Das Team der Pathologie im Klinikum Fulda feiert 60-jähriges Jubiläum. - Fotos: Laura Walter

FULDA Fachpersonal gesucht

Next Level-Pathologie im Klinikum Fulda feiert 60-jähriges Jubiläum

19.11.21 - Bereits 1961 wurde im Klinikum Fulda das Institut für Pathologie gegründet und kann seitdem von einem großen Entwicklungsschritt sprechen. Während früher hauptsächlich die Obduktion als Aufgabengebiet galt, sind es heute die modernsten Untersuchungen. "Wir haben so viel weiterentwickelt, dass wir heute von einem next level sprechen können und viel mehr machen, als die meisten Menschen vermuten", so Frau Prof. Dr. med. Gabriele Köhler, Institutsdirektorin der Pathologie im Klinikum Fulda. 

Ganz tief im Keller, in einer dunklen Ecke des Krankenhauses, angelehnt an eine Leichenhalle stehen sie: die Pathologen. Diese Szenen kennt wahrscheinlich jeder, der schon mal eine Krankenhaus-Serie im TV gesehen hat. Doch das Fuldaer Klinikum, beweist, dass die Realität anders aussieht. Zwar ist die Pathologie in Fulda auch in der unteren Etage, doch im hellen Licht erstrahlen die Laborräume und zahlreiche Proben.  

Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstandssprecher am Klinikum Fulda

"Für Patienten ist die Pathologie heute sehr wichtig für die Diagnostik und Therapie von Tumoren", erklärt Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstandssprecher am Klinikum Fulda. Während früher rund 300 Obduktionsfälle pro Jahr aufgezeichnet wurden, sind es heute nur noch 40 und zeigt damit deutlich, dass die Obduktionstätigkeiten gesunken sind. Dafür wurden andere Bereiche weiter ausgebaut, so wie die Molekularpathologie.  

Medical Detectives in Fulda 

Seit 2014 wurde die Molekularpathologie eingeführt, welche durch modernste technische Geräte, wie dem Next Generation Sequencing (NGS) stets den modernsten Standards entsprechen. Durch diese Geräte können die Ärzte mehrere Proben gleichzeitig untersuchen und analysieren, was unter anderem zu einer großen Zeitersparnis führt. Auch die Schnelldiagnostik ist für die Professorin und ihr Team gängiger Alltag: "Während einer Operation werden dann Präparate innerhalb zehn Minuten in die Pathologie überführt, wo mikroskopisch geschaut wird, ob es sich um Tumorgewebe handelt und dies wird dann dem Operateur mitgeteilt", erklärt sie.  

"Wir sind als onkologisches Zentrum schon seit Jahren registriert und erfüllen somit auch jede Voraussetzung. Die zehn Minuten beispielsweise sind die Realität und nicht nur unser eigener Qualitätsanspruch", ergänzt Dr. Thomas Menzel. Da bei Tumor-Operationen nur möglichst wenig entfernt wird, wird dann in der Pathologie überprüft, ob das umliegende Gewebe noch betroffen ist oder vom Chirurgen alles extrahiert werden konnte und somit keine Krebszellen zurückbleiben.  

Mit dem Mikroskop kann die Probe bis zum 40-fachen vergrößert werden. ...


Mehr Aufklärung im Bereich Pathologie 

Frau Prof. Dr. med. Gabriele Köhler, Institutdirektorin der Pathologie im Klinikum ...

Der Ärztemangel macht allerdings auch in der Abteilung der Pathologen keinen Halt, weshalb händeringend um Mitarbeiter gesucht wird. Doch die Ausbildung ist ein großer Faktor, welcher die Studenten oftmals abschreckt. Denn nach dem Studium dauert die weitere Facharztausbildung nochmal sechs weitere Jahre. Dennoch ist die Leiterin, Frau Prof. Dr. Köhler bemüht, in umliegenden Schulen und auch Studierende aus Marburg aufzuklären und zu unterrichten. Neben der Freude am Unterricht ist ihr auch die Aufklärung besonders wichtig: "Wir wollen so die Breite unseres Aufgabengebiets den Schülern und Studenten zeigen und wie wichtig unsere Arbeit für die richtige Behandlung der Patienten ist."

Frau Prof. Dr. med. Gabriele Köhler, Nicole Sturm, leitende medizinisch-technische ...

Die Diplom-Biologin im Institut für Pathologie, Frau Prof. Verena Böhmer, folgte einer Stellenausschreibung des Klinikums Fulda und rutschte somit in die Abteilung der Pathologie: "Ich bin sehr froh, dass ich hierhergekommen bin, denn die Arbeit ist sehr vielfältig, wir haben immer spannende und neue Fälle." Doch auch immer ganz vorne bei medizinischen Entwicklungen dabei sein zu können, macht den Beruf für sie so besonders. "Natürlich ist es auch die Herausforderung und die Begeisterung, dem Patienten die korrekte Behandlung bieten zu können", verrät sie. (law) ++++


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