Die Flüchtlinge können kommen - Fotos: gr

ULRICHSTEIN Auf Flüchtlinge vorbereitet

Krieg in der Ukraine: Unterkunft im Innovationszentrum eingerichtet

20.03.22 - Seit dem 24. Februar herrscht in Osteuropa Krieg. Was unvor-stellbar erschien, wurde durch Putins Russland bittere Realität. Seit Ausbruch des Krieges sind Millionen von Menschen aus der Ukraine auf der Flucht. Hundertausende kommen auch in Deutschland an. Über die Länder werden diese auf die Landkreise verteilt. Im Vogelsbergkreis werden nach heutigem Stand wöchentlich mindestens 60 Flüchtlinge, meist Frauen und Kinder, erwartet.

Da der Vogelsbergkreis die Unterbringung nicht alleine leisten kann, wurde es erforderlich, die Städte und Gemeinden in die Pflicht zu nehmen. Die Geflüchteten werden anhand des Einwohnerschlüssels auf die Kommunen verteilt. Für Ulrichstein bedeutet das, dass im Durchschnitt für 1,6 Menschen in der Woche, beziehungsweise knapp sieben im Monat, eine Unterkunft bereitgestellt werden muss.

"Um den Menschen den Aufenthalt so ange-nehm wie möglich zu gestalten, haben wir uns dazu entschlossen, die Seminarräume im Innovationszentrum für die Unterbringung bereitzustellen", so Bürgermeister Edwin Schneider. Innerhalb eines guten Tages wurde zunächst der kleine Seminarraum für bis zu vier Personen hergerichtet. Der Parkettboden wurde mit einem Teppich belegt und es wurden als Zwischenwände Regale aufgestellt. Beides stammt aus dem Messebau Rebgeshain. Vom Vogelsbergkreis konnten in der Hessenhalle Betten und Decken geordert werden. Direkt neben dem Seminarraum befindet sich über eine Zwischentür die Küche. Für die Mittagsverpflegung besteht aber auch die Möglichkeit, Mahlzeiten über das Seniorenheim "Residenz am Schlossberg" zu beziehen. Sollten die Plätze nicht ausreichen, können in der Folge auch der große Seminarraum und die Stadthalle für die Aufnahme der traumatisierten Kriegsflüchtlinge dienen.

Spenden von benötigten Artikeln, insbesondere Hygieneartikel, sind im Rathaus gerne willkommen. Auch eine Waschmaschine wird noch gesucht, die ebenfalls vor Ort aufgestellt werden soll. Spenden sollen aber bitte über das Bürgerbüro der Stadtverwaltung abgestimmt werden, so der Rathauschef abschließend. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die sich gerne um die Menschen in Not kümmern wollen, werden ebenfalls gebeten, sich an das Rathaus zu wenden. (gr) +++


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