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Landrat Görig (SPD): "Der erste Bus mit Flüchtlingen ist angekommen"
11.03.22 - Hessen hat in den nächsten Tagen mit einem weiteren Zustrom von geflüchteten Personen aus der Ukraine zu rechnen, die nicht mehr in der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen untergebracht werden können. Deshalb hat das Innenministerium vier Kreisen - darunter dem Vogelsbergkreis - in der Nacht zum Mittwoch den Einsatzbefehl geschickt (OSTHESSEN|NEWS berichtete), eine kommunale Notunterkunft mit 1.000 Plätzen zu errichten. Gesagt, getan: bereits am Mittwoch wurden die Feldbetten in der Hessenhalle in Alsfeld aufgestellt. Doch der Landkreis hat einen zweiten Standort in Reserve.
"Bereits am Mittwoch vergangener Woche hatten wir dazu aufgerufen, uns freie Wohnungen zu melden, um Menschen aus der Ukraine unterbringen zu können. Die Resonanz war und ist überwältigend: Bis gestern lagen rund 190 Angebote vor", erklärte Landrat Manfred Görig (SPD) am Donnerstag in der Kreistagssitzung in Wartenberg-Angersbach. "Noch haben sich nicht alle Ukrainer, die über private Initiativen in den Vogelsberg gekommen sind, bei uns in der Kreisverwaltung, in unserem Sachgebiet Flüchtlingswesen, gemeldet." Demnach müsse man davon ausgehen, dass sich zum jetzigen Zeitpunkt schon deutlich mehr Geflüchtete im Vogelsbergkreis aufhalten. "Ein erster Bus mit 50 Flüchtlingen kam vor gut einer Stunde an. Nun prüfen wir die Möglichkeit eines zweiten Standortes."
Positive Entwicklung
Beim Corona-Infektionsgeschehen ist auch in den Schulen im Vogelsbergkreis in den letzten Tagen sukzessive eine deutliche Entspannung zu verzeichnen. Das gab Görig bekannt und erläuterte: "Waren es vor rund vier Wochen teilweise zwischen 60 und 80 gemeldete Neuinfektionen an einem Schultag, haben sich die Infektionszahlen inzwischen bei 30 bis 40 Neuinfektionen mit weiterhin rückläufiger Tendenz eingependelt."Umbauarbeiten an Albert-Schweitzer-Gymnasium
Damit auch die Schulen im Vogelsberg auf dem neusten Stand sind, stehen in Bezug auf die Barrierefreiheit am Oberstufenstandort des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in der Alsfelder Krebsbach einige Umbauarbeiten an. "Da es sich um ein älteres Schulgebäude (Baujahr 1980) handelt, bestand damals noch nicht die Forderung einer entsprechenden Erschließung und Ausstattung des Objekts. Nun ist die Notwendigkeit einer Nachrüstung, sowohl aus dem Kollegium, als auch aus der Schülerschaft heraus, gegeben. In Abstimmung mit der Schulleitung wurden die technischen Voraussetzungen für eine zentrale Aufzugsanlage, einer ergänzenden Scherenbühne und der sanitären Einrichtungen besprochen und zur baurechtlichen Genehmigung einschl. der angepassten Brandschutzkonzeption im Amt vorbereitet und die Mittel in der Projektliste reserviert. In einem kommenden Schritt werden dann die Bauleistungen nach den Maßstäben unserer Vergaberichtlinien ausgeschrieben, vergeben und, was heute schon gar nicht mehr selbstverständlich ist, hoffentlich auch termingerecht in den Sommerferien umgesetzt", erklärt Görig.Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak berichtete anschließend zum aktuellen Zwischenstand des Jahresabschlusses 2021: "Nach derzeitigem Stand wird das positive Jahresergebnis mit über 3 Mio. Euro abschließen. Damit konnten wir eine Verbesserung von rund 2 Mio. Euro im Vergleich zum Plan erreichen. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass es sich hierbei noch um einen vorläufigen Wert handelt, da die Arbeiten zum Jahresabschluss noch nicht abgeschlossen sind." (nb/pm) +++