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Josef Baumann vom Kanu Club Fulda (KCF): wie ein Fisch in wildem Wasser - Fotos: Harald Piaskowski

Janina Piaskowski hofft, dass sie ihr Formtief überwunden hat

08.05.09 - Sport

"Nachwuchs-Boom" beim TC Künzell - Kanu: Sprinter in Form - Letzte EM-Chance

Tennis: Attraktive Angebote für "Neue" bescheren Mitglieder-Boom

KÜNZELL. Einen regelrechten Mitglieder-Boom kann der Tennis Club 1993 Künzell-Dicker Turm verzeichnen: allein seit Jahresbeginn konnten 15 neue Mitglieder im Verein begrüßt werden. Dies bedeutet einen Mitgliederzuwachs von 15 % innerhalb 4 Monaten. Von diesen Neumitgliedern sind 20 % Erwachsene und 80 % Jugendliche. Der 1. Vorsitzende des TC 1993 Künzell-Dicker Turm, Martin Zentgraf, berichtete, dass den größten Anteil am Mitgliederzuwachs die Tennisschule Klüh/Möller habe, die immer wieder Kontakt zu den Schulen der Gemeinde Künzell aufnehme, um für den Tennissport zu werben. "Wir sind stolz darauf, dass wir in unserem Verein bereits deutlich mehr als 50 % Mitglieder unter 18 Jahren haben. Denn Jugendliche, die regelmäßig Sport treiben, sitzen nicht nur vorm Fernseher und Computer oder langweilen sich sonstwie und haben einen optimalen Ausgleich zum alltäglichen 'Schulstress'", sagte Zentgraf.

Die vereinseigenen Angebote für Neumitglieder seien: Jugendliche bis zum vollendetem 18. Lebensjahr bezahlen im Aufnahmejahr keinen Mitgliedsbeitrag. Erwachsene bekommen ein TOP-Angebot in Höhe von 59 Euro. Darin enthalten ist der Jahresbeitrag im Aufnahmejahr, 5 Trainerstunden bei der Tennisschule Klüh/Möller, 1 Essen mit einem Getränk in der Vereins-Gastronomie, 1 Solariumsgutschein im angegliederten Fitnessstudio sowie ein Gutschein über 25 % Nachlass für einen Einkauf bei Sport-Lippert in Fulda.

Da diese Angebote nicht an einen bestimmten Aktionstag gebunden seien, könnten Interessierte sich gerne auch noch im Laufe der Saison an die Vereinsführung wenden und über eine Mitgliedschaft informieren (E-Mail: [email protected] oder Telefon . 0661 / 32555).

Kanu: Sportler des KCF im Sprint wieder eine Bank

FULDA. Eine weitere gelungene Veranstaltung und sprintstarke Fuldaer, die auch beim zweiten Wettkampf, den ihr Verein in diesem Jahr organisierte, zu glänzen wussten. Dazu wie beim Saisonauftakt in Fulda strahlender Sonnenschein und ein hervorragender Wasserstand. Und auch die Ergebnisse des Wettbewerbes in Hohenlimburg für den Kanu Club Fulda (KCF) konnten sich, genau wie beim eigentlichen Heimrennen sehen lassen. Zu der Veranstaltung in Hohenlimburg und zum bevorstehenden Sprint-Ranglistenrennen in Augsburg auf der Olympiastrecke am 09. und 10. Mai sandte David Piaskowski folgenden Bericht:

"Zusammenfassend kann man sagen: Alles blieb beim Alten. Dabei war es keinesfalls geplant, dass der Kanu-Club Fulda in diesem Jahr neben den Fulda-Kanu-Rennen noch einen weiteren Wettkampf organisierte. Doch es kam wie so oft ganz anders. Der bisherige Veranstalter aus Brühl musste das Sprint-Ranglistenrennen auf dem Lenne-Kanal in Hohenlimburg personalbedingt absagen. Um den Wettkampf am Leben zu erhalten, sprang das Team um Organisationsleiter Harald Piaskowski kurzfristig in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Kanu-Club Köln in die Bresche.

Und so kam es, dass sich am 1.Mai neben den 25 Sportlern des KCF 15 weitere Helfer mit der gesamten Zeitmess- und Organisationstechnik auf den Weg nach Hohenlimburg machten, um das Wildwassersprintrennen auszutragen. Die Veranstaltung lief reibungslos ab und wieder einmal konnten die Sportler des KCF glänzen und zeigen, dass sie zur Deutschen Spitze auf der Kurzdistanz gehören. Den Anfang machte Josef Baumann in der Herren-Leistungsklasse. Mit zwei Siegen und einem zweiten Rang war er beim Heimrennen noch der strahlende Sieger. Er wurde quasi über Nacht zu einem der Topanwärter auf einen Startplatz bei der Europameisterschaft. Doch dann drohte der Sportstudent bei den EM-Qualifikationswettkämpfen in Monschau und auf der Enz mit den Plätzen zweimal achter und einmal vierter im Mittelmaß zu verschwinden. Mit einem zweiten Rang und Tagesbestzeit im zweiten Sprintlauf in Hohenlimburg meldete sich Baumann jedoch wie der Phönix aus der Asche zurück und zeigte dass mit ihm hinsichtlich der EM-Qualifikation durchaus noch zu rechnen ist.

Eine „starken“ Eindruck hinterließen im wahrsten Sinne des Wortes die Geschwister Lilofee (Schülerinnen A) und Julius Stark (Jugend). Beide ließen ihrer Konkurrenz keine Chance und gewannen ihr Rennen souverän. „Das lässt uns natürlich auch für die Deutsche hoffen. Wenn sich die beiden nun auch noch über die klassische Distanz verbessern, bin ich sehr zufrieden mit der Entwicklung“, urteilte Cheftrainer Harald Piaskowski über seine Schützlinge.

Dass der KCF auch im Nachwuchsbereich eine Bank ist, hat man in den letzten Jahren immer wieder gesehen. Und diese Serie ging in Hohenlimburg weiter: Bei den Schülern B standen mit Moritz Fladung (zweiter) und Moritz Zentgraf (dritter) gleich zwei Domstädter auf dem Podium. Für den Nachwuchs steht nun erst einmal eine Wettkampfpause an, ehe es dann Anfang Juni zu den Deutschen Meisterschaften nach Obervellach / Österreich geht. Dagegen müssen sich die „Großen“ ab der Jugendklasse noch in Augsburg auf der Olympiastrecke messen um Sprintranglistenpunkte zu erkämpfen.

Letzte Qualifikations-Möglichkeit für Europameisterschaft

Viel steht auf dem Spiel. Beim Sprint-Ranglistenrennen in Augsburg auf der Olympiastrecke von 1972 wollen die Sportler des KCF auf der kurzen Distanz wieder ganz vorne mitmischen und sich, wenn alles gut läuft, zwei Startplätze für internationale Wettkämpfe in diesem Jahr erpaddeln.

So ist es für Josef Baumann die letzte Chance, sich für die Senioren EM zu qualifizieren. Er zeigte zuletzt mit einem zweiten Rang in Hohenlimburg, dass man ihn im Sprint auf der Rechnung haben muss. „Josef hat in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung hingelegt. Vor allem im Sprint sehe ich ihn auf Augenhöhe mit Deutschlands Besten. Er hat gute wildwassertechnische Fähigkeiten, die er in Augsburg ausspielen kann“ - mit diesen Worten gab ihm Bundestrainer Günter Schröter ein hervorragendes Zeugnis.

Zur optimalen Vorbereitung auf den Wettkampf reiste Baumann schon Montag mit einem Teamkollegen nach Bayern an, um sich mit der technisch höchst anspruchsvollen Strecke vertraut zu machen. „Die Sprintstrecke auf dem Olympiakanal von `72 zählt zu den schwersten im Bundesgebiet. Um hier vorne mitfahren zu können, muss man sein Boot perfekt beherrschen und auch im schweren Wildwasser Gas geben können. Es ist nicht leicht, sein Boot in den Schlüsselstellen wie der Waschmaschine, der Regenbogenbrücke oder dem Korkenzieher auf Geschwindigkeit zu halten“, erläuterte der Sportstudent die Schwierigkeiten des Wettkampfs.

Mit Janina Piaskowski haben die Osthessen ein weiteres Mitglied, das sich noch Hoffnungen auf einen internationalen Startplatz in diesem Jahr machen darf. Beim Saisonauftakt auf der Fulda konnte sie noch mit guten Leistungen überzeugen, fiel aber dann in ein Leistungsloch. Für die exzellente Wildwassertechnikerin ist es wichtig, sich in Augsburg zu rehabilitieren und wieder Spitzenpositionen einzufahren, um sich noch für die Junioren-WM in der Schweiz zu qualifizieren. Der Fuldaer Coach Harald Piaskowski ist optimistisch, dass Janina das Leistungstief überwunden hat und auf ihrer Lieblingsstrecke - als exzellente Wildwasserspezialistin - wieder punkten kann." +++

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