Die Vogelsberger Kreisstadt Lauterbach von oben. - Archivfoto: O|N / Laura Struppe

REGION VB Leicht steigende Zahlen

Bevölkerungsentwicklung: 105.506 Menschen leben im Vogelsbergkreis

21.09.21 - Wo dürfen Wohngebiete entstehen? Wo können künftig Baugebiete für Industrie und Gewerbe ermöglicht werden? Das sind nur zwei von vielen Fragen, auf die der Regionalplan Mittelhessen Antworten gibt. "Viele Faktoren tragen dazu bei, diese Antworten zu finden. Einer davon ist die Zahl der Menschen, die in Mittelhessen leben. Daher hat die Obere Landesplanungsbehörde beim Regierungspräsidium Gießen die Bevölkerungsentwicklung genau im Blick", sagt der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich.

Die erfreuliche Nachricht für die gesamte Region: Seit Jahren ist die Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner nicht nur konstant, sondern sogar leicht steigend. Zum jüngsten offiziellen Stichtag hatten laut Statistischem Landesamt 1.048.740 Menschen ihren Hauptwohnsitz in einem der fünf mittelhessischen Landkreise – unsere Zahl des Monats.

Die meisten Menschen lebten danach im Landkreis Gießen (271.667), gefolgt vom Lahn-Dill-Kreis (253.373), dem Landkreis Marburg-Biedenkopf (245.903), dem Landkreis Limburg-Weilburg (172.291) und dem Vogelsbergkreis (105.506). Zum Vergleich: Ende 2017 lebten in Mittelhessen alles in allem 1.045.807 Menschen, davon 267.056 im Landkreis Gießen, 254.164 im Lahn-Dill-Kreis, 246.165 im Landkreis Marburg-Biedenkopf, 171.971 im Landkreis Limburg-Weilburg und 106.451 im Vogelsbergkreis.

"Betrachtet werden aber nicht nur die Region und die Landkreise insgesamt, sondern auch die Veränderungen in den 101 Kommunen, die sich durch Geburten, Sterbefälle, Zu- und Wegzüge ergeben", sagt RP-Mitarbeiterin Mira Bernhardt. Diese Zahlen sind für die Obere Landesplanungsbehörde beim RP nicht minder wichtig. Denn ausgehend von der bisherigen Entwicklung sowie den prognostizierten Bevölkerungsbewegungen weist der Regionalplan Mittelhessen für jede Stadt und Gemeinde Flächen aus, auf denen innerhalb eines bestimmten Zeitraums Wohngebiete ausgewiesen werden können – aber nicht müssen.

Die Zahlen und Prognosen sind aber nicht nur für die Fachleute des Regierungspräsidiums wichtig und interessant, sondern auch für viele andere. Etwa bei der Beurteilung der Schulstandorte seitens der Landkreise und der Planung kommunaler Infrastruktur wie Kitaplätze oder Pflegeeinrichtungen. Oder für Unternehmen, die erweitern oder sich ansiedeln möchten. Denn eine stabile Einwohnerentwicklung mit einem großen Anteil an Menschen im erwerbsfähigen Alter bildet einen zunehmend wichtigen Faktor bei betrieblichen Standortentscheidungen. Aber auch im Hinblick auf tragfähige Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs sind Daten zur Bevölkerungsentwicklung von großer Bedeutung. (pm) +++


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