Das Recht auf körperliche Selbstbestimmung kann auch auf diese Weise verletzt werden - Fotos: Sparkasse

BAD HERSFELD Stark durch Theater

"Mein Körper gehört mir!" - Theaterpädagogisches Projekt in Grundschulen

21.09.21 - Viele Jungen und Mädchen werden Opfer sexueller Übergriffe. Ein theaterpädagogisches Projekt in Grundschulen, das von der Stiftung Gutes Tun der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen mit 10.000 Euro finanziert wird, soll Kinder stark machen "Nein" zu sagen.

Elternpräsentation in der Turnhalle der Ernst-von-Harnack-Schule mit (von links ...

"Mein Körper gehört mir!", lautet der Titel des präventiven Theaterprojektes gegen sexualisierte Gewalt an Kindern, das die theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück gGmbH durchführt. Zwei Theaterpädagogen zeigen den Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klassen, dass sie einen Besitzanspruch auf ihren eigenen Körper haben und selbst bestimmen dürfen, was sie mögen und was nicht. Mittels interaktiver Theaterszenen lernen sie ein Ja/Nein-Gefühl zu entwickeln, welches ihnen hilft einzuschätzen, ob sie sich in einer Situation gerade wohl fühlen oder nicht. Dabei geht es nicht nur um sexuelle Übergriffe, auch andere Szenen aus der Lebenswelt der Kinder, wie z. B. das Zusammentreffen mit einem älteren Jugendlichen im Bus oder ein unangenehmes Gespräch mit dem bekannten Nachbarn, werden thematisiert.

Das Projekt soll den Kindern vermitteln, dass sie ein Recht darauf haben, "NEIN" zu sagen. Sie sollen wissen, dass sie sich mit ihrem Nein-Gefühl anderen anvertrauen können und dass es Menschen gibt, die ihnen zuhören, Glauben schenken und weiterhelfen.

Das Theaterspiel in den jeweiligen Klassen besteht aus drei Bausteinen, die über drei Wochen verteilt aufgeführt werden. Ein Präsentationsabend für Eltern, eine Lehrerfortbildung und ansprechendes Begleitmaterial für den Unterricht danach ergänzen das Konzept.

Die Schulpsychologin des staatlichen Schulamtes in Bebra, Frau Tanja Klingelhöfer, sowie Frau Nadine Günther von der Beratungsstelle HALTEPUNKT von pro familia begleiten und unterstützen das Programm und stehen den Eltern und Lehrkräften bei Fragen zur Seite.

Aktuell nehmen die Grundschule Niederaula, die Ernst-von-Harnack-Schule in Bad Hersfeld und die Brüder-Grimm-Schule in Bebra an dem Projekt teil. Ziel der Organisatoren ist es, jede Schule im Landkreis zu bespielen und somit noch mehr Kinder stark zu machen. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer, Eltern oder Sozialarbeiter können sich gerne bei der Sparkasse unter [email protected] melden. (pm)+++


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