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Das Glasfaser-Netz soll auch in den ländlichen Regionen ausgebaut werden - Archivbilder: O|N/Finn Rasner, Patrizia Heun

FULDA / WIESBADEN Gas geben bei der Digitalisierung

2,8 Millionen Euro Förderung: Auch die Milchkanne braucht schnelles Internet

10.03.22 - Ob Fohlenweide, das Haus am Roten Moor, Schloss Buchenau oder die Heckenmühle - sie alle und einige weitere Standorte sollen zeitnah an das schnelle Internet angeschlossen werden. Das Land Hessen fördert das Projekt für die Breitbandversorgung in schwer erschließbaren Einzellagen mit rund 2,8 Millionen Euro. Die Digitalministerin Professor Dr. Kristina Sinemus hat die beiden Förderbescheide am Donnerstagmorgen virtuell an Landrat Bernd Woide überreicht. Die beiden haben darin Übung.

Das Haus am Roten Moor bekommt schnelles Internet

Landrat Bernd Woide

Die finanzielle Unterstützung des Landes Hessen ermöglicht es, insgesamt 22 Standorte mit Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude hinein auszustatten, darunter befinden sich 15 Gewerbestandorte. Woide erklärte in der digitalen Pressekonferenz, dass der Breitbandausbau "meine wichtigste Aufgabe" sei. "Wir müssen den ländlichen Raum stärken", sagte Woide. Die Landwirte benötigen genauso die schnellen Kommunikationsmittel zum Beispiel mit den Molkereien oder den Kollegen. Landwirtschaft sei weit mehr als die Milchkanne am Wegesrand. Aber auch die touristischen Angebote sollen davon profitieren.

Digitalministerin Professor Dr. Kristina Sinemus Foto: HMinD

"Marktgetriebener Ausbau kann in erster Linie nur dort erfolgen, wo er wirtschaftlich ist. Gerade in weit verzweigten geografischen Lagen kann dies zu einer besonderen Herausforderung werden", sagte Digitalministerin Sinemus. "Doch wir wollen den ländlichen Raum stärken und schnelle Breitbandanbindungen für alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere auch im Außenbereich. Das heute im Mittelpunkt stehende Förderprojekt deckt ideal und passgenau den Bedarf im Landkreis Fulda. Der Landkreis stärkt durch die Anbindung der schwer erschließbaren Standorte seinen Anspruch als exzellenter Wirtschafts- und Lebensstandort", so die Ministerin. Das Vorhaben sei darüber hinaus ein wichtiger Baustein zur Zielerreichung der flächendeckenden Glasfaserversorgung gemäß der Hessischen Gigabitstrategie.

Knapp 99 Prozent der Haushalt haben mindestens 50 Mbit/s

Knapp 99 Prozent der Haushalte im Landkreis Fulda können inzwischen mit mindestens 50 Mbit/s surfen. Mehr als 80 Prozent sogar mit mindestens 200 Mbit/s. 60 Prozent der Haushalte haben bereits die Möglichkeit, auf Anschlüsse mit bis zu 1 Gbit/s zuzugreifen.

Virtuelle Bescheidübergabe am Donnerstagmorgen

"Gerade der Ausbau im ländlichen Bereich ist für den Landkreis Fulda besonders wichtig, um Gewerbe-, Handwerks- und landwirtschaftliche Betriebe zukunftsfähig aufzustellen. Unser Ziel der kommenden Jahre ist es, Glasfaser bis in jedes Haus und jedes Unternehmen zu bringen. Wir wollen nicht nur schnelles, sondern super schnelles Internet. Damit wollen wir die Region und vor allem den ländlichen Raum im Landkreis Fulda zukunftsfähig machen und die wirtschaftliche Entwicklung fördern", erläutert Fuldas Landrat Bernd Woide. "Solche Vorhaben sind aber ohne finanzielle Unterstützung gar nicht möglich. Wir danken dem Land für diese beiden wichtigen Förderbescheide."

Viel Lob für Breitband-Beauftragten Christoph Erb

Die heimischen Landtagsabgeordneten Silvia Brünnel (Bündnis 90/Die Grünen) und Thomas Hering von Christdemokraten lobten die Investitionen in den Glasfaserausbau. Brünnel macht aber auch klar, dass es "noch viel Luft nach oben" gebe. Hering erklärte, dass die Digitalisierung in die Gebäude wichtig sei. Die Digitalisierung müsse aber auch in den Köpfen der Menschen ankommen. Sie bieten gerade auch im ländlichen Raum viele Möglichkeiten. Einer, bei dem die Digitalisierung längst "angekommen" ist, ist Christoph Erb. Der Breitband-Beauftragte des Landkreises Fulda erhielt auch von seinem Chef ein Extralob für sein Engagement in Sachen schnelles Internet.

Maschinenring soll Zeit und Geld sparen

Und vielleicht ermöglicht der von der Digitalministerin ins Spiel gebrachte Maschinenring und damit der alternative Ausbau unterhalb der Grasnarbe einen zeitlich schnelleren Ausbau. Dies spare zudem Kosten. Denn der Tiefbau ist eine immense Herausforderung - gerade auch im ländlichen Raum. Landrat Woide erhofft sich zudem, dass beim Glasfaserausbau die in Deutschland typischen DIN-Vorschriften etwas lockerer gesehen werden. Schließlich könne ein Glasfaserkabel nicht einfrieren - auch nicht auf den abgelegenen Weilern in der Rhön. (Hans-Hubertus Braune) +++


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