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Die Reitergruppe kurz vor dem Ulrichsteiner Naturbadebiotop - Foto: Dieter Graulich

28.05.09 - Vogelsberg

Trollblumen, Knabenkraut, Günserich - auf Islandpferden durch den Vogelsberg

Bei -trotz gegenteiliger Prognosen- strahlendem Wetter erlebten fünf Frauen unter der Leitung des erfahrenen Wanderrittführers Achim Rodinger einen 4-tägigen Wanderritt mit Islandpferden durch den Vogelsberg. Der Weg begann in Kestrich, wo der Wanderreitbetrieb Fuchsbau seinen Sitz hat und führte am ersten Tag über Ulrichstein hinauf zum Hoherodskopf. Ungläubiges Staunen machte sich unterwegs bei der Erklärung breit, dass Trollblumen ziemlich selten seien. In großer Menge wachsen diese Blumen in den Wiesen rechts und links des Weges. Viele Anekdoten und Geschichten rings um den Vogelsberg und seine Bewohner rundeten den Tag ab. Trockenen Fußes erreichte die Gruppe den Hoherodskopf und pünktlich zum Abendessen entlud sich ein Gewitter.

Nach einer erholsamen Nacht startete die Reiterschar zur nächsten Etappe. Die Strecke ging über den Bilstein, Busenborn, hinunter zum Jägerhaus und dann über den Wintersberg zur Schreinersmühle nach Freienseen. Knabenkraut war auf verträumten Waldwiesen zu bewundern und neben Fuchs, Hase und Rehen, zeigte sich auch Muffelwild. Bärlauch verbreitete seinen Duft, Kolkraben ließen ihre charakteristischen Laute hören und wohlbehalten traf die Gruppe in der Schreinersmühle ein.

Der dritte Tag führte von Freienseen nach Nieder-Moos. Über den Taufstein hinweg, am Rehberg vorbei bot sich auf der Herchenhainer Höhe ein großartiger Panoramablick in den Taunus, den Odenwald, den Spessart, die Rhön bis in den Thüringer Wald. Auf stillen Pfaden erreichten die Reiter schließlich Nieder-Moos und fanden bei Jöckels komfortables Quartier. Am vierten Tag machte sich langsam Wehmut breit. Die Strecke von Nieder-Moos nach Kestrich bot zwar noch einige Höhepunkte, doch es war halt der letzte Tag des Rittes. Gegen 18.00 Uhr trafen die Reiter in Kestrich ein und überlegten, wie sie ein Stück Vogelsberg mit in ihre Heimat nehmen können. Mit zahllosen Eindrücken wurde schweren Herzens die Heimreise angetreten. Doch die Planungen für den nächsten Ritt im Vogelsberg laufen bereits. ++gr++

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