Max Vogler (r.) stürmt aktuell für den Hünfelder SV. - Archivfoto: Jonas Wenzel - yowegraphy

FULDA Junge Karriere mit Höhen und Tiefen

Max Vogler: "Papa wurde von Julian Nagelsmann getröstet"

16.03.22 - Max Vogler hat mit seinen jungen 21 Jahren schon so einige Fußballstationen durchlaufen und dabei einige Turbulenzen inklusive schwerer Verletzungen wegstecken müssen. Im Jahr 2015 wechselte der gebürtige Maberzeller von Horas zu Eintracht Frankfurt, 2018 ging es dann wieder zurück nach Horas, ehe es ihn eine Saison später in das Hessenligateam der A-Jugend von Viktoria Fulda zog. Aktuell läuft der Stürmer für das Hessenligateam des Hünfelder SV auf. Über seinen fußballerischen Werdegang, seine Verletzungen und wie er trotz deren Häufigkeit und Schwere immer wieder die Kraft aufbringt neu anzugreifen, hat er mit OSTHESSEN|NEWS gesprochen.

O|N: Herr Vogler, Sie haben schon so einiges erlebt in Ihrer jungen Fußballerkarriere. Was sind Ihre größten Erfolge beziehungsweise bittersten Niederlagen?

Max Vogler: Auf einzelne Siege, sei es bei der Eintracht, bei Horas oder auch jetzt bei Hünfeld, würde ich da nicht abzielen. Viel mehr sind es die Erfahrungen, die ich im Laufe meiner bisherigen Laufbahn gesammelt habe. Da fallen mir internationale Turniere mit der U15 von Eintracht Frankfurt in den USA ein, wo wir Spieler bei Gastfamilien untergebracht waren. Das hat mich menschlich und vor allem sprachlich-kulturell sehr bereichert. Aber auch der C-Jugend Hessenligaaufstieg 2014/15 mit dem FV Horas ist ein unvergessliches Erlebnis. Nicht zuletzt muss ich an meine Spielzeit in der Juniorenbundesliga denken, auch wenn es davon nicht viel gab. Als bittere Niederlage würde ich jedes einzelne verlorene Spiel bezeichnen. Die einzelnen Mannschaftswechsel fielen mir auch prinzipiell schwer. Damit gingen natürlich immer persönliche Bindungen kaputt.

Foto: Bernd Vogt

Foto: Archivbild O|N

Archivfoto: Tino Weingarten

O|N: Ihr sportlicher Weg ist von schweren Verletzungen - gerade am rechten Knie - gezeichnet. Können Sie uns über Ihre Verletzungshistorie berichten?

Vogler: Das Übel fing 2017 an. In der dritten Minute nach meiner Einwechslung am zweiten Spieltag in der Juniorenbundesliga für Frankfurt bei der TSG Hoffenheim schlug ich beim Verteidigen einen Haken, blieb mit den Stollen im Rasen hängen und man konnte das Reißen des Kreuzbandes deutlich hören. Wie schon angedeutet, waren das die ersten und letzten Minuten Bundesligaluft für mich. Der damalige Trainer der ersten Mannschaft von Hoffenheim Julian Nagelsmann schaute sich unser Spiel an und sprach meinem Vater nach der Verletzungsszene gut zu und tröstete ihn förmlich. Eine wenigstens positive Teilerinnerung an dieses Erlebnis bleibt somit.

Im vergangenen Novembver dann - nach langer verletzungsfreier Zeit - hat mein rechtes Knie wieder leichte Probleme gemacht. Vorsorglich und ohne schlechte Vorahnung ging ich zum MRT und in der Folge zu einem Spezialisten ins Herz-Jesu Krankenhaus. Der stellte einen Knorpelschaden plus Meniskusriss fest. Daraufhin unterzog ich mich auch direkt einer Operation. An diesem Wehwehchen laboriere ich derzeit. Zwischenzeitlich hatte ich mit einem Riss des Syndesmosebandes zu kämpfen. Das war aber im Vergleich zu den Knieverletzungen marginal.

O|N: Sie hat stets ausgezeichnet, nach Rückschlägen nicht lange zu klagen, sondern direkt ein zeitiges Comeback in den Blick zu nehmen. Woher nehmen Sie diese Energie?

Vogler: Das lässt sich leicht beantworten. Fußball zu spielen macht mir einfach schon immer riesigen Spaß und ist meine Leidenschaft von Kindesbeinen an. Für mich ist es also ganz normal, dass ich nach Blessuren alles daran setze, wieder schnellstmöglich auf dem Feld zu stehen. 

O|N: Haben Sie angesichts benannter Rückschläge speziell in Bezug auf das Knie je mit dem Gedanken gespielt, das Fußballspielen bleiben zu lassen?

Vogler: Wenn man vom Arzt gesagt bekommt, dass einem das künstliche Knie deutlich früher winkt als es bei Fußballern für gewöhnlich zu erwarten ist, dann macht man sich schon so seine Gedanken. Allerdings habe ich nie ernsthaft in Erwägung gezogen, frühzeitig dem Fußball den Rücken zu kehren.

Max Vogler sieht positiv in die Zukunft. Foto: Hendrik Auth

O|N: Abschließend die Frage: Was haben Sie sich kurz- und mittelfristig für das Fußballerleben vorgenommen?

Vogler: Erst einmal setze ich alles daran wieder fit zu werden. Ich gehe dafür regelmäßig zur Physiotherapie und ins Reha-Training. Hoffentlich kann ich dann noch in dieser Saison einen sportlichen Beitrag zum Klassenerhalt des Hünfelder SV leisten. Mittel- beziehungsweise langfristig plane ich, so lange wie möglich auf hohem Niveau Fußball zu spielen. Natürlich hoffe ich zusätzlich, künftig möglichst verletzungsfrei zu bleiben. Bei der Aussage kreuze ich mal alle Finger.

O|N: Max Vogler, vielen Dank für das Gespräch. (Hendrik Auth) +++


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