Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). - Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin

REGION Vor 20 Jahren in den USA

Ministerpräsident Bouffier erinnert an den Terrorangriff: "9/11 war eine Zäsur"

11.09.21 - Am 11. September vor 20 Jahren entführten islamistische Terroristen vier Flugzeuge und steuerten sie auf das World Trade Center und das Pentagon in den Vereinigten Staaten von Amerika. Rund 3.000 Menschen starben. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat an dieses grauenvolle Attentat erinnert und weitere Anstrengungen bei der weltweiten Terrorismusbekämpfung gefordert.

"Wir alle wissen noch sehr genau, wo wir uns befanden, als die ersten Nachrichten und Bilder von diesem Terrorangriff in den Medien zu sehen waren. Wir werden diesen Tag nie vergessen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Hinterbliebenen. Vielleicht haben es einige schon damals gespürt, mit Rückblick auf diesen grauenhaften Terroranschlag können wir sicher sagen: 9/11 war eine Zäsur", erklärte der Hessische Ministerpräsident. "Dachten wir vorher, dass mit dem Fall des Eisernen Vorhangs ein Großteil der internationalen Konflikte beendet sei, wurde uns schmerzhaft vor Augen geführt, dass andere Gefahren real geworden sind. Waren wir der Meinung, dass Freiheit und Menschenwürde gesiegt hätten, so mussten wir auf grauenvolle Weise lernen, dass es Kräfte auf dieser Welt gibt, die die Demokratie weiter bekämpfen. Und das gilt auch heute noch. Deshalb dürfen wir nicht nachlassen, alles zu tun, damit derlei schreckliche Taten möglichst verhindert werden können", so Bouffier weiter.

Nach 9/11 verübte die Terrororganisation al-Qaida, die sich zu dem Angriff auf die USA bekannte, weitere Terrorattentate. Darunter waren mit den Anschlägen in Madrider Zügen und der Londoner U-Bahn auch Ziele in Europa. Mit dem Islamischen Staat (IS) entwickelte sich eine neue islamistische Terrororganisation, die für grausamste Verbrechen an der Zivilbevölkerung in Syrien verantwortlich ist und Attentate in Europa und der Welt verübt. "Nach der Eroberung Afghanistans durch die Taliban besteht die Gefahr, dass sich der islamistische Terror neu formieren könnte. Die internationale Gemeinschaft aber vor allem auch das neue Regime müssen verhindern, dass das Land wieder zur Operationsbasis für islamistische Terroristen wird", erklärte Bouffier. "Die Europäische Union und die Bundesrepublik Deutschland tragen Verantwortung in dieser Welt. Deshalb müssen wir gemeinsam mit unseren Verbündeten alles dafür tun, dass wir in Frieden leben können und sich solche schrecklichen Ereignisse nicht wiederholen", sagte der Ministerpräsident.

Zukünftige Anschläge verhindern

Seit dem Anschlag hat sich weltweit die Bewertung der Sicherheitslage verändert. So wurde international, national, aber auch in jedem Bundesland – und damit selbstverständlich auch in Hessen – eine Vielzahl von Maßnahmen angestoßen, die im Wesentlichen die Aufgabe hatten und weiterhin haben, zukünftige Anschläge zu verhindern bzw. aufzuklären und die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden zu optimieren. So wurden zum Beispiel neue Rechtsgrundlagen und Dienststellen geschaffen und mit Einrichtungen wie dem Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) sowie dem Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum (GETZ) weitere Stellen der Zusammenarbeit von Bund und Ländern ins Leben gerufen.

"Pflicht, Menschen vor solchen Angriffen zu schützen"

Hessen hat für den Kampf gegen Extremismus und Terrorismus und die engere Zusammenarbeit zwischen den Nachrichtendiensten, Polizei und Justiz das Hessische Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum (HETAZ) geschaffen. "Es ist unsere Pflicht, die Menschen in unserem Land vor solchen Angriffen zu schützen. Hessen wird diese Aufgabe weiter mit aller Entschlossenheit annehmen und im Austausch mit den Ländern und dem Bund seinen Beitrag leisten, dass wir hier sicher leben können", sagte Bouffier. (pm) +++


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