Auf dem Foto (von links) Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel, Daniela Schmitt, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion Plus Bäderland Bayerische Rhön, Landrat Thomas Bold und Matthias Klement, Bürgermeister von Maßbach und Vorsitzender des Kreisverbandes Bad Kissingen im Bayerischen Gemeindetag - Foto: Landkreis Bad Kissingen/Anja Vorndran

BAD KISSINGEN Bessere Versorgung vor Ort

Im Landkreis sollen sich mehr Hausärzte und Hausärztinnen ansiedeln

13.10.21 - Knapp über 60 Hausärzte und Hausärztinnen versorgen die rund 103.000 Bewohner und Bewohnerinnen im Landkreis Bad Kissingen – damit ist der Landkreis rein rechnerisch derzeit noch gut versorgt. "Es zeigt sich aber auch, dass die Altersstruktur hier bei uns deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt liegt", stellt Bad Kissingens Landrat Thomas Bold fest. Um dem entgegen zu wirken, wollen Stadt und Landkreis unter der Leitung der GRplus Bäderland Bayerische Rhön zusammenarbeiten.

"In Bad Kissingen ist die Herausforderung besonders groß: unsere Ärzte sind älter als der Durchschnitt, unsere Bevölkerung auch", sagt Bad Kissingens Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel. Anfang diesen Jahres wurde die AG Hausärztliche Versorgung gegründet, deren Mitglieder sind Jürgen Metz, Landratsamt, Dr. Matthias Wagner, Bäderland Bayerische Rhön GmbH & Co KG, Sebastian Bünner, Stadt Bad Kissingen, Holger Becker, Allianz Fränkisches Saaletal, Oliver Legler, Kommunalbüro für ärztliche Versorgung und Hausarzt Dr. Ralph Brath. Hausärzte und Hausärztinnen, so bezeichnen es die Verantwortlichen von Stadt und Landkreis, sind "hochrelevante Akteure", sie wollen die Ärzteschaft künftig aktiv mit unterstützen.

Kontakt aufnehmen

Dr. Herbert Schulze, Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Bad Kissingen, sieht die erste Maßnahme der AG darin, mit den ortsansässigen Hausärzten und Hausärztinnen in Kontakt zu treten. Diese wüssten selbst am besten, wo Stadt und Landkreis unterstützen können. "Wir möchten in diesem frühen Stadium die ortsansässigen Hausärztinnen und Hausärzte in den Planungsprozess mit einbinden und ermitteln, welche Ideen beispielsweise zur Nachwuchsgewinnung in der Region mit gemeinsamer Stärke umgesetzt werden können", erklärt Daniela Schmitt, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion Plus Bäderland Bayerische Rhön. Der Landkreis ist in drei sogenannte Planungsbereiche eingeteilt: Im Planungsbereich Bad Brückenau sind 40 Prozent der Hausärzte und Hausärztinnen, in Bad Kissingen 52,8 Prozent und in Hammelburg sogar 55,6 Prozent 60 Jahre und älter (Quelle: KVB Versorgungsatlas – Stand 31.08.2021). Als logische Schlussfolgerung für diese Entwicklung, erklärt der Landrat, stehe ein Generationenwechsel an. Erschwerend im Landkreis hinzu kommt noch, dass Einzelpraxen – wie sie in den ländlichen Gebieten Bayerns vorherrschen – zahlenmäßig in den letzten Jahren abgenommen haben, während kooperative Praxisformen, darunter Gemeinschaftspraxen und Angebote von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), zunehmen.

Fragebogenerhebung

Der Trend geht in Richtung Angestelltenverhältnis: Zwei Drittel der neuen Hausärzte und Hausärztinnen wählen diesen Weg zum Berufseinstieg. Über eine Fragebogenerhebung, die an alle Praxen von Hausärzten und Hausärztinnen im

Landkreis Bad Kissingen geht, will die AG Meinungen und Ideen sammeln. Mit den Hausärzten und Hausärztinnen habe man schon einiges bewegen können so Vogel und fügt hinzu "wir bleiben an dem Thema dran." Grundlage des Fragebogens bildet eine Vorlage aus Kronach, die in der Gesundheitsregion Plus dort im Landkreis in Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Ärzten und Ärztinnen entwickelt wurde. 60,1 Prozent Rückmeldungen erhielten die Kronacher auf ihre Aktion. Der Bogen beinhaltet Fragen unter anderem über die aktuelle ärztliche Tätigkeit und Praxisform, den Zeitpunkt der Praxisübergabe und die Nachfolgeregelung, Ideen zur Nachwuchsgewinnung und die bisherige Aktivitäten in der Ausbildung oder der Austausch innerhalb der Ärzteschaft. Weiterhin wird auch die Zufriedenheit mit der Lage und Ausstattung der Praxis abgefragt. Im Nachgang erfolgen eine Auswertung und eine Informationsveranstaltung für die Hausärzte und Hausärztinnen im Landkreis mit der Präsentation der Ergebnisse. Hierzu wird es eine gesonderte Einladung geben. Die Fragebögen werden in Kürze zugestellt, falls eine entsprechende Praxis keinen Fragebogen erhalten sollte, genügt ein Anruf bei Daniela Schmitt unter der Telefonrufnummer 0971/7236-190, der Fragebogen wird dann umgehend zugesendet. (pm) +++


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