In diesem Jahr planen die Städte, die Weihnachtsmärkte wieder stattfinden zu lassen. Allerdings geben die aktuell steigenden Corona-Zahlen Anlass zur Sorge. - Archivfotos: O|N

REGION "Es wäre der finanzielle Ruin"

Schausteller warnen vor den Folgen erneut abgesagter Weihnachtsmärkte

12.11.21 - Nicht nur in Osthessen, sondern in ganz Deutschland fiebern Besucher und Schausteller auf den Beginn der Weihnachtsmärkte hin. Zwei Jahre mussten sie darauf warten, denn die Weihnachtstradition wurde im vergangenen Jahr von Corona ausgebremst. In diesem Jahr planen die Städte, die Märkte wieder stattfinden zu lassen. Allerdings geben die aktuell steigenden Corona-Zahlen Anlass zur Sorge. Erste Weihnachtsmärkte - beispielsweise in Gelnhausen - sind bereits abgesagt. Schausteller sind besorgt. 

Überall in Deutschland läuft der Aufbau der circa 3.000 traditionellen Weihnachtsmärkte auf den Plätzen in den Innenstädten. Doch auch hier macht Corona keinen Halt mehr. Wie der Deutsche Schaustellerbund in einer Pressemitteilung erklärte, blicke man mit großer Sorge auf die täglich steigenden Zahlen. Am Donnerstag verzeichneten diese einen traurigen Negativ-Rekord: Das RKI meldete über 50.000 Neuinfektionen.

"Absage wäre der finanzielle Ruin"

Die Reaktion vieler Veranstalter: die Absage des Weihnachtsmarktes - wie kürzlich in der Barbarossastadt Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis). Doch sämtliche Bundesländer, darunter auch Hessen, haben in den vergangenen Wochen unter Anwendung unterschiedlicher Maßnahmen grünes Licht für die Märkte gegeben. "Im Vertrauen auf die Zusagen der Politik haben die Schausteller – ausnahmslos Familienbetriebe – mit dem Aufbau ihrer Geschäfte begonnen, Investitionen getätigt, Waren eingekauft, Personal eingestellt, Standmieten gezahlt", erklärt der Deutsche Schaustellerbund. "Im Falle einer Absage stehen sie vor dem finanziellen Ruin!"

Ganz klar: Für die Schausteller wäre es unerträglich, wieder Absagen zu erhalten und "im zweiten Winter in Folge den Kopf für Versäumnisse des Sommers hinzuhalten". Der Schaustellerbund appelliert: "Die Schaustellerinnen und Schausteller, aber auch die von der Verödung bedrohten Innenstädte brauchen die Weihnachtsmärkte zum Überleben. Wer uns jetzt mit einem Federstrich erneut die Ausübung unseres Berufes unmöglich macht, muss auch die Frage beantworten, wie unsere Familien die einkommenslose Winterpause von Januar bis März trotz dieser massiven Existenzbedrohung überstehen", so DSB-Präsident Albert Ritter.

Reserven und Rücklagen längst aufgebraucht

Die Schausteller fordern, jede einzelne Absage sorgsam zu prüfen: "Es wird nicht nur den Gästen eine Freude genommen, sondern auch den Beschickern die Lebensgrundlage genommen." Veranstaltungen an frischer Luft dürfen laut Schaustellerbund keinesfalls einer Symbolpolitik zum Opfer fallen. Denn die Reserven und Altersrücklagen vieler Familienbetriebe seien längst aufgebraucht, die Branche bereits seit Beginn der Coronapandemie im März 2020 stillgelegt. (ld) +++


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