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30.04.09 - Tann

"Anschwimmen" im Geriethbad am 16. Mai - Lösung für Wasserspielgarten?

Die Aktiven des Fördervereins Geriethbad Tann schalten einen Gang zurück: Nach insgesamt 12.300 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden in fünf Jahren für Verschönerungs- und Reparaturarbeiten, davon 1.800 Stunden im Jahr 2008, „ist momentan die Luft etwas raus“, gestand Vorsitzender Martin Koch während der Jahreshauptversammlung ein. Neben der Mithilfe bei der Modernisierung des Freibades hatte sich der Verein vor allem die Errichtung eines Wasserspielgartens vorgenommen.

Doch bereits kurz nach dessen Einweihung im vergangenen Sommer musste dieser wegen haftungsrechtlicher Bedenken wieder geschlossen werden. Nach der Begutachtung durch einen Sachverständigen scheint nun eine Lösung in Sicht. „Wir sollen darauf aufmerksam machen, dass der Wasserspielplatz bewusst so angelegt ist, dass Kinder lernen, mit Gefahren umzugehen. Mit Schildern und Flyern muss darauf hingewiesen werden, dass die Aufsichtspflicht bei den Eltern und nicht dem Schwimmbadpersonal liegt“, gab Martin Koch bekannt. Der Prüfbericht liege der Gemeindehaftpflichtversicherung vor. Außerdem seien laut Sachverständigem einige Nacharbeiten erforderlich. Mit derlei dringenden Aufgaben seien die freiwilligen Helfer ausgelastet, so dass andere angedachte Projekte wie ein barrierefreier Weg zu der unteren Liegewiese nach Ansicht des Vorstands erst einmal auf Eis gelegt werden sollen.

Auch das traditionelle Schwimmbadfest wird eine Nummer kleiner als gewohnt geplant: in Form eines Anschwimmens, verbunden mit einem Wettschwimmen der Vereine, am Samstag, 16. Mai. „Nachdem als wichtiges Etappenziel die Sanierung des Bades erreicht ist, brauchen wir das Schwimmbadfest nicht mehr als Einnahmequelle, sondern es ist schlicht Anlass zum gemütlichen Beisammensein“, erläuterte der zweite Vorsitzende Wolfram Eckardt. Die Vorsitzenden bedankten sich bei allen Mitgliedern und Unternehmen, die durch Sachspenden und kostenlose Arbeitseinsätze geholfen hatten.

Bei den Wahlen ergaben sich im Vorstand keine Wechsel; Peter Wolf wurde als „Beisitzer IT“ zusätzlich aufgenommen und mit der Neugestaltung der Website betraut. Kassenwart Andreas Koch berichtete von Einnahmen in Höhe von rund 8.790 Euro, denen Ausgaben in Höhe von rund 31 890 Euro (darunter als größte Investition der Wasserspielgarten mit 24.000 Euro) entgegenstehen. Die Differenz wurde aus den Rücklagen beglichen. Der neue Haushaltsentwurf, vorgestellt von Maria Kreutz, wurde einstimmig angenommen.

Die Öffnungszeiten sollen in dieser Saison auf Anregung einiger Bürger mehr in den Abend verschoben werden. Denn infolge der Umstellung auf Solartechnik ist morgens das Wasser noch kühl, weswegen die Zahl der Frühschwimmer abgenommen hat. Der Vorschlag an den Magistrat, der über das Anliegen zu entscheiden hat, lautet: Das Bad soll morgens eine Stunde später öffnen (also um 10.30 Uhr) und dafür abends eine halbe Stunde später schließen (um 20 Uhr). +++

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