörderische Heimat" geht live auf die Bühne

09.09.21 - Ihr True-Crime-Podcast "Mörderische Heimat" erreicht täglich etwa 1.000 Menschen weltweit. Damit ist er eines der erfolgreichsten Produkte aus der Barockstadt. Jetzt bringen die beiden Macher das Ganze als Live-Show auch auf die Bühne. Einen Tag, nachdem Michael Schwarz (43) und Zeno Diegelmann (46) das ihren Fans beim kkick-Open-Air in Fulda verkündet haben, treffen wir sie in ihrem Studio am Luckenberg. Die beiden gebürtigen Fuldaer sprechen darüber, wie sie auf die Idee gekommen sind, ihren Podcast nun auch in einem Live-Format zu präsentieren, was die Zuschauer erwarten wird und was sie an den Kriminal-Fällen fasziniert.

O|N: Vor Kurzem habt ihr die 170.000-Marke bei den Zuhörern eures Podcasts geknackt. Hat euch der Erfolg dazu animiert, den Podcast live auf die Bühne zu bringen?

Schwarz: Wir haben, um ehrlich zu sein, schon mit dem Gedanken gespielt, als wir die erste Folge aufgenommen haben und noch gar nicht damit rechnen konnten, dass der Podcast ein Erfolg wird. Wir sind beide Bühnenmenschen und finden die Idee faszinierend, unsere Zuhörer auch direkt ansprechen zu können.

O|N: Jetzt setzt ihr es in die Tat um. Wie kann ich mir das vorstellen? Ein Podcast auf der Bühne?

Diegelmann: Wir werden ein, zwei neue Fälle dabei haben und Einblicke geben, wie so eine Produktion von der Recherche bis zur Ausstrahlung aussieht. Zudem haben wir zum einen oder anderen Fall inzwischen neue Infos bekommen, die wir zur Zeit der Ausstrahlung noch nicht hatten, so dass wir nun natürlich unsere Hörer auf den aktuellen Stand bringen möchten. Natürlich werden wir auch Gäste einladen, die live vor Ort zu Fällen berichten werden. Und die Zuhörer werden die Möglichkeit haben, Fragen an die Experten oder uns zu stellen.

O|N: Das ist ja beim Podcast in der Regel nicht möglich …

Diegelmann: Genau. Natürlich gab es auf Social Media immer wieder Fragen von Fans zu bestimmten Fällen und Abläufen, aber die werden dann meist individuell per Mail beantwortet. Bei der Live-Show können wir genauer darauf eingehen und alle anderen hören die Antwort auch gleich. Wichtig ist es uns dabei aber immer, dass wir zwar unterhaltsam, aber stets respektvoll mit den Fällen und den Menschen umgehen.

O|N: Wann wird es denn soweit sein?

Schwarz: Der Termin ist der 8. Januar 2022 im Kreuz und die Tickets gibt es ab sofort bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Wie gesagt, es wird interaktiv. Wir werden auch eine Leinwand haben, um Fotos und andere Einspieler zu zeigen.

Diegelmann: Neben ein bis zwei Fällen, die wir bisher noch nicht im Podcast besprochen haben, werden wir aber auch nochmal auf einige ältere Fälle zurückschauen, weil viele Hörer von einigen besonders bewegt waren.

Schwarz: Viele Dinge erfahren wir ja auch erst im Nachhinein, wenn Zeitzeugen den Podcast hören und uns dann kontaktieren. Somit gibt es einige Infos dann auch erst für uns nach den Ausstrahlungen. Davon können wir bei der Bühnenshow dann natürlich auch berichten.

O|N: Was fasziniert euch eigentlich an True Crime?

Schwarz: Uns geht es vor allem darum, über die Fälle zu berichten, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Ich selbst bin gar nicht so ein typischer Krimi-Fan, aber durch das Feedback der Hörer merke ich, wie wichtig es manchen ist, dass die Verbrechen nicht vergessen werden. Irgendwie ist es unser Auftrag, darüber zu berichten.

Diegelmann: Ich finde es noch wichtig zu erwähnen, dass wir keine Ermittler sind, sondern Chronisten. Wir versuchen also auch, möglichst wenig steile Thesen oder Theorien aufzustellen, wie oder wer das gewesen sein könnte. Aber man muss natürlich auch sagen, dass das reale Böse immer eine besondere Faszination ausstrahlt. Es trägt einen "Das hätte auch mir passieren können"-Effekt mit sich. Wenn man dann noch über lokale Fälle berichtet, die hier vor Ort geschehenen sind, steigert das natürlich diesen Effekt nochmal.

Das Interview wurde geführt von O|N-Reporterin Suria Reiche. +++


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